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Die Katastrophe, die am zweiten Weihnachtsfeiertag über viele Urlaubsregionen hereinbrach, betraf auch unser eigentlich geplantes Ziel
Khao Lak in Thailand. Wie viele andere mussten wir kurzfristig unseren Urlaub komplett umplanen. So stießen wir auf Empfehlung von Freunden und Bekannten auf Harry
Boer von Clownfishtravel. Harry ist ein deutscher Fotograf, der sich auf Bohol zusammen mit seiner Lebensgefährtin Beda ein kleines Reiseunternehmen -
Clownfishtravel - aufgebaut hat. Da wir den Flug bereits über www.traveltopia.de reserviert und gebucht
hatten, benötigten wir von Harry die notwendigen Transfers, um vom Flughafen Cebu nach Bohol/Panglao zu kommen, sowie Hotel Alona Kew White Beach plus 14
Tage Non Limit tauchen bei den Alona Divers.
Clownfishtravel
Harry und seine philippinische Lebensgefährtin Beda bieten Philippinenreisen nach
Cebu - Cabilao - Camiguin - Bohol - Negros - Palawan – Siquijor übers Internet an: www.clownfishtravel.com
Die Website ist Informativ, der Kontakt per eMail war angenehm, alle Anfragen wurden in kürzester Zeit kompetent beantwortet. Vor Ort kümmern sich die
beiden wirklich rührend um ihre Gäste. Egal um was es sich dreht, die beiden reißen sich ein Bein aus um Wünsche zu erfüllen. Ob es ums Organisieren von SIM Karten
fürs Handy, vergessene Ladegeräte, Steckeradapter, Handtücher, Ausflüge, Taxis und Mietmotorräder geht, die beiden sind immer für alle da und machen möglich, was
irgend geht. Als Extraservice für alle Digitalfotografen kommt Harry fast täglich und überspielt die Digitalbilder „seiner“ Taucher auf seinen Laptop um sie
ihnen am Ende des Urlaubs (kostenlos) auf CD zu brennen. Wir meinen, wenn Harry schon so einen tollen Service anbietet sollte jeder, der diesen Service in
Anspruch nehmen möchte, selber genug CD - Rohlinge mitbringen.
Alona Beach
Entlang des etwa 800 m langen Sandstrandes reihen sich ca.
13 Tauchbasen, einige Ressorts und Strandbars. Es gibt keine Nachtclubs, Go Go Bars oder ähnliches und bis auf gelegentliche Karaoke - Wettbewerbe läuft
alles ruhig und beschaulich ab. Da viele der Strandbars Schwarzbauten sind, plant die Regierung bereits seit 7 Jahren diese abreißen zu lassen um der Öffentlichkeit
wieder einen breiten, unverbauten Sandstrand präsentieren zu können. Das schönste und breiteste Strandstück mit hohen Palmen befindet sich direkt am Ende der Bucht vor
dem Alona Palm Beach Resort (5 Sterne).
Das Alona Kew White Beach
Das Hotel liegt wie der Name vermuten lässt direkt am Alona Beach und
besteht aus zwei Bereichen. Der untere Teil, an dem sich die Suiten, Airconzimmer und einfacheren Beachbungalows befinden, sowie den auf einer kleinen Anhöhe liegenden
Poolbereich um den herum Reihenbungalows gruppiert sind. Wie alle Hotels am Beach ist auch das Alona Kew angenehmerweise nicht auf Massenbetrieb ausgelegt, die
meisten Hotels dort haben nicht mehr als 30 Zimmer. Die Anlage selbst macht einen gepflegten, sauberen Eindruck. Unten am Strand gibt es ein paar Strandliegen,
Strandhandtücher aber leider nicht. Gegen Aufpreis bekommt man jedoch ein zusätzliches Duschhandtuch an der Rezeption. Wer es ruhiger mag findet auf Panglao und
Bohol noch einige andere Ressorts in allen Preisklassen, eines haben sie jedoch gemeinsam: Je einsamer sie liegen, umso höher sind die Preise für Essen, Trinken,
Massagen und andere Zusatzaktivitäten.
Zimmer
Das erste Zimmer im unteren Teil (Superior Airconzimmer) war zunächst einmal ein Reinfall, ältere
Bauweise, ungepflegtes verschimmeltes Bad, aus der Toilette lief unten das Wasser wieder herraus. Dazu lag es direkt an der Uferstrasse hinter einer Bar, der
Geräuschpegel war dementsprechend. Aber nach 30 Stunden Anreise erreicht man irgendwann einen Punkt an dem trotz Mopedrennen und Kanistergescheppere die Augen
zufallen. Am nächsten Tag wechselten wir dann sofort in ein sichtlich neueres und gepflegteres Zimmer im oberen Poolbereich. Diese sind im Gegensatz zu den älteren
Zimmern unten alle gemauert und dementsprechend „leiser“.
Am Pool befindet sich zwar auch eine Bar, die spätestens um 21:00 Uhr geschlossen wird.. Die
„Suiten“, die wir auch in Augenschein nahmen, sind fast dreimal so groß, haben dafür aber teils keinerlei Fenster.
Personal
Das
Personal war ohne Ausnahme immer sehr freundlich und hilfsbereit. Die Roomboys haben jedoch ihre eigene Auffassung von Sauberkeit. Auch wenn die Betten in
Rekordgeschwindigkeit bezogen und gemacht waren, der Rest vom Zimmer schien eine verbotene Zone für Besen und Wischlappen zu sein.
Essen und Getränke
Die meisten Ressorts bieten Übernachtung mit Frühstück an, was völlig ausreicht da man eine große Auswahl an Restaurants entlang des Alona Beach findet.
Hauptspeisen kosten zwischen 1 und 2 Euro an den Beachgrills, es wird viel Seafood angeboten, das jedoch oft stundenlang ohne Kühlung auf Kundschaft wartet. Unsere
persönlichen Favoriten bei den Beachgrills waren: Captains Grill gegenüber dem Aquatica und „Trudys“ direkt daneben. Wer mehr Wert auf angenehmeres
Ambiente ohne Plastikstuhldesign legt, ist in den besseren Restaurants gut aufgehoben. Diese sind meist von Europäern gebaut und betrieben.
Unsere
Restaurantempfehlungen: Das Hotelrestaurant vom Alona Kew White Beach. Die Oops Bar und das Kamalig (italienisch) Dort kostet zwar alles doppelt soviel wie in den
Beachgrills, die Portionen sind aber auch doppelt so groß und das Ambiente schöner. Die Ooops Bar hat nicht nur leckere Cocktails sondern auch sehr gutes Essen. Das
Kamalig, liegt direkt an der Zufahrtsstrasse zum Alona Beach zwei Gehminuten vom Alona Kew Hotel. Dieses italienische Restaurant wartet mit einheimischen und
italienischen Leckereien auf. Die Preise und Portionen sind ähnlich wie in der Oops Bar. Es empfiehlt sich in der Hochsaison in jedem Fall in allen Restaurants
Plätze zu reservieren.
Tauchen am Alona Beach
Auf den 800 m des Alona Beach verteilen sich ca. 13 Tauchbasen, die auf kleinere Gruppen aber
nicht auf Massenabfertigung ausgelegt sind. Der Strand fällt flach ab und geht in Seegraswiesen mit Korallenblocks über. Die Seegraswiesen sind teilweise garniert
mit Seeigeln, deshalb sollte man grundsätzlich mit Füßlingen oder Badeschuhen ins Wasser gehen. Das Besteigen der Boote ist - je nach Wasserstand - meistens nur
möglich, wenn ein paar Meter durchs Wasser gewatet wurde, schlau ist wer dazu seine Füßlinge anzieht. Nach ca. 200 Metern endet der Flachbereich und man
erreicht die wunderschön bewachsene Riffkante. Aufgrund der Entfernung vom Ufer zur Riffkante werden auch Hausrifftauchgänge mit dem Boot durchgeführt. Nitrox
scheint aber bis auf wenige Ausnahmen noch ein Fremdwort zu sein. Die wenigen, die es anbieten tun dies nur gegen den stolzen Aufpreis von ca. 9 US $ pro Tank..
„Nitrox for Free“ = Fehlanzeige.
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