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Gehäuse DX-8000G

Das Design des halbtransparenten Kunststoffgehäuses aus Polycarbonat macht einen sympathischen Eindruck. Gelb kontrastierte Blenden schützen das DX-8000G an den seitlichen Kanten und geben an der linken Seite der Hand des Users zusätzlich Halt. Nicht weniger als 16 Durchführungen erlauben die Bedienung sämtlicher Kamerafunktionen und dazu auch noch das Ein- und Ausschieben eines Diffusors, der die Blitzintensität etwas mildert – für Nahaufnahmen – und generell um die frontal angestrahlten Partikel im Wasser weniger bildwirksam anzustrahlen.
Die Drucktasten sind mit Symbolen versehen, die ihre Funktion in Erinnerung rufen.
Die Motivbetrachtung erfolgt ausschließlich über den Monitor. Die Sicht auf das Mode – Rad wird durch einen voll transparenten Ausschnitt in der Gehäuseoberseite gewährleistet. Auch der Blitz und der AF – Sensor haben nach vorne klare Sicht. An der Gehäuseoberseite sind noch zwei Anschlussbuchsen für fiberoptische Kabel eingestzt, das heißt, man könnte hier zwei Blitzgeräte anschließen, die auf optischem Weg den Zündimpuls von der 8000G erhalten. Zur Befestigung einer Zubehörschiene ist ein Stativgewinde im Boden des Gehäuses eingesetzt.

Praxis

Das Material der breiten Sicherungsschlaufe ist etwas starr. Das behindert den stabilen Stand der Einheit auf einer planen Fläche, da die Handschlaufe an ihrer Befestigungsöse, die im Winkel von 45° am rechten unteren Eck der Gehäuserückseite platziert ist, die Einheit einige Millimeter anhebt.
In der Anleitung wird außerdem ausdrücklich darauf hingewiesen darauf zu achten, dass die Handschlaufe beim Schließen des Gehäuserückdeckels nicht eingeklemmt wird, was natürlich fatale Folgen hätte. Im Grunde empfiehlt man sogar die Schlaufe jeweils erst nach dem Gehäuseverschluss wieder anzubringen, was wir aber nicht unbedingt als praktikabel ansehen. Also muss man sich zur Aufgabe machen, dies stets im Auge zu behalten und erst dann die Kamera für sich zum Tauchgang frei zu geben, wenn man sicher ist, dass nichts eingeklemmt ist.
Da unseren Erfahrungen nach sich die Kamera während der Aufnahmebereitschaft spürbar erwärmt, können die Temperaturunterschiede zwischen dem Gehäuseinneren und dem umgebenden Wasser auch in wärmeren Zonen den kritischen Punkt überschreiten, dass die Luftfeuchtigkeit sich als Kondensat niederschlägt. So ist es eigentlich immer empfehlenswert, die mitgelieferten und als Zubehör nachzuordernden Silikagelbeutelchen ins Gehäuse einzulegen.  
Für das Öffnen und Verschließen des Gehäuse braucht man beide Hände um mit dem Zeigefinger der linken die gefederte Verschlusssperre zurückzuziehen und mit Daumen und Zeigefinger der rechten den Kunststoffhaken zu führen. Damen könnten hier, auch unter Berufung auf die gepflegten Fingernägel, nach Hilfe beim männlichen Geschlecht suchen.
Auf jeden Fall sollte man den Seitenlichtschutz – Tubus für den Monitoreinblick aufstecken und mit einem Bändchen sichern. Das Teil könnte leicht verloren gehen und dann ist die Bildbeurteilung doch etwas erschwert, vor allem die sehbrillenpflichtigen Symbole, die die Kameraeinstellungen sichtbar machen sollen, fielen dann dem Zuviel an Helligkeit zum Opfer.
Tauchgänge mit dicken Handschuhen oder hübsch gestylte lange Fingernägel sind nicht wirklich die ideale Voraussetzung für das umfassende Arbeiten mit dem DX-8000G – System, dafür sind die Drucktasten zu klein, bzw. liegen sie zum Teil zu eng nebeneinander. Die für die Aufnahmen wichtigsten Parameter lassen sich aber bedienen, dazu gehören natürlich der Hauptschalter, der Zoom, der Auslöser, die Blitzzuschaltung, die Nahbereichs - Focussierung, der Mode sowie der Up/Down – Regler.  

Aufnahmepraxis

Der erste Einsatz sollte im mit 14° C frisch temperierten Bergsee erfolgen. Die Stromversorgung wurde zwei Alkaline AA-Hochleistungsbatterien übertragen. Der erste Krebs reckt seine Scheren drohend gegen die nahe Optik und im Moment der Auslösung zum ersten Bild erscheint der lapidare Schriftzug „Batterie wechseln“ auf dem Monitor. Nun, man kann ja versehentlich ein altes Paar Batterien eingelegt haben und verschiebt die Klärung des Phänomens auf später. Allerdings zeigen die Zellen dann am Messgerät keine Schwächen, so dass eine Woche später im Roten Meer, diesmal bei 29° C Wassertemperatur wieder – frische Alkaline Batterien eingelegt werden. Nicht überzeugend, aber es konnten nun immerhin 35 Belichtungen, teils mit zugeschaltetem Blitz, gemacht werden. Also ist klar, dass die Stromversorgung der 8000 G am besten mit dem optional erhältlichen Akkupack oder mit Hochleistungs- NiMH – Zellen, wie etwa den hama Digital  2500 mAh Akkus, die wir ab jetzt für die 8000 G exklusiv einsetzen, erfolgen muss.  Das wirkt und wir können nun mit einer Akkuladung zwei Tauchgänge mit je rund 85 Belichtungen absolvieren.
Natürlich wird nicht der klein bemessene interne Speicher der Kamera benutzt sonder eine 256 MB SD-Speicherkarte. Diese reicht für gut 85 bestaufgelöste Bilder im JPG-Format. Das bedeutet natürlich, dass man einen externen Speicherplatz mit auf die Reise nehmen sollte – ein Laptop oder mobile Zwischenspeicher, die mittlerweile auch für die MP3 Wiedergabe vorbereitet sind. Natürlich könnte man sich auch mit einem größeren Vorrat an Speicherkarten behelfen, dann aber am besten mit einem Fassungsvermögen von 1 GB. Wer aufs Laptop verzichtet kann mit dem mitgelieferten Verbindungskabel das TV-Gerät im Hotelzimmer als Kontrollmonitor benutzen, unscharfe oder falsch belichtete Aufnahmen löschen und somit Speicherplatz freigeben. Die Endkontrolle am Kameramonitor ist nicht anzuraten, dafür ist die Bildfläche zu klein.
Die Betriebsanleitung verspricht eine besonders rasche Aufnahmebereitschaft nach dem Einschalten der 8000 G. Dem kann man nur beipflichten – wenn der Blitz nicht aktiviert ist. Da jedoch eine Vielzahl von UW-Motiven die zusätzliche Lichtquelle der Kamera benötigt, dauert es doch ein paar Augenblicke länger, bis man sich dem Motiv widmen kann. Hat der Autofocus sein Ziel erkannt ist die Auslöseverzögerung kaum der Rede wert. Wir lassen den Blitz im UW-Einsatz grundsätzlich aktiviert und stellen ihn manuell nur bei Motiven ab, die weiter als 120 cm entfernt sind, denn dann hat das kleine Blitzlicht kaum mehr Wirkung.
Die Vielzahl der Motive findet man mit der 8000 G eher im Nahbereich und es macht auch Spaß sich diesen zu widmen. Mit dem Druck auf die Taste mit dem Blumensymbol stellt der Autofocus ab 60 cm bis an die Frontlinse scharf. Da der interne Blitz nicht unmittelbar am Objektiv platziert ist, kann man mit der 8 Millionen Pixel Sea & Sea bis 20 cm ans Motiv heranrücken, ohne Abschattungen bei der Blitzausleuchtung festzustellen. Das gefällt. Aber man muss bei fortgesetzten Nahaufnahmen mitdenken, denn hat sich die Kamera in einer etwas längeren Fotopause abgeschaltet, dann muss man nach deren erneuter Aktivierung den Nahbereichsmodus wieder manuell zuschalten, denn die Abschaltung der Kamera löscht stets diese Einstellung. Leider ist die Vielzahl der Symbole im Kameramonitor verstärkt lesebrillenpflichtig, da kann man leicht übersehen, dass das Blumensymbol nicht angezeigt ist. Mangelnde Bildschärfe kann man nur in krassen Fällen erkennen.
Die Testaufnahmen im Roten Meer wurden mit einer fix eingestellten Empfindlichkeit von 100 ISO / ASA gemacht, die Belichtungssteuerung übernahm die Programmautomatik. Nach Auswertung des ersten Tauchgangs wurde die Belichtung dann für die weiteren Testtauchgänge um – 1/3 Blende korrigiert und mit diesen Einstellungen erzielten wir durchweg sehr zufriedenstellende Ergebnisse, die später auch eine Vergrößerung bis 40x60 cm auf Papier zulassen.
Denken wir an die Zielgruppe für die Sea & Sea 8000 G, dann fallen uns nicht nur ganz normale Sporttaucher ein, die ihre Erlebnisse bildlich festhalten wollen ohne viel fotografisches Hintergrundwissen haben zu müssen. Auch ambitionierte Fotografen, die Motive im Nahbereich lieben und sich schon manches mal darüber ärgerten, dass sie mit ihren großvolumigen SLR – Kameragehäusen nicht in schmale Spalten vordringen konnten, um die häufig dort angesiedelten Motive ablichten zu können, sollten sich diese Kamera näher ansehen und als Zweitgerät für besondere Fälle in die Jackettasche stecken.
Die Nachbearbeitung ausgewählter Testbilder am PC brachte bei der Kontrastkorrektur einen kleinen Mangel des Kameraobjektivs zu Tage: Lichtabfall in den Bildecken. So lange man die Bilddaten nicht mit einer Grafiksoftware überarbeitet, fällt nicht auf, dass in den Bildecken die den Chip erreichende Helligkeit abnimmt. Das hat zwei Gründe. Einmal haben kompakte Digitalkameras in der Regel nur einen beschränkten Blendenbereich: Offene Blende der kurzen Brennweite, offene Blende der langen Brennweite und kleinste Blende (meist um Blende 8). Bei vielen UW-Motiven wählt die Kamera die größte Blendenöffnung um genügend Licht für eine ausreichend kurze – verwacklungsfreie – Belichtung einfangen zu können. Zum anderen werden durch den Planport vor dem Kameraobjektiv die Randstrahlen besonders stark gebrochen, was zusätzlichen Lichtverlust bedeutet.
Möchte man bei seinen Lieblingsmotiven den Lichtabfall in den Bildecken verschwinden lassen, dann schneidet man am PC einfach das Bild aus und kopiert dies in eine neuen Datei. Hat man mit der besten JPG-Auflösung fotografiert, ist das kein Qualitätsmindernder Vorgang, da dieses Format genügend Reserven hat und die Abschattungen nicht sehr groß sind.
Nach den eigenen Erfahrungen wurde die Kamera drei weiteren Testtaucherinnen und Tauchern überlassen, die keine besondere eigene UW-Fotoerfahrung mitbrachten. Die Sea & Sea 8000 G erklärt sich schnell und mit unseren Voreinstellungen bezüglich Blitz, Empfindlichkeit und Belichtungskorrektur brachten alle drei Tester auf Anhieb zum Teil sehr schöne Ergebnisse mit. Einhelliges Urteil: Diese Kamera würde man sich auch kaufen.

Dem Ausbau des Systems steht, wie immer bei Sea & Sea, nichts im Wege. Das schon von den analogen Kameras bekannte Zubehör ist auch an der 8000 G verwendbar, so auch der Weitwinkelvorsatz, der einer Fotobrennweite von 16 mm entspricht. Natürlich gibt es Blitzgeräte mit Armen und Befestigungsschienen, deren Auslösung optisch über ein Glasfaserkabel angesteuert wird. So wächst das System mit den Ansprüchen und erschließt dann nicht nur den Nahbereich sondern auch größere Motive. Mit den 8 Millionen Pixel ist die Auflösung auch für die kommenden Jahre noch richtungsweisend und somit kann man sich getrost damit ausrüsten ohne flaues Gefühl, dass die Weiterentwicklung schon bald ein noch besseres Modell zum günstigen Preis bescheren könnte.

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