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© UWW

by Dr. med. Claudia Haizmann 9.07

Welche Rolle spielen die Ohren beim Tauchen?

Druckausgleich

Das Wichtigste ist der Druckausgleich. Der steigende Umgebungsdruck muss durch das Einpressen von Luft über die „Eustachsche Röhre“ oder durch Schlucken, Gähnen usw. ausgeglichen werden, damit es nicht zur Mittelohrschädigung kommt. Gelingt der Druckausgleich nicht oder nicht vollständig, blutet das Trommelfell ein, es entsteht ein sogenanntes „Barotrauma“. Im ungünstigsten Fall kann das Trommelfell einen Riss bekommen (Trommelfell-Ruptur), was unter Wasser zu Schwindel und Panik führen kann.

Dekompressionserkrankung

Das Ohr kann aber auch von anderen Problemen betroffen sein. Stickstoffblasen können bei einer Dekompressions-Erkrankung (DCS) in jeder Ecke des Körpers entstehen oder dorthin geschwemmt werden.
Gasblasen in der Innenohr-Hörschnecke führen zu Hörverlust. Treten sie im Gleichgewichtsorgan auf, führen sie zu Schwindel. Aber: nicht jedes schlechte Hören nach dem Tauchen ist auf eine Innenohr-DCS zurückzuführen. Auch Schwindel nach dem Tauchen kann verschiedenste Ursachen haben, zum Beispiel zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, Kreislaufprobleme, körperliche Überanstrengung. Trotzdem gilt, dass die Innenohr-DCS wesentlich häufiger ist als früher angenommen.
Man sollte daher bei jedem veränderten Hören nach dem Tauchen (besonders bei gleichzeitig schmerzlosem Trommelfell) an eine Innenohr-DCS denken. Diese wird, wie jede ernste DCS, in der Druckkammer behandelt. Die Gabe von normobarem Sauerstoff bei einer Dekompressionserkrankung sollte jedem Taucher geläufig sein.

Eine andere Schädigung des Innenohres kommt nur selten vor: bei einem mit „Gewalt“ ausgeführten Druckausgleich während des Tauchens kann die Membran des sogenannten runden Fensters einen Riss bekommen. Dieses runde Fenster trennt das flüssigkeitsgefüllte Innenohr vom lufthaltigen Mittelohr. Ein Abtropfen der Flüssigkeit als Folge des Risses kann sich durch einen massiven, schlagartig einsetzenden Hörverlust sowie durch Ohrgeräusche und Schwindel bemerkbar machen. Die „Rundfenster-Membran-Ruptur“  wird operativ behandelt, es gilt zunächst Tauchverbot.

Wann ist ärztlicher Rat sinnvoll?

Den Arztbesuch soll der Taucher erwägen, wenn er nach dem Tauchen:
· ein geändertes Hörempfinden hat
· einen massiven, schlagartig eingesetzten Hörverlust hat sowie Ohrgeräusche und Schwindel empfindet.
Ansprechpartner sind die HNO-Ärzte (es gibt einige, die sich zusätzlich in Tauch- und Überdruckmedizin fortgebildet haben), jeder Tauchmediziner oder das Druckkammerzentrum.

Und nun gilt: rein ins Wasser und GUT LUFT!

Taucherärztin Claudia

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