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by Ilka Weber 7.07

Wingblase

© UWW Wingblase

© UWW Inflator

© UWW Inflator

© UWW Schultergzrte mit ADV-Schnalle

© UWW Backplate

© UWW Schnellablass

© UWW

 

Fakten

Typ:  Power Wing 
Zeit bis zum Erreichen des vollen Auftriebs:  <15 sec 
Zeit bis zum erreichen von 10% Auftrieb  <13 sec 
Material Blase:  Laminated PA/PE, Sandwich TPU 
Inflator Typ:  X01 Pro 
Inflator Mechanismus: Messing vernickelt 
Inflator Durchfluss:  266l/min bei 9 bar Mitteldruck
Inflator Länge:  600 mm 
Inflator Schulteranschluss Typ: Ellbogen  
Auftriebsklraft:  353 Nm 
ClamRetract : Ja 
Überdruckventile: (APRV)  2 
Manuelle Ablassventile: (MDV)  3 
Preis POSEIDON BeaSea W100 Power Wing mit Backplate BeaSea und Harness semicontinous loop: ca € 750,-


www.poseidon-kiel.com

Ein schweres Geschütz fährt Poseidon mit dem von UnterWasserWelt getesteten Bundle auf: POSEIDON BeaSea W100 Power Wing mit Backplate BeaSea und Harness „semicontinous loop“ – ein puristischer Auftriebsriese hoher Qualität. Die Zielgruppe eines solchen Wings liegt deutlich bei  fortgeschrittenen Sporttauchern, die regelmäßig auch heimische Gewässer aufsuchen und im Umfeld von  Tec - Tauchern.

Angesichts der qualifizierten Zielgruppe verzichten wir bei unserer Zusammenstellung einzeln zu bestellender Komponenten auf „überflüssigen Schnick-Schnack“ wie Polsterungen, genähter (und dadurch die Größenvariabilität limitierender) Harness, Taschen und weiterer wahlweisen Teile.
Wohlgemerkt, wer Zubehörtaschen für Masken, Messer und dergleichen benötigt, kann diese ordern und leicht auf die Harness fädeln. Dies eben ist der große Vorteil modular aufgebauter Auftriebssysteme. Auch sind verschiedene Harness - Varianten möglich, vom komplett durchlaufenden Bandmaterial (continous loop) bis hin zu komfortabel gepolsterter Harness Sport.  Jeder kann sich seine persönliche Konfiguration nach den Anforderungen geplanter Tauchgänge zusammenstellen, all das unter Einsatz robuster Technik und strapazierfähiger Materialien. Zusätzliche Polsterungen bedingen allerdings auch einer zusätzlichen Menge an Blei und so zeigen wir uns hier einmal sparsam. Mit Erfolg, denn das POSEIDON BeaSea W100 Power Wing mit Backplate BeaSea und Harness semicontinous loop bedarf bei einem angesetzen Doppel 7 Tauchgerät lediglich zwei Kilogramm zusätzlichen Bleis, trotz Trockentauchanzug mit Unterzieher mittlerer Stärke. Hintergrund dieser Überlegung ist, bestens austariert bei optimalem Tauchkomfort bei minimalem Materialaufwand unterwegs zu sein, denn das gesamte Tauchequipment ist schließlich nicht nur aus dem Auto zu wuchten, sondern auch noch bis ans Wasser zu transportieren. Hier lohnt sich die sparsame Rechnung allemal.

Sicher kann darüber gestritten werden, ob es wirklich nötig ist, mit einer solch stattlichen Wingblase zu tauchen. Oft wird hier gerade von DIR Tauchern eine äußerst minimalistische Schiene gefahren. Es mag sein, dass knapp 80 lbs Auftrieb selbst für größere Doppelgeräte üppig sind, bedenken wir aber den „worst case“, beispielsweise eine out-of-air Situation des Tauchpartners, so kann es sicher nicht falsch sein, eine solch gewaltige Auftriebsreserve mit sich zu führen. Im Buddyteam sollte das Equipment jedes einzelnen so ausgelegt sein, dass eine Hilfestellung ohne eigene Gefährdung jederzeit möglich ist.

Betrachten wir die Einzelkomponenten einmal genauer.

 POSEIDON BeaSea W100 Power Wing
 
In der Außenblase befinden sich eingearbeitete Bungees, bei POSEIDON sogenannte „Clam Retract TM“, die dafür sorgen, dass die in der Blase befindliche Luft zügig entweicht, ohne dass die sonst meist außen umlaufenden Bungees eine Gefahr des Verhängens (beispielsweise beim Wracktauchen) darstellen. Der Inflator ist aus gummiummanteltem Edelstahl gefertigt, was bewirkt, dass dieser Abtrieb hat. Am langen Faltenschlauch hängt der Inflator somit in fast jeder Tauchlage stabil und griffbereit vor der Brust des Tauchers – ein nicht zu verkennender Sicherheitsaspekt. Oberhalb des Faltenschlauchs befindet sich lediglich ein „Ellbogen-Inflator“, da beim Technischen Tauchen auf überflüssige Fehlerquellen (etwa nicht funktionierende Ventile) bewusst verzichtet wird.

Der Auftrieb beträgt stolze 79,3 lbs / 36kg / 353 N, max. 2 x 22 Liter Stahlflaschen laut Herstellerangabe können hiermit sauber austariert werden. Die Außenblase des Power Wing besteht aus strapazierfähigem 1000 DEN Ballistic Nylon. Sollte dennoch ein Leck in der PE-Blase sein, so lässt sich dieses je nach Größe selbst mit Flickmaterial oder mit ein paar Tröpfchen aquashure leicht reparieren. Im Extremfall wird die Innenblase komplett getauscht. Ein erheblicher Vorteil gegenüber herkömmlichen, oft einschaligen Tariersystemen.

 Backplate BeaSea
 
Die Edelstahl - Backplate hat ein Gewicht vom 2,5 Kilogramm, somit kann man auch diese in die persönliche “Blei-Rechnung” einfließen lassen. Die Kanten sind sauber gearbeitet. Kein Regelfall, denn bei den vermeintlich preiswerten Backplates mangelt es oft an der Qualität des Stahls oder aber an der Verarbeitung. Rasch durchgescheuerte Harness sind die Folge. Schlitzungen und Bohrungen sind selbst für individuelle Konfigurationen reichlich vorhanden und dürften keine Wünsch offen lassen. Da die Backplate relativ gerade mit nur geringer Krümmung und ohne nennenswerten Falz verläuft, ist es nicht möglich, eingegossenes Blei direkt auf die Platte zu geben, hier sollte also bei Doppelgeräten auf das gute alte V-Weight zurück gegriffen werden.

Advanced Harness semicontinous loop
 
Die Harness, die in diesem Test beurteilt wird, ist bewusst puristisch, ohne aber auf Komfort zu verzichten. Polsterungen, Taschen, all das lassen wir hier außen vor. Jedoch ist es nicht jedermanns Sache, sich in eine fix eingestellte Harness zu zwängen.  Spätestens beim Auslassventil des Trockenanzugs wird es knifflig. Hier kommt der Vorteil des semicontinous loop zum Tragen. Mögliche Fehlerquellen wie bei üblichen Fastexschnallen werden weitestgehend vermieden. Lediglich am Brustgurt, an der linken Seite des Schultergurts, befinden sich je eine Fastexschnalle. Die linke Fastexschnalle erleichtert das Ausziehen des Gerätes, ohne sich schlimmstenfalls das Auslassventil des Trockis abzuscheren. Erhältlich ist die Harness in den Größen XXS - XXL. Grundsätzlich wird sie in voller Länge geliefert und dann selbst gefädelt und individuell gekürzt. Dies sollte selbstredend nur unter Kontrolle mit angezogenem Anzug plus Gerät geschehen. Wechselnde Unterzieher sind zu beachten und gegebenenfalls Reserven einzurechnen. Fädelt man die Harness ohne Gurtstopper  am Bauchgurt, so kann diese Anpassung dann jeweils beim Anziehen geschehen.

Praxis
 
In der Praxis zeigt sich das BeaSea W100 Power Wing, wie es sich für ein Wing gehört, das selbst höchsten Ansprüchen technischer Taucher gerecht werden muss. Der Inflator befüllt zügig die Blase, die Auslassventile lassen schnelles, aber auch feinfühliges Tarieren im Flachbereich zu. Ist die Harness gut angepasst, zwackt und drückt nichts. Durch den Schrittgurt werden auch schwere Doppelgeräte spurgerade am Rücken gehalten. Zusätzliches Trimmblei ist nicht nötig, da keinerlei Polsterung für ungewollten Auftrieb bzw. falsche Trimmung sorgen. Der immer wieder heftig diskutierten, wingtypischen Neigung nach vorn kann man leicht durch eine andere Technik entgegen wirken, in dem man sich leicht auf den Rücken legt. Wer vorher bereits Wings getaucht hat, führt dies vermutlich schon automatisiert durch. Da aber Freiwasseraufstiege mit dieser Art von Equipment wohl eher selten sind und die hauptsächlichen Kunden in den Reihen der Süßwassertaucher zu suchen sind, dürfte dieses Thema nicht wirklich relevant sein.
Ist die Harness wie oben beschrieben ohne Gurtstopper montiert, so kann durch Anziehen der Bauchgurte die Länge der Tragegurte reguliert werden. Wechselnde Anzüge bzw. unterschiedliche Unterzieherstärken, je nach Witterung und Tauchgang, sind hier also nicht mehr durch mehrere Jackets zu beantworten (bei den meisten Jackets ist der Spielraum der Größen durch die Art der Begurtung relativ gering).

Fazit
 
Der vordergründig höhere Preis hat seine Berechtigung. Hochwertige Materialien und gute Verarbeitung sind auf Langlebigkeit ausgerichtet, austauschbare Komponenten ersparen eine komplette Neuanschaffung, sollte sich das Tauchverhalten oder Einsatzgebiet ändern. So sollte man den Faktor Lebensdauer und Flexibilität in seine Preis – Leistung - Berechnung mit einbeziehen.

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