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by Michael Goldschmidt 7.04

Christian Schmidt

Firmengründer H.J. Goedecke

Ausgangsprodukt: Kunststofffolien

Christian Schmidt beherrscht jeden Produktionsschritt auch selbst

Endkontrolle

ewa marine Museum - mit dem Gehäuse für die Braun Nizzo fing es an

Museumsstück: Ideal für Halb und Halb - Aufnahmen

Rohstoff für Chinesische Kinderwagenräder

Kaum ein Produkt hat einmal die UW-Fotografen und Filmer in Deutschland so stark in zwei Lager gespalten, wie die Gehäuse von ewa marine. Tatsache ist, dass diese flexiblen Schutzhüllen weltweit in so großen Stückzahlen im Einsatz sind, dass jeder Anbieter von Alu- oder Acrylglasgehäusen nur davon träumen kann auch nur annähern so erfolgreich zu sein. ewa marine bedient Filmer und Fotografen, gleich ob analog oder digital ausgerichtet, im Freizeit- oder Profibereich angesiedelt.

Es ist immer wieder erstaunlich besucht man Firmen, die bei internationalen Messebeteiligungen eher bescheiden agieren und die große Show denen überlassen, die oft mehr Schein als Wirklichkeit präsentieren. ewa marine gehört zweifelsohne zu den Unternehmen der Tauchsportbranche, die Understatement pflegen dürfen um aus gewisser Distanz die Szene zu beobachten. Das funktioniert auch wunderbar, steht man schließlich nicht im Wettbewerb mit Unterwassergehäusen im Hochpreissegment, die kreativ Bildschaffenden alle Funktionszugriffe bieten bis in Tiefen, die den normalen Tauchsportaktivitäten an sich widersprechen. 
Die Architektur des Firmengebäudes der ewa marine GmbH in Geretsried südwestlich von München unterstreicht auch die Marktpositionierung – sie ist bombenfest. Die 22 Mitarbeiter sind durch eine robuste Armierung geschützt, die für die ehemalige Nutzung der Halle als Munitionsfabrik notwendig war. Großzügig ist der ebenerdig angelegte komplette Herstellungsbereich, der vom Rohstoffeingang bis zum Auslieferungsbereich geradlinig gestaltet ist und so auch einer ISO – Zertifizierung entspricht.      
Christian Schmidt, Geschäftsführer und Inhaber von ewa marine ist kein Phantast und weiß genau, für welche Produkte am Markt die wasserdichte oder wassergeschützte Verpackung durch seine Erzeugnisse gefragt ist. Der Schwerpunkt liegt bei den Fotokameras, wobei nicht die günstigen Digitalkameras im absoluten Mittelpunkt des Angebotsinteresses stehen sondern durchaus die teureren SLR  - Kameras, digital wie analog. Etwas abgeschlagen ist der Videobereich, doch das deckt sich mit den Erfahrungen der Branche allgemein. Sicher haben in den letzten Jahren viele Käufer von Videokameras sich durch den Reiz der sofortigen Ansicht der Aufnahmen leiten lassen, was erst durch die sich qualitativ überschlagende  Entwicklung digitaler Fotokameras wett gemacht wurde.
Ein interessantes Angebotsfeld ist der professionelle Broadcastbereich. Hier bietet ewa marine Schutzgehäuse, die selbst digitale Betacam – Kameras oder 16mm Filmkameras bis 5 Meter Tauchtiefe einzusetzen erlaubt, oder auch Regenschutzhüllen, die sehr komfortabel zu handhaben sind, das zu Preisen, die der angespannte Lage bei professionellen Filmproduktionen durchaus entgegen kommt.  

Die Idee zur Herstellung so erfolgreicher Produkte wie die der Ewa marine Leichtgehäuse entstammt, wie so häufig, dem persönlichen Bedarf des Erfinders. H.J. Goedecke wollte seine Super 8 Filmkamera mit ins Wasser nehmen, was mit am Markt verfügbaren Gehäuseangeboten nicht möglich war. Aufbauend au seine langjährigen Erfahrungen in der Textilproduktion, so fertigte sein Unternehmen seit 1949 Bekleidung – zunächst aus Fallschirmseide – und belieferte damit ein angesehenes Modehaus in München, versuchte er sich mit der Herstellung flexibler Gehäuse aus transparenter Folie. Mit Hilfe von Hochfrequenz – Schweißmaschinen gelang die wasser- und gasdichte Verbindung der Folienteile und somit war ein neues Produkt geboren, das zu günstigem Preis eine Vielzahl von Kameratypen beim Schnorcheln, Gerätetauchen, beim Einsatz am Wasser, im Regen oder Sandsturm verwendbar machte.
Im ewa marine „Museum“ gibt es auch noch einen Kasten mit großem, planen Frontglas zu bestaunen, mit dem auf einfache Art und Weise eindrucksvolle Halb und Halb Aufnahmen realisiert werden konnten. Heute noch wäre damit zu arbeiten, könnte man an die modernen SLR – Kameras einen der viele Jahre als Zubehör üblichen Drahtauslöser (verhindert bei Langzeitbelichtungen das Verwackeln der Kamera) anschrauben.
Einige Jahre wurde bei ewa marine auch Fotozubehör gefertigt, etwa Kompendien für Filmkameras, die Trickaufnahmen erlaubten oder als Filterhalter dienten.
Nach Jahren erfolgerreicher Marktplatzierung des Unternehmens, mit Firmensitz in Kirchheim bei München kam 1999 der Besitzwechsel. Heute ist Christian Schmidt für die Geschicke des Unternehmens zuständig. Der Besitzwechsel war auch ein bedeutender Generationswechsel, was nach kurzer Zeit bereits im Design der Gehäuse bemerkbar war, in der Vielfalt der Gehäusevarianten und der noch stärkeren Belieferung internationaler Märkte. Der Ausbau in allen Bereichen machte auch eine räumliche Vergrößerung notwendig, so dass die jetzt bezogenen großzügigen Betriebraume in Geretsried, 35 km südwestlich von München wohl noch einige Jahre weiterer Expansion erlauben. Und tatsächlich gibt es Pläne das Unternehmen ewa marine mit einer zusätzlichen Produktschiene auszubauen, dafür böten sich mehrere Möglichkeiten an, die aber noch nicht spruchreif sind.  

Wer meint, dass ein Folien – Leichtgehäuse mit ein paar Handgriffen hergestellt werden kann, der irrt enorm. Allein durchschnittlich 12 Arbeitsschritte sind beim Hochfrequenzschweißen notwendig, dazu kommen die Zuschnittarbeiten der Folien, was durch spezielle Werkzeuge unterstützt wird. An Spezialmaschinen, die im Unternehmen selbst entwickelt wurden, werden Sucheransätze gefertigt. Die Montage der Aluverschluss – Schienen und die Komplettierung der Gehäuse erfordert weitere Arbeitsschritte. Jedes Gehäuse wird in einem Wassertank auf Dichtheit überprüft, dazu wird es mit Druckluft leicht befüllt. Erst dann darf es verpackt und dem Versand übergeben werden.
Das Lager bei ewa marine ist erfreulich klein, viele Produkte gehen bereits nach kurzer Ruhepause im Regalfach auf den Weg zum Händler – in Deutschland – weltweit.
Um die Nachfrage in der gewohnt guten Qualität befriedigen zu können, arbeiten 22 Mitarbeiter im Werk in Geretsried. Doch nicht allein hinter dem Schreibtisch oder bei einer der vielen von ewa marine weltweit als Aussteller besuchten Messen trifft man den Unternehmer Christian Schmidt. Er kennt selbst alle Geheimnisse des Fertigungsprozess und kann bei der Entwicklung wie auch der Herstellung wichtige Entscheidungen treffen. 

Stellt sich nur noch die Frage, was Kinderwagenräder in China mit ewa marine verbindet? Nun, schon seit einigen Jahren liefert ewa marine die Produktionsreste der Kunststofffolien an Partnerbetriebe in China, die daraus Kinderwagenräder fertigen. So wird der Rohstoffeingang bei ewa marine tatsächlich zu nahezu 100 Prozent in Endprodukte umgesetzt. Das kann sich auch ökologisch sehen lassen.

Was kaum bekannt ist, man hat bei ewa marine auch ein offenes Ohr für spezielle Kundenwünsche. Wenn es die vorhandenen Werkzeuge zulassen ist es möglich Kameras oder Gräte mit einem in Einzelanfertigung hergestellten Gehäuse zu verpacken. Eine interessante Perspektive, wie wir meinen.

Der Firmengründer H.J. Goedecke hat im hohen Alter eine neue Leidenschaft gefunden und sich der Malerei zugewandt. Einige seiner Werke hängen in den Geschäftsräumen und lassen ihn nun aus künstlerischer Sicht noch präsent sein.


ewa marine GmbH
Blumenstraße 17
82538 Geretsried / Germany
Tel.: +49-8171-4185-0
Fax: +49-8171-4185-10
www.ewa-marine.com


 

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