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C: UWW / Herbert Frei

by Herbert Frei 6.02

C: UWW / Herbert Frei

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Fakten

Objektiv: Sea & Sea Fisheye
Brennweite: 12 mm
Bauweise: 9 Linsen in 6 Gruppen
Blendenskala: 3,5 bis 22
Lichtstärke: 1 : 3,5
Kürzeste Einstellentfernung: 0,3 m
Bildwinkel unter Wasser: 1670
Gewicht: 570 g
Länge: 91 mm
Durchmesser: 108 mm
Filtergewinde: fehlt
Wasserdicht: bis 50 m
Preis: € 1432

Sucher

Bauweise: 4 Linsen in 2 Gruppen
Austrittswinkel: 150°
Gewicht: 420 g
Preis: € 479

Info www.aqualung.de 

Zyklopenauge: 12 mm Fisheye f/3.5 von Sea & Sea

Die Produktion der Nikonos V ist eingestellt, nicht aber ihre Vorteile. Wer weiterhin mit diesem System fotografieren will und es noch ausbauen möchte, sollte sich beeilen. Denn bald wird es keine Accessoires mehr geben. Fremdobjektive wie das Sea & Sea Fisheye werden möglicherweise bald vom Markt verschwinden. Die Nachteile der Nikonos V sind hinreichend bekannt. Man muß die Entfernung schätzen und kann das Bild nicht durch das Objektiv kontrollieren. Unter solchen Bedingungen haben Superweitwinkel und Fisheyes in diesem System Hochkonjunktur. UnterWasserWelt stellt hierzu ein einzigartiges Objektiv vor.

Weshalb Nikon den Markt der wasserdichten Fisheye Objektive für die Nikonos Sucherkamera dem Zubehörhersteller Sea & Sea überließ, kann nicht rational erklärt werden. Sind Nikonos  Fotografen doch als weitwinkelsüchtig einzustufen und ausnahmslos qualitätsbewusst. Dafür wird ab und an auch tüchtig zugelangt. Geld spielt in dieser Liga eher den Part zweitrangiger Überlegungen. Denn auch Sea & Sea hat sein Fisheye nicht unbedingt für Leute mit AL  Stütze vorgesehen. Noch immer ist das 12  mmFisheye das einzige Echte für diese Art der UW  Fotografie. Und es wird auch das Letzte bleiben. Es ist ausschließlich für den Einsatz unter Wasser vorgesehen, Landaufnahmen kann man damit nicht machen. Zum Nikonos  Fisheye greifen bevorzugt Fotografen, die sich dem Suchersystem der Nikonos V verschrieben haben. Klein, handlich, flugfreundlich und optisch perfekt soll die Kameraausrüstung sein, dabei vielseitig und pflegeleicht. So merken Nikonos Freaks alsbald, dass man mit dem 15 – mm – UW Nikkor bildwinkelseitig in vielen Situationen an Grenzen stößt, die man gerne mal überschreiten möchte. Gegen den 167° Bildwinkel des 12  mm Sea & Sea Fisheyes machen sich die 94° des 15ers fast etwas mickrig. Den Fremdling und das Original trennen gewaltige 73°, im Grunde eine andere Weit in der UW Fotografie. Den optischen Erfolg des 12er Fisheyes kann man sich auch damit erklären, dass es bis heute die einzige Möglichkeit ist, ohne Objektivgehäuse in Bildwinkelregionen vorzudringen, die einem Weitwinkelfan wie Offenbarungen vorkommen müssen. Wer einmal damit gearbeitet hat, möchte es nicht mehr missen. Umso seltsamer erscheint dann aber die Tatsache, dass viele Nikon Fotografen dieses Objektiv so gut wie nicht kennen, weil kaum dafür geworben wurde.

High - Quality

Das 12er ist ein Glasriese, 9 cm lang, fast 11 cm dick und über ein halbes Kilogramm schwer. Da schleppt man, was man hat. Wasserdicht ist es wie alle Sea & Sea Produkte bis 50 m Wassertiefe. Die Naheinstellgrenze liegt bei 30 cm, phänomenal sind die Schärfentiefen, berauschend der 167° Bildwinkel, aufwendig die Konstruktionsweise mit 9 Linsen in 6 Gruppen, qualitativ hochwertig das optische Glas mit seiner Vergütung und der soliden Metallfassung. Gespart hat Sea & Sea an der Lichtstärke (1:3,5) und einer Schärfentiefeanzeige. Ein kleiner Sticker zeigt die wichtigsten Kombinationen von Blende und Entfernung mit den dazugehörigen Schärfenräumen vor der Bildebene an. Und die sind in der Tat beeindruckend. Schon bei Blende 5,6 und Entfernungseinstellung 1 m dehnt sich die Schärfentiefe von 0,5 m bis unendlich. In Schnappschussposition (Blende 8 und 0,6 m) reicht die Schärfe gar von 0,3 m bis unendlich. Maximalen Schärfekomfort erhält man bei Blende 22 und kürzester Entfernungseinstellung (30 cm) mit einer Schärfendehnung von 13 cm bis unendlich. Unter solchen Voraussetzungen sind Aufnahmen möglich, an die man vorher nie gedacht hätte. Kleine Zackenbarsche mutieren zu Monstern, Korallenstöckchen wachsen zu Bergen an, Muscheln zu Türmen, Schwämme zu Wolkenkratzern.
Kann man das Fisheye ohne Sucher verwenden? Man kann, aber man sollte nicht. Der optische Sucher ist eine Klasse für sich. Er ermöglicht bei einem Austrittswinkel von 150° diagonal eine absolut brillante und objektive Beurteilung des Bildfeldes. Insbesondere bei grafischen Bildgestaltungen ist der Sucher unverzichtbar. Seine Qualität kommt nicht von ungefähr. Vier Linsen in einer soliden Metallfassung wiegen stolze 420 g an Land, im Wasser immerhin noch 225 g.

Gewöhnungsbedürftig

Wer noch nie mit einem Fisheye fotografiert hat, kommt anfangs ins Schwimmen, weil der riesige Bildwinkel mental nicht richtig erfasst werden kann. Man sollte keineswegs alles damit fotografieren. Insbesondere Aufnahmen von Menschen sind eine heikle Sache, weil die Extremitäten ins Uferlose wachsen, wenn sie der Fisheyelinse nahe sind. An diese, von der Optik vorgegebenen Verzeichnungen, muss man sich gewöhnen, sollte es aber nicht übertreiben. Wenn auf allen Bildern gebogenen Linien, verzerrte Korallen und absonderliche Fischköpfe zu sehen sind, wird es Zeit, in sich zu gehen. Beurteilen Sie dann das Bild streng nach dem, was Sie im Sucher sehen. Man kann UW Landschaften auch so fotografieren, dass man den Einsatz des Fisheyes nur bei genauer Betrachtungsweise erkennt. Dazu ist es erforderlich, dass man die Nikonos exakt waagerecht zum Horizont hält. Kippen nach unten bewirkt eine Wölbung des Meeresbodens. Man gestaltet quasi eine Erdkrümmung. Schwenkt man die Kamera nach oben, krümmt sich der Untergrund zu einem riesigen Tal.
Mit keinem anderen Objektiv kann man so kreativ mit den Perspektiven spielen wie mit einem Fisheye, aber auch mit keiner anderen Optik kann man so schnell fotografisch untergehen. Ein Jedermann - Objektiv ist es beileibe nicht, dafür sorgt schon der Preis, doch kann man das 12er auch nicht als Exotenoptik bezeichnen. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte, viel Übung vorausgesetzt. Die braucht man nämlich beim Blitzen: 167° müssen ersteinmal bewältigt werden, mit einem einzigen Blitz geht das sowieso nicht mehr. Diese Tatsache verteuert das Engagement in diese Brennweite, wenn Rifflandschaften eingefangen werden. Kreative UW Fotografen versuchen es mit nur einem Blitz und Mischlicht, was durchaus empfohlen werden kann. Arbeiten Sie mit Licht und Schatten, der Blitz sollte nur als Aufheller dienen, im flachen Süßwasser und bei Sonne lassen Sie ihn am besten ganz weg. Vorsicht bei Nahaufnahmen von Steinkorallen. Das Domeglas des 12er Fishyes ist nicht kratzfest. Die Halbkugel besteht aus Acryl, ist aber oben und unten gegen Kollisionen mit harten Objekten und gegen das unliebsame Einwirken von Streulicht recht gut geschützt. Trotzdem muss man bei Gegenlichtaufnahmen hin und wieder farbige Blendenflecken einkalkulieren, wenn das Licht ungünstig einfällt. Man kann das wegen der Parallaxe leider nicht immer im externen Sucher überprüfen.

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