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Praxis

Wir geben offen zu, dass die SP 350 ein hartes Testprogramm zu absolvieren hatte, im täglichen Einsatz über- und unter Wasser. Ihre geringen Baumaße forderten direkt heraus, sie zum Begleiter bei allen Aktivitäten zu machen, griffbereit verstaut in der Gürteltasche oder bei Tauchgängen vom Starnberger See übers Rote Meer bis in den Indik. Ob in 20 Metern Tiefe bayerischer Seen bei 4°C Wassertemperatur oder bei Szenenfotos einer Theaterprobe, immer dabei wurden Motive festgehalten, die auch größere Systeme kompakter Digitalkameras nicht besser hätten machen können. Natürlich ist der Brennweitenbereich und die Lichtstärke bei Kamerazwergen wie der SP 350 geringer als bei größeren Varianten, wissend um die Einschränkungen kommt man aber trotzdem gut zu Schuss. Ideal ist die Ergänzung durch den optionalen Weitwinkel- und Televorsatz, die der SP 350 ein hohes Maß zusätzlicher Funktionalität über Wasser verleihen.
Ebenfalls optional leistet des kleine Blitzgerät FL 20 gute Dienste, auch im Unterwassereinsatz, doch wer sich mit dem sinnvollen Gedanken trägt ein externes Blitzgerät anzuschaffen, greift besser zum FL 36, der wesentlich mehr Lichtleistung bringt und ebenfalls tauchtauglich gemacht werden kann.
Für den Einsatz konfigurieren wir Digitalkameras zunächst mit einigen manuellen Einstellungen: Empfindlichkeit 100 ISO/ASA, größtmögliche Auflösung im jpg - Format, Weißabgleich Tageslicht, Abschaltung digitaler Zoomfunktionen.
Die Wahl von Blende und Belichtungszeit überlassen wir meist der Programmautomatik und greifen bei Bedarf steuernd  mit +/- Korrekturen ein. Den Blitz schalten wir in der Regel zu, wenn er erforderlich ist und nutzen bei Bedarf die Vorblitze zur Vermeidung roter Augen.
Spontan gefiel uns die Anzeige eines Gitternetz im Monitor, das die gerade Ausrichtung horizontaler Linien zum Kinderspiel macht. Und natürlich ist die Größe und Helligkeit des Monitors einfach erfreulich, die Anzeigen sind gut ablesbar, über wie unter Wasser. In Konkurrenz zu hellen Tageslicht reicht die Helligkeit keines Monitors aus ein Motiv zweifelsfrei zu beurteilen. Über Wasser behilft man sich dann mit Blick durch den optischen Sucher – soweit kein Weitwinkel- oder Televorsatz verwendet wird. Unter Wasser hilft der Tubus um den Monitoreinblick, unter Umständen nähert man sich mit der Maske (empfohlen für UW - Fotografen Masken mit dunklem Maskenkörper) auf kürzeste Distanz um störendes Seitenlicht abzuschatten.
Die SP 350 zieht sich ihr UW – Gehäuse fast wie ein Hemd an. Genau so schnell und genau so passend. Doch Augen auf beim O-Ring, dass dieser sauber und unbeschädigt ist und dass nichts in die Dichtung eingeklemmt wird (Teil des Trockenmittelbeutels oder des Bändchens, das den Portdeckel vor Verlust sichert).
Nun funktioniert fast alles wie bei der unverpackten Kamera – lediglich der Zoom reagiert genau umgekehrt. Wie bei allen Digitalkameras verlängert man die Brennweite logisch – holt man das Motiv heran – indem man die Zoomtaste zum Fotograf hin „anzieht“. Bewegt man die Taste weg vom Fotograf – entfernt sich das Motiv in den Weitwinkelbereich. Unter Wasser muss man dann erst einmal umdenken... es ist aufgrund der mechanischen Steuerungsmimik genau umgekehrt.
Lobenswert ist ohne Zweifel der Autofocus, der auch unter Wasser sehr gut reagiert. Lobenswert auch, dass die Druckpunktnahme am Auslöser bei Verwendung des UW – Gehäuses einwandfrei funktioniert, das selbst mit dicken Trockentauchhandschuhen. Grüner Punkt im Sucher und das Bild wird scharf.
Auch wenn das System für die Olympus SP 350 nicht im Schwerpunkt für den Einsatz in sehr kalten Gewässern konzipiert wurde, hier haben wir gerade bei Aufnahmen im Nah- und extremen Nahbereich (mit optionalem Blitz FL 20) sehr gute Ergebnisse erzielt. Dabei müssen wir auch lobend die tadellose Funktion der TTL – Blitzbelichtung thematisieren, die ein außerordentliches Plus der Olympus Kameratechnik darstellt und am Markt etwas besonderes ist – gerade in dieser doch eher günstigen Preisklasse.
Bleiben wir beim extremen Kaltwassereinsatz, den wir mehrfach im Winter im Starnberger See durchführten. Kaum zu glauben, aber alle Tasten und Hebel sind selbst mit dicken Trockentauchhandschuhen uneingeschränkt zu bedienen, selbst die Tasten zum Multifunktions – Schaltfeld. Indem hier die Drücker unterschiedlich weit aus dem Gehäuse ragen, orientieren sich die Finger zielgerecht.
Und – natürlich sind Tauchtiefen von 20 Metern im Süßwasser schon jenseits der Dämmerungsgrenze, was bedeutet, dass normalerweise der Kameramonitor kein Bild mehr zeigt. Nicht so bei der SP 350. Gibt man dem Kameracomputer ein paar Sekunden Zeit, dann zeigt er noch an der Grenze zwischen Tag und Nacht ein Bild, das zum Einstellen des Motivs ausreicht. Nimmt man dann den Druckpunkt am Auslöser, der das AF – Hilfslicht aktiviert, werden Motive im Nahbereich gestochen scharf und durch die TTL – Blitztechnik richtig belichtet aufgezeichnet. Wir haben es bei vielen kritischen Motiven ausprobiert und konnten nur noch staunen.
Die Welt unter Wasser, ihre Motive haben oft einen sehr hohen Kontrastumfang, eine Tatsache, die elektronischen Medien mehr Probleme bereitet, als analogen Negativfilmen. Die SP 350 zeigt sich hier von ihrer besten Seite. Wenngleich sie diesbezüglich nicht mit analogen Farbnegativfilmen konkurrieren kann – wie auch kein anderer digitaler Mitstreiter – so ist sie doch geduldig und man muss sie schon aus der Reserve kitzeln, dass in hell reflektierenden Flächen des Riffs bei ansonsten korrekter Belichtung keine Zeichnung mehr zu erkennen wäre.
Ihre Motivstärke im Süßwasser ist zweifelsfrei der Nahbereich, vielleicht reicht die Sicht auch noch für eine Halbtotale vom Tauchpartner. Die Verlängerung der Brennweite um 1/3, bedingt durch das Planglas vor dem Objektiv, macht eben aus einem eigentlich leichten Weitwinkel ein Normalobjektiv, übertragen auf analoge Kleinbildkameras. Und es wäre vermessen anzunehmen mit dem internen Blitz  unter Wasser 1,5 Meter bildwirksam zu überbrücken. Aber auch der externe Blitz FL 20 tut sich hier bereits schwer. Hätte man einen Weitwinkelvorsatz am Gehäuse, den es aber nur von externen Zulieferern zu einem Preis nahe dem, den die Kamera kostet, beziehen kann, sähe es schon anders aus. Ein einfacher Kompromiss wäre die Lösung für viele: Weg vom geraden Planglas – hin zum gewölbten Domeport. Dann erhielte man beim einem Standard - Domeport die Originalbrennweite wenigstens bis zum halben Brennweitenbereich des Zoomobjektivs (mittlere bis lange Brennweiten würden nicht scharf abgebildet) und die Abbildung hin zu den Bildrändern wäre schärfer.
Domegläser in den eigenen Gehäusen zu verwenden stünde Olympus auf seinem Weg zum Leader in Sachen UW-Fotografie gut zu Buche.
Die guten Sichtweiten und die Farbvielfalt in tropischen Meeren lädt natürlich zu Aufnahmen ein, die einen Ausschnitt des Riffs und Taucher zeigen sollen, nicht nur Nahaufnahmen. Um zumindest Taucher zu beleuchten, benötigt man den Blitz FL 36. Man könnte sich behelfen, gäbe es einen elektronischen Unterwassermodus, der einen farbkorrigierenden Orangefilter simuliert. Doch so weit sind wir noch nicht, also müsste ein entsprechender – kostenpflichtiger - Filter vor das Objektiv gesetzt werden. Die Ausgaben für solche Filter sehen wir zähneknirschend als vertretbar an, auch wenn sie unserer Ansicht nach weit überzogen kalkuliert sind.

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