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Seemann Sub: Titanmesser zur Befestigung am Finimeterschlauch

Zur klassischen Tauchausrüstung gehören eigentlich auch Messer, die in der Anfangszeit martialische Größen aufwiesen und eher zur Abwehr von bösartigem Getier dienen sollten, denn als nützliches Werkzeug. Die Zeiten haben sich gewandelt und immer seltener sieht man ein Messer am Unterschenkel der Taucher, zwischen dessen Riemen zumeist der Schnorchel während des Gerätetauchgangs verstaut wurde bis PADI ihn ans Maskenband verbannte. Aber ganz ohne Werkzeug sollte man aber nie abtauchen.

Tauchermesser als Zeichen schwerer Bewaffnung haben ausgedient und findet man nur noch im Equipment altgedienter Neoprenjünger. Nachgefragt werden nur wenige Taucher von Geschehnissen berichten können, bei denen der Einsatz eines Messers aus kritischen Situationen rettend war. Ähnlich wie die Schwimmwesten im Flugzeug, kaum ein Passagier hat sie je anlegen müssen und doch haben sie eine wichtige Funktion im gesamten Sicherheitssystem.
Wann kann ein Messer, das aktuell mehr zum kleinen Universalwerkzeug mutierte, wichtig sein und wo wird es am besten getragen?
Eine klassische Situation um sich mit Hilfe eines Messer aus prekärer Situation zu befreien ist das Verfangen in einem Fischernetz. Glauben Sie nicht, dass das eher eine unwahrscheinliche Möglichkeit wäre. Taucher, die sich unversehens vor einem Netz finden, werden bestätigen, dass die häufig verwendeten Netze aus fast transparentem, dünnen Kunststoff auch bei guter Sicht erst aus kürzester Distanz wahrgenommen werden und so auch Gerätetauchern gefährlich werden können. Nicht allein fest ausgebrachte Netze, die an Schwimmkörpern hängen, zählen zu den Gefahrenquellen, oft haben sich Treibnetze losgerissen und ziehen unkontrolliert auf ihrer auch für Meeressäuger tödlichen Bahn durchs Freiwasser und entlang von Riffen. Hat man das Pech sich in einem Netz zu verfangen, hilft nur ein Partner und ein Messer, das es erlaubt mit wenig Aufwand die Fesseln zu durchtrennen. Die Selbsthilfe funktioniert in der Regel nur dann, wenn man das Messer ohne großen Aufwand direkt und auf kurzem Weg erreicht. Die Befestigung am Unterschenkel kann da schon ein Stück zu weit entfernt sein. Besser ist die Montage eines Messers am Jacket oder am Inflatorschlauch. Der kurze Weg es hier zu greifen sollte auch bei einer massiven Verstrickung kein unlösbares Problem darstellen. Wichtig ist auf alle Fälle, dass das Messer mit einer Hand aus seiner Halterung gezogen werden kann und das auch mit Handschuhen machbar ist. Das bedeutet, dass die meisten Messer mit zwei Befestigungspunkten an der Ausrüstung angebracht werden muss, damit der „Einhandbetrieb“ wirklich möglich ist.        
Leinen jeder Art können auch dann zur Gefahr werden, wenn ihr ursprünglicher Verwendungszweck eigentlich der Tauchsicherheit diente. Es ist unter Umständen immer einmal möglich sich in einer Strömungsleine zu verheddern, die den Tauchern bei der Rückkehr zum Boot behilflich sein soll. Aber auch eine Buddyleine, eine Signalleine kann zur Falle werden. Wer hier ohne Möglichkeit der Selbsthilfe im Wasser ist, hat mit einem hausgemachten Problem zu kämpfen.
Wer gerne einen Blick in Wracks wirft und nicht nur an gut dafür geeigneten Schiffsgräbern seine Neugier befriedigt, der handelt sogar grob leichtsinnig, wenn ohne Werkzeug in das Innere vorgedrungen wird. Reste von Netzen, Takelagen, Leinen und Drahtgewirr können zur Falle werden, der man ohne Messer nur schwer entkommen kann.
Und was tun, wenn man eine Meeresschildkröte, einen Delfin hilflos in einem Netz verfangen findet? Dann ist Rettung nur mit Hilfe von Werkzeugen möglich, aber nicht im Alleingang, da sollte die Tauchgruppe zusammen zur Tat schreiten.
Und haben Sie nicht schon einmal erlebt, dass sich die Ankerleine um die Schraube des Tauchboots gewickelt hat und so der Einsatz des Motors unmöglich gemacht wurde? Auch hier hilft nur das klassische Tauchermesser weiter diese ungemütliche Lage positiv zu meistern.
Die aufgezählten Beispiele sind nur eine Auswahl von Möglichkeiten, bei denen Werkzeuge in Form eines Tauchermessers sinnvoll und rettend eingesetzt werden. Keinesfalls sollte man sie zum Zertrümmern von Seeigeln oder dem gewaltsamen Öffnen von Muscheln verwenden, um so Fische anzulocken, was den Tauchern etwas buntes Leben vor die Maske lockt.

Funktionen

Um als modernes Taucherwerkzeug gelten zu können, sollte ein Messer mit mehreren Funktionen ausgestattet sein. Eine klassische scharfe Schneide, einen Netzlöser, und eine Sägezahnung sollte die Klinge aufweisen. Je nach Größe kann noch eine Schraubendreherklinge oder eine Werkzeugspitze eingearbeitet sein. Wichtig ist der Schutz der Finger, der durch das Layout der Klinge gewährleistet sein muss, was das Abrutschen der Hand und den direkten Kontakt mit scharfen oder spitzen Werkzeugteilen wirkungsvoll verhindert.
Die Sicherung des Messers in der Halterung muss mit einer Hand zu lösen sein, setzt man das Werkzeug auch im Kaltwasser ein, so ist diese Bedingung beim Tragen von Handschuhen ebenfalls vorausgesetzt.
Zur Befestigung des Messers hat sich als vorteilhaft erwiesen sowohl die Montage mit 2 Haltepunkten direkt am Jacket oder Inflatorschlauch durchführen zu können bzw. die klassische Anbringung mit zwei Gummiriemen am Unterschenkel. Die Ausnahme hier bilden die kleinen Spezialmesser, die gezielt zur Anbringung am Inflator angeboten werden.    
Ein Tipp zur Befestigung direkt am Jacket. Manche Jackets bieten bereits Ösen für einen bestimmten Messertyp an, wie das Blac Jac von Seemann. Hier kann man sein Jacketmesser sofort mit ein paar Handgriffen montieren. Ist das von Ihnen benutzte Jacket noch nicht dafür vorbereitet, so lassen Sie sich am besten im Tauchshop die Befestigungspunkte setzen, die mit rostfreien Ösen verstärkt sein müssen.

Preisklassen

Funktionsvielfalt, Größe und Material sind entscheidend für die Preisgestaltung von Tauchermessern. Die teuersten Messer sind aus Titan gefertigt und garantieren absolute Rostfreiheit während der gesamten Lebensdauer. Allerdings kostet so ein Prestigewerkzeug auch entsprechend und passt so sehr gut zur Rolex Seamaster. Ab etwa € 200,- kann man sich zum Titanmesserbesitzer machen.
Die mittlere Preisklasse bewegt sich um etwa € 60,-, dafür kann man eine gute Multifunktionsklinge erwarten, die ausreichend hart ist und die auch nach einigen Jahren Einsatz im Salzwasser noch nicht verrostet ist. Kleine aber feine Jacketmesser gibt es ab etwa € 35,-.

Pflege

Nach jedem Tauchgang muss das Messer aus der Halterung genommen und in Süßwasser gespült werden. Die gelegentliche Behandlung der Klinge mit Silikon beugt Rostschäden vor. Völlig rostfreie Stahlklingen gibt es leider nicht, wer nie ein Fleckchen Rost am Messer entdecken will, der muss zum teuren Titan greifen.

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