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Mit Ralf Tech Taschen auf extremer Tour

Wer eine eigene Tauchausrüstung besitzt, kauft sich spätestens zur ersten Flugreise eine Tasche dazu, genügt für den Transport an den Baggersee doch vielen eine geräumige Kunststoffwanne. Taschen gibt es wie Sand am Meer und oft sind sie kaum mehr wert als angeschwemmtes Strandgut. Anders bei den Taschen des französischen Herstellers RALF TECH im Vertrieb von MARLIN TAUCHSERVICE. Der Hersteller war es selbst leid nur mit minderwertigen und kaum strapazierfähigen Produkten bedient werden zu können, deshalb startete er mit einem hochwertigen Taschensortiment und definiert Qualität in diesem Bereich völlig neu.


Wer für seine Taschen eine Garantie von 10 Jahren auslobt, muss besondere Qualität liefern, sonnst kann man seinen Betrieb gleich im ersten Jahr wieder zusperren. Und diese Qualität spürt man schon bei der ersten Begegnung mit den RALF TECH Taschen. Heavy Duty kann man neudeutsch den Eindruck beschreiben, kräftiges Material, gut verarbeitet und pfiffige Details sind typisch für die Taschen und Rucksäcke, die wir persönlich monatelang auf weiten Flugreisen und im PKW vollbepackt an die Einsatzorte brachten.

Wann geht eine Tasche meistens in die Knie? Richtig, auf einer Flugreise. Und so mussten unsere Testmodelle  X-TREME CLASSIC (das absolute Raumwunder),  die Rucksacktasche EXPEDITION BLACK 6 und der signalrote wasserdichte Beutel EXPEDITION RED 30 zeigen,  wie hart sie im Nehmen sind, wenn man sie vollbepackt wenig zimperlichem Personal auf Flughäfen und Hotelressorts überlässt.

Tatort Flugplatz München. LTU – Abfertigung nach Hulule, dem Flugplatz der Malediven. Pro Nase sind inklusive Tauchgepäck 50 kg frei und unser Team schöpft diese Grenzen aus. Testequipments, eigene Tauchausrüstungen, Foto- und Videogerätschaften, Lampen und Computertechnik, das alles muss auf die Insel gebracht werden und zwar in einwandfreiem Zustand. Aufgeplatzte Taschen und abgerissene Tragegriffe könne wir uns nicht leisten. Die X-TREME Classic ( Volumen 160 ltr., Maße   88x40x35 cm) zieht im Kreis der wartenden Fluggäste sofort Aufmerksamkeit auf sich. Mit ihren 4 Inline – Rollen (mit Edelstahlschrauben) ist das mit 35 kg auf den letzten Kubikmillimeter ausgefüllte schwarze Monster kräfteschonend an den Counter gekarrt worden. Daneben wirken die üblichen Tauchtaschen und Rucksäcke anderer Reisender wie Spielzeug. Die Sekunde der Wahrheit und des Abschieds kommt im Moment des Wiegens. Auf den Millimeter passt der Container auf die Waage und das Transportband. Kritisch beäugt die Stewardess die Skala der Waage und fragt nach, ob es sich hier um Tauchgepäck handle. Solche Dimensionen ist sie bei der Abfertigung wohl nicht  gewohnt. Das gute Stück darf passieren, die wesentlich kleinere Alubox muss dagegen beim Sperrgepäck abgeliefert werden.
Etwas komfortabler hat es die Rucksacktasche EXPEDITION BLACK 6 (Volumen 55 ltr., Maße: 35x59x35  cm), die noch als Handgepäck durchschlüpft – Gott sei Dank, denn hier sind einige Lampen verpackt.
In gut 11 Stunden wissen wir mehr, wenn wir, so der Gott des Koffertransports es will, das Gepäck mit uns zusammen in Hulule ankommt.
Am Gepäckband drängeln sich die Reisenden, man sieht, wie immer wieder Hände nach einer Tauchtasche greifen und sie wieder auslassen, es war die falsche. Das kann uns nicht passieren. Wenn die X-TREME die Bühne betritt, gibt es keinen Zweifel, sie ist einmalig und ehrfurchtgebietend. Die einzig unangenehmen Momente im Umgang mit ihr sind die, in denen das schwere Monster (Leergewicht ca 5,5 kg) vom Band auf den Gepäckkarren gewuchtet werden muss ohne Umstehende dabei niederzumetzeln. Erste Sicht- und Funktionskontrolle: Keine Beschädigungen, die Rollen laufen einwandfrei, lediglich das Firmenlogo hat durch mechanische Beanspruchung etwas gelitten, doch das ist nun wirklich nicht wichtig.
Nächste Hürde, der Weiterflug mit dem Wasserflugzeug. Die ameisenartigen Maldiver, die sich nun um unser „Mobile Home“ kümmern müssen, auch der EXPEDITION – Rucksack gibt jetzt sein Leben als Handgepäckstück auf, sind nicht zu beneiden. Aber angekommen stellen wir bei der nächsten Sichtkontrolle fest, dass sie beim LKW – Transport und der Verladung ins Flugzeug und anschleißend aufs Dhoni, den RALF TECH`s nichts anhaben konnten.
Viele Kilo, viel Trinkgeld, den Boys vom Ressort, die letztlich den Container in den Bungalow wuchteten, standen für diese logistische Meisterleistung ein paar Dollar mehr zu.
Außen sind die Taschen nach wie vor OK, wie siehts jetzt innen aus, hielten die Reißverschlüsse, gibt es andere Schäden? Erfreulich und enttäuschend zugleich. Es ist alles einwandfrei intakt und der Journalist hat nichts zu meckern.
Na, aber vielleicht kommts ja noch...
Während die X-TREME die nächsten 9 Tage stationär als Füllhorn dient und laufend andere Testutensilien aus ihren Tiefen hervorquellen lässt, geht der EXPEDITION – Rucksack und der wasserdichte EXPEDITION – Sack (Volumen 30 ltr.) immer wieder an Bord der Dhonis. Während der Rucksack die Dinge des täglichen Taucherlebens beherbergt, dient der signalrote, wasserdichte Sack um die Fotoausrüstung aufzunehmen. Der Trick dabei, der Sack wird während der Fahrten aufgehängt um die Kameras von den Vibrationen des Diesels zu entkoppeln. Dann können sich auch keine Schrauben (besonders im Inneren der Gehäuse) lösen und nach dem Tauchgang bleibt das Gehäuse feucht, bis zum Moment der Süßwasserspülung und so können sich keine messerscharfen Salzkristalle bild, die für die Dichtungen an den Durchführungen tödlich sind.        

Nächste Hürde, der Rückflug.
Nur mit Mühe gelingt es den Piloten des Wasserflugzeugs die X-TREME in die Kabine zu wuchten. Ein hartes Stück Arbeit für die Crew um 6:30 Uhr in der Früh. Positiver Nebeneffekt oder kleine Rache: Das Mischpult des Discjockeys, der die Insel ohrenbetäubend bis 4:00 Uhr früh beschallte, muss wieder ausgeladen werden, das Gepäck zahlender Passagiere ist wichtiger...
Erster Showdown zurück in München. Die X-TREME hat harte zeiten hinter sich, auch die EXPEDITION wurde nicht auf Samt gebettet. Noch im Ankunftsterminal zeigt das gepäck keine Sxhäden und die rollen laufen butterweich. Fast unglaublich.

Doch damit nicht genug, weitere Einsätze stehen bevor, voll bepackt wird im PKW an die verschiedensten Tauchgewässer gefahren. Die Taschen werden gehoben, geschoben, verladen, gezerrt und gerollt, alles andere als zärtlich behandelt. Nasse Anzüge und Jackets landen in der X-TREME oder der EXPEDITION, nahezu wasserdicht bleibt der Laderaum des Jeeps trocken.  Und pflegeleicht sind sie auch noch, auf die Wiese geworfen, mit dem Schlauch ausgespritzt, trocknen lassen, sauber.

Fazit

Nach drei Monaten hartem Einsatz in allen Gewichtsklassen, auf allen Transportwegen, schonungslos, gibt es nur ein Urteil: Mit den 10 Jahren Garantie wird nicht hoch gepokert, die Hersteller wissen, auf was sie sich mit ihren Produkten eingelassen haben. Klar, dass es die RALF TECH Taschen nicht im Schnäppchenmarkt gibt, denn Qualität hat ihren Preis. Aber was eine RALF TECH anfänglich mehr kostet, das macht sie in Bezug auf Haltbarkeit und entsprechend langjährigem Einsatz mehr als doppelt wieder wett und so betrachtet ist sie dann eigentlich sehr preisgünstig.

Fakten

Hersteller: Ralf Tech
Vertrieb: Marlin Tauchservice
Modell X-Treme Classic
Maße: 88x40x35 cm
Volumen: 160 ltr.
Gewicht: ca. 5.5 kg
Rollen: 4 hochwertige Inline – Rollen
Material: 900x900 d Scotchguard Polyester  PVC Boden
Fächer: 2 große Fächer, mit RV verschlossen (1x Netz, einmal Vollpolyester); 2 variable Klettabtrennungen, Adressfächer, 2 kleine RV-Taschen außen;
Preis: ca.: € 330,-

Modell Expedition Black 60 (Rucksacktasche, bordgepäcktauglich)
Maße: 35x59x36 cm
Volumen: 55 ltr.
Material: Tarpaulin 0,08 mm
Fächer: 1 großes Fach mit RV verschlossen, 2 Netztaschen innen an den Schmalseiten, 1 RV Fach im Taschendeckel (von innen zugänglich)
Preis: ca.: € 99,-

Modell Expedition Red 30 l (wasserdichter Sack))
Volumen: 30 ltr.
Material: Tarpaulin 0,06 mm
Fächer: 1 großes Fach
Preis: ca.: € 37,-

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