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Wie man mir später erzählen wird, begleitet mich die Schildkröte eine ganze Zeit lang, ohne, dass ich sie bemerke. Typischer Fall von „totem Winkel“. Als ich sie entdecke, spielt sie zunächst ein williges Motiv, bis mir genau das wiederfährt, was mir bei längeren Kontakten mit Meeresschildkröten immer wieder passiert: Die Schildkröte schwimmt genau in die Kamera und beisst in die Seitenlichtblende des Ports, versucht das Kamerasystem durchzuschütteln. Nachdem mir das mit Fotokameras nun auch passiert ist meine frühere Theorie, dass die Tiere von hochfrequenten Laufgeräuschen einer Videokamera angelockt werden würden, wiederlegt. Ist es die Spiegelung am Glasport oder nur die Neugier, ob es sich im Futter handeln könnte, was sie reizt, vielleicht kann ich das zu einem späteren Zeitpunkt einmal klären. So schiebe ich das freche Weibchen etwas zur Seite und sie lässt mich gewähren sie auf eine andere Umlaufbahn zu schicken.

Das Hausriff von Ranveli outet sich während unserer 7 Tauchgänge als wahres Juwel und hat bei jedem Besuch neue kleinere oder große Highlights parat. Fotografen können das Objektivspektrum von Makro bis Fisheye ausnutzen und wer sein Fotoglück mit einer kompakten Digitalkamera sucht, findet genügend Motive in Entfernungen von einer Armlänge. Wie meist auf den Malediven sind die Sichtverhältnisse aufgrund geringerer Planktonmengen und des Sonnenstands bei den Tauchgängen morgens und am Vormittag besser als am Nachmittag. Um seine Motive unter taucherisch idealeren Bedingungen abzulichten, sollte der Zeitpunkt des Tauchgangs hier im Hausriff in die strömungsarme oder völlig strömungsfreie Zeit gelegt werden. Durch die Lage der Insel, unmittelbar am Außenrand des Südari – Atolls, also an einem der vielen Kanäle, durch die sich das Meer bei den Gezeiten besonders kraftvoll drückt, ist die Abstimmung des Tauchzeitpunkts mit der Basis notwendiger Teil der Vorbereitung. Es gibt auch keinen wirklichen Grund ins Hausriff zu springen, wenn es ordentlich zieht. Man muss bedenken, dass man den gleichen Weg immer zurück zum Einstieg nehmen muss, denn man kann Ranveli unter Wasser nicht umrunden. Dafür ist das Hausriff viel zu lang, fast zwei Kilometer, während die begehbare Insel lediglich 200 Meter in der Länge misst.

Raid kommt noch einmal ins Schwärmen, erzählt er von weiteren, nicht planbaren Begegnungen unter Wasser, gleich am Hausriff. Walhaie kommen hier immer wieder vorbei, Delfine und auch Mantas hat man schon gesichtet. Ein paar kleinere Veränderungen in der Basis sind auch geplant, weitere Schaukästen und Infoboards werden angebracht werden. Ums Eck haben schon die Arbeiten für einen neuen Infopavillon begonnne, der ein paar Stunden nach unserer Abreise fertig werden wird.

Der tauchfreie Nachmittag wird für den ausgiebigen Besuch der kleinen Spa genutzt. Die Mitarbeiterin, die den Wellnessbereich betreut, kommt aus Sri Lanka. In angenehmer, von feinen Düften und entspannender Musik durchfluteten Räumen kann man sich der Massage und dem ganzen Spektrum weiterer Anwendungen hingeben. Angrenzend zur Spa ist die Süßwasserpool, für ein junges Pärchen aus England der nahezu ausschließliche Aufenthaltsort während ihres Urlaubs.

Vor der Abreise haben wir uns zu einem Gespräch mit dem Generalmanager verabredet. Wir treffen uns nach dem Dinner in der Hauptbar. Wir erzählen von unseren Beobachtungen, Empfindungen und Eindrücken, was wir als genial empfanden und was verbessert werden könnte. Unsere Empfehlung geht unter anderem dahin, die Privatsphäre der Gäste in den ebenerdigen Wohneinheiten durch einen Sichtschutz auf der Terrasse aufzuwerten. Vermisst haben wir auch eine sonst übliche Wasserstelle auf der Terrasse um den Sand von den Füßen zu spülen, bevor man den Wohnraum betritt. Eine solche findet man nur vor dem Haus um den Gästen in der oberen Etage Gelegenheit zu geben den Sand vor dem Betreten der Treppe (Rutschgefahr) zu entfernen.
Und wir erfahren, dass der Sichtschutz bereits geplant sei, die Anregung mit der Wasserstelle auf der Terrasse wird man umsetzen.
Mit leisen Worten erzählt uns der Generalmanager davon, wie man das Ambiente, besonders im Restaurant und bei den Dhonis pflegt und erhält, da man erkannt hat, dass dieses Ressort bereits jetzt  kulturhistorische Bedeutung für die Malediven hat. Renovierungen werden behutsam erfolgen, im Restaurant werden dem Auge nicht so gefällige Lampen durch zum Stil passende neue ersetzt. Es wird auch keine Musikuntermalung im Restaurant geben, die niveauvolle Stille, die es dem Gast erlaubt sich auf sich selbst und auf die qualitativ hochwertigen Speisen einzustimmen bleibt erhalten. Auch sind keine Expansionen bei der Anzahl der Gästezimmer noch in der Basis geplant. Es soll ein überschaubares Ressort bleiben, dessen Flair nicht durch große Gästemengen leidet. Ranveli ist keine Insel, die für lärmende Tauchgruppen geeignet wäre, die alles vereinnahmen möchten. Kleine Gruppen, Pärchen sollen sich hier wohl fühlen und mit den Ressourcen des Hausriffs umsichtig umgehen. 
Wenn alle vom Tsunami bedingten Schäden beseitigt sind, als Gast bemerkt man vordergründig nichts mehr davon, dass die Insel 120 cm unter Wasser stand, wird man sich wieder mit dem Gedanken einer Nitrox – Füllanlage beschäftigen. Und vielleicht erschließt man das Hausriff auf der Westseite auch für Tauchgänge. Doch das muss man erst noch genauer prüfen, ob es dort Spots gibt, die lohnenswert wären betaucht zu werden, denn man könnte diese nur mit dem Dhoni erreichen. Demgegenüber gibt es andere Highlights, einige, die fast nur von Ranveli aus angefahren werden, deren Fahrtzeit sie zu erreichen kaum länger wäre, als der Trip auf die andere Inselseite.
Und, wichtig zu wissen, es sei kein Umbau zu einem Luxus - Spa geplant, wie er rundum auf den Inseln vollzogen wurde, sicher es werden kleinere Umbauten das vorhandene Spa geringfügig erweitern, jedoch unauffällig und nicht raumgreifend. 


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