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C; Herbert Frei / UWW

by Herbert Frei 9.02 (Seite 3)

C: Herbert Frei

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Foto-Tipps

Vor Samoa wird viel gefischt, geangelt und von den Einheimischen auch die UW - Jagd zum Zwecke des Nahrungserwerbes betrieben. Das muss man als gegeben ansehen und sollte nicht den großen Umweltzampano spielen. Nachteilig ist natürlich, dass man an größere Fische nur noch sehr schwer herankommt. UW - Fotografen sollten sich für einen Samoa - Aufenthalt unbedingt mit einem 100 mm Makroobjektiv oder einem Telezoom mit Makroeinstellung ausrüsten. Aber auch das Superweitwinkel und ein eventuell vorhandenes Fisheye nicht vergessen. Die UW - Landschaften sind stellenweise sehr ansprechend.
Das Wrack der Juno ist eine Herausforderung wert. Der je nach Lokalität und Jahreszeit etwas eingeschränkten Sicht, kommt man mit ausgeklügelter Blitzführung bei. Setzen Sie den oder die Blitzgeräte weit nach hinten, damit die Reflexion der Schwebeteilchen etwas gemildert wird. Zoomen sollten Sie nur im Bereich bis maximal 50 - 60 cm. Die Bilder werden sonst zu milchig und zu flau. Die Kontrastarmut ist bei schlechter Sicht und wenig Sonne das Hauptproblem. UW - Landschaften können und sollen Sie auch mal ohne Blitzlicht gestalten. Die Stimmung, die man damit an den Hartkorallenfeldern erzielt, ist mitunter besser als diejenige, die mit viel lichttechnischem Aufwand betrieben worden ist.

Süßwasser auf Samoa

Wer denkt an so was? Und vor allem wer vermutet an diesem Ort der Welt trinkwasserklare Seen, Gumpen und Tümpel mit Sichtweiten wie in einem hochgelegenen Alpensee? Süßwasser ist die große Überraschung und der Hammer einer Samoareise. Die Insel Savaii beherbergt einige limnologische Raritäten, die es in sich haben. Dreißig Meter Sicht, kühles Nass (20°C bis 22°C) und unbekannte Fische. Nicht alle Gewässer sind allerdings so leicht zu erreichen wie der Turtle - Pool, ein Lavabecken mit Meeresschildkröten, farbigen Grundfischen, riesigen Taschenkrebsen, tropischen Barschen und mächtigen Grundeln. Einige der Fische haben Ähnlichkeit mit Meeresbewohnern. Ob sie sich assimiliert haben? Niemand weiß es. Der Turtle - Pool ist bequem mit dem Auto zu erreichen und maximal zwei Meter tief. Man kann fast alle Fotos auch schnorchelnd machen, sollte aber für längere Streifzüge einen Tauchanzug überziehen. Nach 20 min wird einem sonst kalt.
Zur Sache geht es, wenn man den Urwaldsee „Afu Aau“ besuchen will. Gespeist wird er von einem Wasserfall, der aber in der heißen Jahreszeit bisweilen versiegt. Bis an den Kraterrand kann man mit dem Auto fahren, dann heißt es bei 35°C bis 40°C im Schatten die Ausrüstung tragen. Über eine wackelige und grobschlächtige Urwaldleiter steigt man mit Tauchgerät und Kamera in den Kessel hinab. Nur wahre Freaks sollten diese Tortour auf sich nehmen, denn man muss gegebenenfalls mehrmals den Weg hinuntersteigen und wieder hinaufklettern. Das alles ist in höchstem Masse auch noch knöchelbruchgefährdet. Wie man uns bestätigte, waren wir nachweislich die ersten Menschen, die mit PTG in dieses Loch eingestiegen sind. 
Lässt man sich schließlich in das wohltuend kühle Wasser gleiten, meint man in einem Märchensee zu tauchen. Blaues Wasser, Neonfische, pazifische Aale, Süßwassergarnelen so groß wie Männerhände, Grundeln und unbekannte Kleintiere. Die Sonne steht gegen Mittag exakt über dem Wasserfall und wirft ein dickes Lichtbündel in das tiefblaue Nass. Taucheraufnahmen, Nah und  Makro, Panorama und Halb-Halb... hier kann man gestalten und sich kreativ austoben. Grundberührung ist nicht schlimm, denn der aufgewirbelte Schlamm und die versunkenen Blätter werden über einen Ausfluss weggespült. Im darunter liegenden Gumpen kann man quer hindurchsehen und einen versunkenen Baum als Staffage nutzen.
Im „Afu Aau“ ist sowohl schnorcheln als auch tauchen möglich und sinnvoll. Mit dem Pressluftgerät erschließt man sich insbesondere die tieferen Stellen von 7-8 m an den Felswänden, in deren Spalten sich Aale und Garnelen verstecken. Und man hat die bessere Ausgangsposition für Taucheraufnahmen, selbst wenn der Partner nur schnorchelt. Wer fotografisch alles abdecken will, braucht ein Makrobjetiv, Superweitwinkel und eventuell auch ein Fisheye. Dann wird zwar das Abenteuer zur Plage, doch die Nachwehen in Form der fotografischen Erinnerungen sind immer so wunderschön.

Samoa-Infos

Samoa

Polynesischer Inselstaat, bestehend aus 8 unbedeutenden Kleininseln (hervorragende Tauchgebiete) und zwei Hauptinseln (Upolu und Savaii). Die Hauptstadt Apia (35 000 Einwohner) mit Flughafen liegt auf der Insel Upolu. Samoa erstreckt sich zwischen dem 171 und 172 Längengrad und zwischen dem 13 und 14 Breitengrad südlich des Äquators mitten im Pazifik. Bis zur neuseeländischen Hauptstadt Auckland sind es 2890 km, bis zur australischen Stadt Sidney 4400 km und bis nach Los Angeles beträgt die Entfernung 8400 km. Flächenmäßig ist Samoa ein Kleinstaat mit nur 2934 Quadratkilometer Land. Die Insel Savaii ist das größte Eiland, hier liegt auch die deutsche Tauchbasis.

Fußball und Rugby sind Nationalsport. Insbesondere im Rugby hat es die kleine Nation zu beachtlichem Erfolg gebracht. Die kräftigen und massigen Samoaner fighten unter anderem auch in die Proficlubs von Australien, Neuseeland und den USA. Berühmtester Sportler ist der Schwergewichtsboxer David Tua, der auch schon um die WM-Krone kämpfen durfte und in den Ranglisten unter den zehn Besten geführt wird.
Samoas Untergrund besteht aus Vulkangestein. Die Krater sind alle erloschen. Wie lange allerdings, weiß niemand zu sagen.

Soziales

Die gesellschaftlichen Strukturen unterscheiden sich erheblich von denen in  Europa. Wildes Land gibt es auf Samoa nicht mehr. Was nicht in Staatsbesitz ist, gehört einem Samoaner bzw. dessen Familie. Freies Baden an offenen Stränden ist deshalb oft nur möglich gegen Zahlung einer kleinen Gebühr. Betreten von fremdem Besitz kostet ebenfalls, ebenso das Befahren von kleine und privaten Wegen. Nicht viel, aber etwas. Auch junge Samoaner können deshalb kaum Land erwerben und bauen. Mit ein Grund, dass zwei Drittel der Staatsbürger im Ausland leben. Von den Unterstützungen dieser Gastarbeiter lebt ein großer Teil der samoanischen Einwohner. Samoaner sind sehr konservativ, die familiären Bande deshalb sehr eng. Was die Familie beschließt, wird normalerweise von allen befolgt. Ohne die Familie ist ein Samoaner nur ein halber Mensch. Als schlimmste Strafe gilt bis heute die Verbannung aus der Familie. Doch auch Samoa kann sich der Globalisierung und dem daraus resultierenden modernen Leben nicht völlig entziehen. Das samoanische Lebensgefühl, Fa`a Samoa genannt, kollidiert zusehends mit dem American Way Of Life. Viele Junge Menschen kommen deshalb mit Tradition und Moderne nicht zurande. Die Selbstmordrate unter den jungen Samoanern ist unglaublich hoch und gilt als die höchste der Welt.   
Wohlhabende Samoaner wohnen mittlerweile auch in Steinhäusern. Gebräuchlich ist aber immer noch die Fale, eine nach allen Seiten offene Hütte aus Palmenblättern. In besseren Fales gibt es auch Toiletten, Dusche und manchmal sogar eine Klimaanlage. Dann muss die Fale natürlich geschlossen sein und ist dann eigentlich keine mehr. Was fehlt sind Kleiderschränke, Kommoden, Stühle und Tische. Geschlafen und gegessen wird auf dem Boden. Kleider hängen wegen der hohen Luftfeuchtigkeit frei über Stangen. In vielen Fales schläft man unter einem Moskitonetz... für Europäer die einzige Möglichkeit ohne Moskitostiche nachts über die Runden zu kommen.
Sonntag ist Ruhetag, und zwar absolut. Es herrscht Tauchverbot, man kann nichts einkaufen, nicht essen gehen... nur die Kirchen sind von morgens bis abends offen. Die Samoaner sind durchweg gläubig und besuchen unisono die heiligen Messen im besten Sonntagsstaat. Echte .

Kriminalität ist in Samoa unbekannt. Dass auch mal ein Huhn oder einige Dollars gestohlen wird, kommt vor, ist aber sehr selten. Touristen haben absolut nichts zu befürchten. In den offenen Fales des Tauchercamps kann man Kameras, Objektive und Walkman offen liegen lassen. Geld sollte man wegschließen bzw. in einer Tauchertasche aufbewahren, um niemanden in Versuchung zu bringen

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