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© UWW

by Michael Goldschmidt

© UWW Extremer Kaltwassereinsatz mit Systemblitz FL 20

Gehäuse PT 030

Blitz FL 20 im Gehäuse

Kamera SP 350

Kamera SP 350  © UWW

Kamera SP 350

Aufnahme vorbereitet für Panorama unter Wasser © UWW

© UWW

Nahaufnahme © UWW

Süßwasser - LAndschaft © UWW

Portrait Tauchbuddy im Süßwasser © UWW

Mit großen Schritten verfolgt Olympus sein erklärtes Ziel die Führungsrolle am Markt zu übernehmen, geht es darum Kameras mit maßgeschneiderten Gehäusen auf Tauchstation zu schicken. Nahezu alle Modelle 2006 haben die Lizenz zum Tauchen. UnterWasserWelt setzte das kleine Topmodell SP 350 mit dem UW-Gehäuse PT 030 in heimischen Seen, im Roten Meer und im Indik ein.

Mit dem Modelljahr 2006 verabschiedet man sich bei Olympus von Highend - Kompaktkameras im Stil einer C8080, die eine Zwitterstellung einnehmen und viele Funktionen bieten, wie sie für eine SLR (Spiegelreflexkamera) typisch sind. Kompakt und SLR sollen zukünftig deutlicher unterschieden werden können, was dem SLR – Absatz mehr Impulse verleihen dürfte. Die SP 350 als gedankliche Nachfolgerin der C8080 ist nicht nur wesentlich kleiner, sie ist in Teilbereichen auch funktionell reduziert.
Gleich ist bei den Kameras die Auflösung mit 8 Megapixel, geringer dagegen bei der SP 350 die Lichtstärke und der Brennweitenbereich, ihr Sucher ist optisch und nicht wie bei der C8080 ein zusätzlicher Monitor, der SLR-Feeling verbreitet und auch bei hellem Umgebungslicht gut arbeiten lässt. Während die C8080 Kartenslots für die Olympus XD-Card und die größeren CF-Cards bzw. Microdrives hat, begnügt sich die SP 350 mit der kleineren XD-Card. Deutlich gewachsen ist allerdings der Monitor der SP 350, dessen Bilddiagonale stattliche 2,5 Zoll bzw. 6,4 cm misst, was nicht nur eine bessere Motivbetrachtung ermöglicht, auch die eingeblendeten Symbole sind nun größer und  - vor allem unter Wasser – besser ablesbar. Schade, dass der Monitor fest angebracht ist und nicht schwenkbar wie bei der C8080.
Verabschiedet hat man sich auch von einer Akkuausstattung inklusive Ladegerät. Die SP 350 wird mit einer Lithium - Spezialbatterie vom Typ CR-V3 gefüttert, die eine große Menge von Bildern mit und ohne Blitz zu belichten ermöglicht, aber nicht aufgeladen werden kann. Mit sage und schreibe 24 Aufnahmemodi ist die SP 350 softwareseitig auf nahezu jede denkbare Aufnahmesituation vorbereitet, will sich der mit ihr arbeitende Fotograf nicht durch manuelle Korrekturen auf Besonderheiten der Motivsituation einstellen und der Automatik die Arbeit überlassen.
Landschaften, Strand, Schnee, Sport, Nachtaufnahmen, sogar Dokumente, Speisen und Sachaufnahmen für Bildeinstellungen bei Onlineauktionen sind als Modi vorbereitet. Wie könnte es anders sein, auch für den Unterwassereinsatz sind drei Programme wählbar.    
Besonders erfreulich ist die Kalkulation für das kleine Wunderwerk, die gut 60% unter dem Preis der mittlerweile ausverkauften  gedanklichen Vorgängerin liegt und sich aktuell im Mittel um € 250,- bewegt. Auch das Gehäuse PT 030 wird im erschwinglichen Bereich um € 230,- gehandelt. Der Systempreis macht also neugierig und das waren wir natürlich auch.

SP 350

Nachdem das Testmodel in der Redaktion angekommen war gab es gleich eine ergänzende Order, eine Gürteltasche sowie das Weitwinkel- und Televorsatzobjektiv und einige Batterien CR-V3. Drei Monate nahmen wir uns Zeit die SP 350 im täglichen Einsatz über wie unter Wasser auch in schwierigen Situationen auszulösen um einen genauen Eindruck zu gewinnen, was geht und was nicht.
In der Regel hat die Frage der Energieversorgung bei „Vielfotografen“ und Unterwasserfotografen eine besondere Bedeutung. Olympus wandte sich bei der SP 350 vom Konzept der Akkuversorgung ab, spart sich dabei natürlich im Lieferumgang diese Teile ein und kann damit ein paar Euro günstiger kalkulieren. Wer nur gelegentlich zur Kamera greift, der kann sicher ein halbes Jahr mit einer Lithiumzelle CR-V3 auskommen, bis eine etwa 15 Euro teure Batterie nachgekauft werden muss. Setzt man ebenfalls verwendbare Mignonzellen oder Akkus ein, dann machen diese im Schnitt nach gut 80 Aufnahmen schlapp. Das Geheimnis liegt in der Kapazität der Lithiumzelle, die bis zum Fünffachen an Leistung hat und entsprechend mehr Bilder aufzeichnen lässt. Uns hätte es besser gefallen, hätte man sich bei Olympus zur Lieferung eines Lithium-Akkus inkl. Ladegerät entschlossen, so können wir auf Dauer engagierten Fotografen nur empfehlen sich dies am Zubehörmarkt dazuzukaufen.
Nimmt man die Kamera das erste Mal in die Hand, besticht sofort der große Monitor mit 6,4 cm Bilddiagonale. Hell und klar, dazu deutlich erkennbare Symbole und Zahlen, so macht der Monitor auch lesebrillenpflichtigen Fotografen das Leben leichter. Um Energie zu sparen verdunkelt sich nach 10 Sekunden das Sucherbild leicht, wenn es in dieser Zeit keine Funktionswahl oder Druckpunktnahme am Auslöser gab. Das Display kann man auch ganz abschalten und lediglich den kleinen optischen Sucher benutzen. Das macht outdoor in sehr hellem Umgebungslicht (über Wasser) oft Sinn, denn die Helligkeit eines Monitors kann keinesfalls mit von der Sonne beschienen Motiven konkurrieren.
Was früher nur Profikameras auf ihren Mattscheiben anboten, hat der Monitor der SP 350 als zuschaltbares Feature: Ein Gitternetz. So kann man leicht überprüfen, ob etwa der Horizont gerade ausgerichtet ist oder wie die einzelnen Bilddetails gestalterisch gewichtet sind. Also nie wieder Bilder mit auslaufendem Meer!
Auch ein Detail für Profis ist die Anzeige des Histogramm eines Motivs. Hier kann man schon vor der Aufnahme überprüfen, ob das Motiv in der Tendenz über, unter oder ausgeglichen belichtet wird – ein ideales Hilfsmittel bei manueller Belichtung. Darauf wird man aber unter Wasser kaum zurückgreifen, denn hier ist Zeit Luft und in der Regel beschäftigt sich eine Vielzahl der mit Kompaktkameras tauchenden Fotografen eher damit ein Motiv rasch einzufangen und achtet dabei weniger auf diese technische Hilfsmittel.
Was man unter Wasser wissen muss, zeigen die Symbole im Monitor klar und deutlich: Batteriestatus, Belichtungsprogramm, Belichtungszeit, Blende, Belichtungskorrektur, Blitzstatus, Auflösung (Bildgröße), Anzahl der noch speicherbaren Bilder und mit einem grünen Punkt, ob nach Druckpunktnahme der Autofocus zu einer Einstellung gefunden hat. Hat sich der Autofocus dazu entschieden ein Motivdetail abweichend von der Bildmitte als Schärfereferenz zu wählen, zeigt das ein Cursor an.
Da die Oberfläche einer so kompakten Kamera wesentlich weniger Raum bietet für Tasten, die es erlauben häufiger benutzte Funktionen direkt anzuwählen, hat man sich bei Olympus Gedanken gemacht und das runde Tastenfeld neben dem Sucher mit direkten Funktionen belegt. Im Aufnahmemodus bedient man hier die Belichtungskorrektur in 1/3 Blendenschritten +/- bis maximal 2 Blenden, bei Blenden-, Zeitautomatik oder gänzlich manueller Funktion steuert man hier Zeit und Blende. Wichtig ist auch der Nahaufnahmemodus, der den Autofocus entsprechend beeinflusst, diese Funktion erreicht man im Menue bereits in der ersten Ebene, so dass man auch hier schnell reagieren kann. Im normalen Nahaufnahmemodus kann man bis 20 cm scharf stellen, im extremen Modus sogar ab 2 cm. Im extremen Nahbereich ist allerdings der interne Blitz abgeschaltet, da die Blitzleistung dann zu stark wäre und das Motiv ohnehin nicht mehr korrekt ausgeleuchtet werden könnte.
Aufgeweckt wird die SP 350 in knapp 4 Sekunden nach manueller und automatischer Abschaltung. Hat der Autofocus genügend Licht und Kontrast im Motiv, ist die Auslöseverzögerung nahe an Werten „guter, alter Analogkameras“. Technisch ist heute eher die Frage relevant, wie lang das Abspeichern von Aufnahmen dauert, wie viele Fotos man in kurzer Folge machen kann, bevor man die „Rote Karte“ sieht und artig warten muss, bis wieder genügend Zwischenspeicher frei geworden ist. Vorausgesetzt, man löst die Aufnahmen (beste JPG-Auflösung, große Datei) selbst aus – also ohne Automatikfunktion für Mehrfachaufnahmen – ist die Kamera inkl. Autofocusabgleich in rund 3 Sekunden wieder aufnahmebereit. Macht man entsprechend eine Serie, können aufgrund der Dateigröße auch einmal knapp 5 Sekunden daraus werden. Wem das zu lang dauert, der hätte mehrere Möglichkeiten diese Zeitspanne zu verkürzen: Man reduziert die Auflösung – weniger Daten, kleinere Datei, schneller abgespeichert – allerdings setzt man dann auch dem verlustfreien Vergrößern der Bilder engere Grenzen oder man wählt ein wesentlich teureres Highend - Produkt der SLR - Klasse.

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