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Wracks ohne Ende

Das nördliche Rote Meer ist ein Dorado für Wracktaucher. Sie alle in einem Urlaub von 1 bis 2 Wochen betauchen zu wollen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Dass noch nicht alle versunkenen Schiffe in diesem Teil des Meeres gefunden worden sind, gilt als sicher. Wahrscheinlich ist, dass selbst in ägyptischen Gewässern noch einige Dutzend unbekannte Wracks auf ihre Entdeckung warten. Experten schätzen die Zahl der Wracks im gesamten Roten Meer auf annähernd Tausend. Doch das, was man bis heute entdeckt hat, ist erlebenswert und sensationell genug. Auch wenn Sie kein ausgewiesener Wrackfan sind, sollten Sie das mal gesehen haben. Zumal viele der Wracks einen Fischbestand bieten, auf den manches Riff neidisch sein könnte. Anders ist es um den Zustand der meisten Wracks bestellt. Tausende von Tauchern pro Jahr hinterlassen leider ihre gewollten und ungewollten Spuren.
Ein Fallbeispiel ist die Thistlegorm, ein Wrack, das ursprünglich Jaques Yves Cousteau in den 60er Jahren entdeckte, dessen Lage dann aber wieder in Vergessenheit geriet und erst in den 90er - Jahren nach Hinweisen von Fischern, deren Netzte sich hier verfingen, ein zweites Mal gefunden werden konnte. Das mit Kriegsgerät, Autos und Motorrädern bestückte Schiff gilt als das vielleicht faszinierendste Wrack dieser Gattung im nördlichen Roten Meer, jedoch auch mit allen negativen Erscheinungen. Von der Thistlegorm muss eine ungeheurere Faszination ausgehen, die rational nicht erklärbar ist. Vermutlich wird der Mythos von den Tauchbasen auch künstlich am Leben gehalten. Denn es geht um Geld, viel Geld. Bis zu 120 US-Dollar bezahlen die Thistlegorm - Verrückten für einen dubiosen Ausflug in die Vergangenheit.               
Morgens zwischen drei und vier Uhr starten die Tauchschiffe im Sinai, fahren je nach Motorleistung einige Stunden bis zur Thistlegorm, um dann im Pulk mit anderen Tauchern den abgewrackten Rosthaufen zu betauchen. Bei unserem Besuch ging es noch einigermaßen zivilisiert zu, denn wir hatten als Safariboot den Vorteil, schon hier zu sein, als die anderen noch gegen die Wellen ankämpfen mussten. So waren wir die ersten am und im Wrack, das noch immer interessante Artefakte aufzuweisen, seine Unschuld aber im Blasenschwall unzähliger Taucher verloren hat. „Respekt Our Wrecks“, ein PADI-Slogan, der hier so sinnlos erscheint wie eine Bergsteigerausrüstung.
So richtig lebhaft wurde es bei unserer Anwesenheit gegen 9:00 Uhr morgens. Da befanden sich dann schätzungsweise 100 Taucher aller Couleur in den Laderäumen. Die Fische machten sich auf und davon, an fotografieren war schon lange nicht mehr zu denken, die letzten Weichkorallen verbogen sich ob der Kraft hochperlender Luftblasen. Ein ganz normaler Morgen an der Thistlegorm. Der Besucherrekord soll nach Angaben verlässlicher Zeitgenossen bei gleichzeitig 40 Tauchbooten mit ca. 800 Tauchern liegen. Wahnsinn oder Ameisenmentalität? Das zweifelhafte Vergnügen eines solchen Wrackausflugs gipfelt noch in der Tatsache, dass manche Gruppen für ihr Geld das Wrack wegen schlechter Sicht und Strömung nur schemenhaft  gesehen haben. Kein Film kann diese Irrationalität skurriler darstellen als die Wirklichkeit.
Wie angenehm, sorglos, stressfrei und zeitlich perfekt geplant taucht es sich da vom Safariboot aus. Und zu guter Letzt auch noch billiger.
Der zeitliche Ablauf ist an vielbesuchten Wracks das wesentlichste Merkmal entspannter und erlebnisreicher UW - Fotografie oder schlicht und einfach der Garant für das unbeschwerte Tauchvergnügen. Deshalb kann man Tauchern, die gerne Wracks im nördlichen Roten Meer besuchen wollen, nur empfehlen, diese Tauchgänge ausschließlich von einem Safariboot aus zu machen. Die Planung kann auf schwimmenden Tauchbasen viel leichter den örtlichen und wetterbedingten Gegebenheiten angepasst werden. Denn eine Limitierung der Anzahl der Tauchschiffe bzw. der Taucher an den Wracks scheint Utopie zu sein und steht wohl kaum zur Debatte. Also muss man sich arrangieren, kalkulieren und Vorteile herausarbeiten. Perfekter als es auf der „Emperor Frazer“ abläuft, scheint schwer möglich zu sein.


Infos zur „Emperor Frazer“

Start

Heimathafen ist Hurghada. Gleich nach der Landung geht es mit einem Geländewagen zur Schiff, so dass keine Zeit verloren geht. Dort werden ruck-zuck die Kabinen verteilt und das Equipment gerichtet.

Wohnen

Die „Empereor Frazer“ wurde erst Anfang 2003 in Dienst gestellt, entsprechend neu und modern gibt sich das Interieur. Acht Doppelkabinen plus eine wohnzimmergroße Honeymoon-Suite bieten reichlich Platz für 18 Taucher, wobei die Idealbesetzung bei etwa 12-14 Teilnehmern liegt, wenn UW - Fotografen und Filmer an Bord sind.
Alle Kabinen sind mit Toilette und Dusche ausgestattet. Eine abschaltbare Klimaanlage ist obligat. Für Tauchrucksäcke und Geraffel, das man nicht in der Kabine haben möchte, steht ein Abstellraum zur Verfügung.

Essen

Es ist dem hohen Standard angemessen und abwechslungsreich. Der Koch soll im Hilton gearbeitet haben. Auf Safarischiffen kommt dem Essen immer ein besonderer Status zu. Falls der Tauchgang mal nicht wunschgemäss verläuft, muss wenigstens die Verpflegung für Aufheiterung sorgen. Und das tut sie hier.
Suppe, Salat, Hauptgericht und Dessert lassen wenig Wünsche offen. Das üppige Frühstück mit Müsli und Pfannkuchen stellt schon morgens alles ins Lot. Für Vegetarier wird extra gekocht. Und zwar so, dass man Lust zum Konvertieren bekommt.
Zum Abschluss jeder Tauchtour wird ein üppiges Büffet mit  Safaritorte kredenzt.

Image

Neue Safariboote mit hohem Standard werden gern als Luxusschiffe bezeichnet. Doch sollte man diesen Begriff nur sparsam verwenden, weil er relativ zu betrachten ist. Wer Anfang der 80er Jahre auf brüchigen und rattenverseuchten Holzbooten zu den Brothers fuhr, wird die „Emperor Frazer“ als schwimmendes Hotel bezeichnen.
Auf der „Emperor Frazer“ findet man keine Sozialhilfeempfänger und keine Millionäre, aber eine gut situierte und tolerante Mittelschicht mit umgänglichen Manieren und Spaß am Tauchen. Wichtig auch: Man kann sich eine oder zwei Wochen Urlaub auch noch ohne Bankraub leisten.

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