UnterWasserWelt - das Onlinemagazin seit 1999


 

Werbung Fa. Marlin UW-Gehäuse

Anzeige Aqua Active Agency

Werbung Seacsub

Werbung Cressi

Werbung SDI TDI ERDI

Werbung Taucheruhren.de
© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

© UWW

Wie zu erwarten ist die digitale Fotoausbeute sehr umfangreich. Erstmals verzichteten wir auf die Mitnahme eines Laptop um die Daten von den Speicherkarten extern abzuspeichern. Stattdessen kommt ein nagelneuer iPod mit 60 GB Festplatte zum Einsatz, auf dem die JPG-Dateien abgelegt werden sollen. Wie immer war vor der Abreise zu wenig Zeit die Technik zu testen und mit großem Ärger muss festgestellt werden, dass das mitgeführte Kartenlesegerät mit dem iPod keine Verbindung herstellt. Obwohl im Manual des iPod für den direkten Anschluss keine unserer Olympus – Kameras aufgeführt ist, mit denen wir vor Ort produzieren, klappt die Verbindung zwischen der Olympus C 8080 einwandfrei. Und weil sie die von unserer Olympus miu 700, Olympus SP 350 und Nikon Coolpix 5000 verwendeten CF und XD – Karten aufnimmt, können die Daten ausgelesen und gespeichert werden um wieder Platz zu schaffen für neue Aufnahmen. Auf dem kleinen Bildschirm des iPod kontrollieren wir dann die Ergebnisse und können sie sogar als Diashow mit unterschiedichsten Bildübergängen vorführen. 

Ranveli - Wrack

„Morgen“, so sagt Raid, „ist eine sehr gute Möglichkeit das Ranveli - Wrack zu betauchen. Das geht nur komfortabel, wenn die Strömung gering ist, weil man sich an einem Bojenseil zu den Aufbauten leiten lässt.“ Ganz klar sagen wir zu um 9:00 Uhr zur Basis zu kommen. Das Ranveli – Wrack, wie es genannt wird, ist das letzte Schiff, dessen Versenkung von der Regierung in Male abgesegnet wurde. Aus welchen Gründen auch immer wird es keine weiteren Tauchattraktionen in den Hausriffen mehr geben. Natürlich wurden alle ölführenden Behälter, die Leitungen und die Maschine vor der Versenkung gereinigt und es gab daher auch keine Wasserverschmutzung. Auf gut 30 Meter liegt die Schraube des ehemaligen Küstenfrachters, der aufrecht auf dem Sandgrund steht, die Aufbauten reichen bis etwa 14 Meter hinauf. Wracks sind natürlich immer ein willkommenes Motiv und man kann sich der Faszination solcher Tauchplätze kaum entziehen.

Das schöne, nostalgische Dhoni ruht schon am Steg. Unsere Körbe mit den Ausrüstungen stehen bereit, nur noch Jacket und Anzug vom Trockenbügel abnehmen und dazulegen, dann bringen Boys von der Basis die Fracht an Bord. Schick mit weißen Hosen und T-Shirts ist die Dhonicrew bekleidet, es liegen Handtücher bereit. Mit zwei weiteren Gästen machen wir uns auf den 5-minütigen Tripp entlang des Hausriffs, das immerhin fast zwei Kilometer lang ist. Man lässt sich aber mit der Fahrt ein wenig Zeit, damit die Gäste in Ruhe ihr Equipment zusammenbauen und anziehen können. 
Neben der Boje springen wir ins strömungsfreie Wasser und folgen dann dem Ariadnefaden in die graublaue Tiefe. Schemenhaft erkennt man ab 6 Meter Tiefe Umrisse und Aufbauten, wenig später landet man neben dem Kamin auf Steuerhauses am Heck. Im Briefing hatten wir den Verlauf des Tauchgangs am Wrack und die Verweildauer genau besprochen. Den tiefsten Punkt an der Schraube steuern wir zuerst an, aber nicht weil die Schraube so fotogen wäre, sondern weil sich dort gern ein Schwarm kapitaler White Snapper herumtreibt. Richtig, heute sind sie am Heck und geben ein schönes Motiv ab, leider ziehen sie sich dann rasch zum Bug zurück, wo wir sie dieses Mal nicht noch einmal treffen können. Unter dem Rumpf ist ein beliebter Rückzugsort für Langusten und Haie. Und wie versprochen liegt ein großer Ammenhai geschützt auf dem Sandgrund. Fast halten wir uns hier in der Tiefe zu lang auf um noch alle weiteren Punkte zu besuchen, die das Wrack zu erkunden anbietet.
Im Laderaum hat es sich ein Schwarm Blaustriemenschnapper gemütlich gemacht, eilig zieht eine große Schule Füsiliere hin und her. Der Bewuchs ist noch nicht ausgeprägt, in  ein paar Jahren wird der versenkte Frachter aber im Licht von Taucherlampen bunt aufstrahlen hat die bereits angesiedelte Flora sich weiter ausgebreitet.
Mit 100 bar lassen wir das Wrack hinter uns und steuern in 12 Metern Tiefe auf das Hausriff zu. An ihm tauchen wir entlang, bis wir in 5 Metern unsere Sicherheitsdeko absolviert haben. Wir tauchen auf und das Dhoni nimmt uns wieder an Bord. Aufmerksam hilft man uns aus dem Gerät. Der Handtuchservice ist sehr angenehm und als Erfrischung wird Tee gereicht. Ja, man kann wirklich sagen, der Tee wird gereicht und nicht wie auf vielen anderen Tauchdhonis nur ein Spalt Kokosnuss hingehalten. Man kann nun wirklich sagen, dass es sehr stilvolle Momente und Einrichtungen auf Ranveli gibt, die das Besondere ausmachen.

Ohne Zweifel, das Wrack muss noch einmal besucht werden und dafür bietet sich der kommende Morgen an. Wieder genießen wir die kurzen Wege auf der kleinen Insel, vom Restaurant sind es nur ein paar Schritte bis zur Basis und von dort aufs Boot. Sehr angenehm ist auch die persönliche Limitierung von höchstens 10 Tauchern pro Dhoni, das erlaubt alle Vorbereitungen in entspannter Atmosphäre, fern jeder Hektik, zu erledigen. Wir sind bei unserem Aufenthalt von der Höchstauslastung weit entfernt, doch wir können uns gut vorstellen, dass es auch bei Hochbetrieb keine ameisenartige Auswüchse gibt (was zugegebener Maßen auch viel von den Gästen selbst abhängt...).
Diesmal haben wir das Briefing mit Raid gemacht um für die Fotos im Verlauf des Tauchgangs an die richtigen Punkte zu kommen. Abtauchen zur Schraube, die White Snapper möglichst mit Taucher ablichten, dann den Hai unter dem Rumpf ablichten, weiter entlang eines Gangs am Steuerhaus über die offenen Laderäume zum Bug. Doch die White Snapper machen uns einen Strich durch die Rechnung, sie warten am Bug und der Hai hat sich auch versteckt. Nun gut, Raid taucht alle Punkte minutiös ab, so dass wir die Snapper noch am Bug treffen, doch die Zeit ist für das eigentlich geplante Motiv zu kurz, die Nullzeit geht zuende und der Luftvorrat ist auf die Hälfte verbraucht. Und trotzdem werden wir später mit so einigen Motiven sehr zufrieden sein. Bedenkt man, wie wenig Zeit in der Regel bei solchen Produktionen zur Verfügung steht, ist uns das Glück doch wohlgesonnen. Selbst als ein Kamerasystem einen nicht reproduzierbaren Wassereinbruch hat, kann entspannt weiter gearbeitet werden, weil der Kamerabody selbst – eine Olympusneuheit – wassergeschützt ist und das unfreiwillige Bad im Salzwasser tatsächlich unbeeindruckt wegsteckt.

Für den kommenden Vormittag machen wir einen Deal mit Raid, denn wir wollen unter Wasser die täglich um 10:00 Uhr angesetzte Fischfütterung am Steg mit den Kameras verfolgen. Dazu erwarten wir auch die halbwüchsige Meeresschildkröte, die standorttreu im Hausriff wohnt und von Schnorchlern schon begeistert beobachtet wurde. Pünktlich sind wir im Wasser und sofort vom Schwarm der Silver Trevali eingekreist. Eine Fischsuppe pur, in der wir uns bewegen und gar nicht wissen, wohin wir zuerst schauen sollen, wo sich das Model am besten ins Bild schiebt. Hier die Blaustriemenschnapper, dort die Trevali und mitten drin die Schildkröte, die Flötenfische, Lippfische und Barsche. Die Fische und Reptilien sind genügsam mit dem, was ins Wasser fällt, es sind keine üppigen Leckerbissen, meist nur Grätengerippe mit geringen Fleischresten oder eben gänzliche Fischabfälle, die nicht im Kochtopf landen können. Insgeheim erwarte ich auch noch den großen Stingray, der abendlich den Sandboden unter dem Stelzenrestaurant „kehrt“, doch das, was er da so findet, scheint ihn ausreichend zu ernähren, so dass er sich den Abstecher auf die genau gegenüber liegende Seite der Insel spart.

>>>lesen Sie hier weiter>>>

Werbung AUDAX PRO

Werbung Bauer Kompressoren

Werbung ZARGES

Werbung Orca Diveclubs