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© Herbert Frei

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Blitzen mit der FinePix S2 Pro

Pessimisten sind Optimisten mit mehr Lebenserfahrung. Und Lebenserfahrung braucht man, wenn man sich in die UW - Fotografie mit digitalen Spiegelreflexkameras stürzt, insbesondere im Hinblick auf dumme Sprüche, Halbwahrheiten und schwammiges Pseudowissen. Was hier an Blödfug, falschen Versprechen und unterkühlter Hoffnungslosigkeit verbreitet wird, hat Ähnlichkeit mit der Mitfahrgelegenheit auf einer Sternschnuppe.
Mit der Vielfalt der Möglichkeiten digitaler Spiegelreflexkameras hat auch die Problematik zugenommen, an ihnen die alten amphibischen Blitzgeräte vom Typ Ikelite, Nikon, Sea & Sea, Subtronic und anderer weiterverwenden zu können. Blitzbelichtungen im TTL-Modus kann man mit diesen Geräten im Augenblick jedenfalls abschreiben. Und selbst das manuelle Blitzen ist nur noch möglich, wenn man es auf altertümliche Art wie mit der Nikonos III macht. Mindestens zwei Pins in der Buchse müssen abgeklemmt werden. Was Neuentwicklungen 2005 bringen werden, muss man abwarten. 
In dieser blitztechnischen Diaspora strahlt die FinePix S2 Pro wie der Morgenstern, der den Unwissenden den Weg anzeigt. Von allen digitalen Spiegelreflexkameras ist sie die einzige, mit einer konventionellen TTL-Blitzsteuerung, die so arbeitet wie wir es seit 25 Jahren gewohnt sind. Vorblitzgehampel, Distanzmessungskasperei und 6-Pol-Wirrwarr sind diesem Gerät fremd. Nehmen Sie einfach Ihr altes Amphibien- oder Systemblitzgerät und die FinePix S2 Pro wird Sie mit korrekt belichteten Blitzbildern beglücken. Superweitwinkel oder Fisheyeaufnahmen belichtet die S2 Pro ebenso korrekt mit zwei Blitzgeräten, sofern man vorher die Blitzbelichtungskorrektur auf einen definierten  Minuswert gestellt hat. Wie, weshalb und warum es an der FinePix S2 Pro funktioniert und an anderen digitalen Spiegelreflexkamera nicht, weiß niemand so recht zu erklären. Fujifilm hüllt sich in geheimnisvolles Schweigen. 
Die vorstehenden Sätze sollten Sie sich gut einprägen und die Kamera mit anderen Augen betrachten. Denn so etwas wird es nie wieder geben. Die Nachfolgerin, die S3 Pro hat nämlich mit der kundenfreundlichen Art gebrochen und das hochkomplizierte Nikon i-TTL-System komplett übernommen. Vom teureren Einstieg mal abgesehen, automatisch blitzen funktioniert vorerst an der Nachfolgerin nicht mehr mit amphibischen Fremdgeräten. Der Kauf eines digitalen Systemblitzgerätes steht deshalb zwingend im Pflichtenheft eines ehrgeizigen UW - Fotografen, wenn er TTL blitzbelichten will.
Weshalb die FinePix S2 Pro in den Kreisen der anspruchsvollen UW - Fotografen bis heute so wenig Resonanz gefunden hat, liegt ursächlich an der mangelhaften Information. So gut wie kein UW - Gehäusebauer hat dafür die Werbetrommel gerührt, kein Tauchmagazin hat die blitztechnischen Vorzüge der S2 Pro hervorgehoben, aber auch Fujifilm selbst war diesbezüglich träge und hat sich wenig bemüht, solche Informationen publik zu machen. Vielleicht hat man sich auch etwas geschämt. Eine digitale Profikamera, die noch mit dem alten analogen TTL-System arbeitet...bloß nichts erwähnen! Und noch etwas scheint eine nicht zu unterschätzende Rolle zu spielen: Unter Wasser hat Fuji nur bei den Filmen eine guten Namen. Fuji - Kameras sind Nobodys, der Mann von Welt fotografiert  seine Fische mit Canon- oder Nikon, auch wenn da zurzeit manches nicht so funktioniert wie erhofft.

Objektive an der S2 Pro

Wenn Sie bereits Nikon - Fotograf sind - egal ob analog oder digital - das Bajonett stammt original von Nikon und macht keine Kompromisse. Was an eine Nikon - SLR passt, funktioniert auch an der S2 Pro. Von den Analogobjektiven empfehlen wir das 60 mm Micro - Nikkor, das 105 mm Micro - Nikkor, das 14 mm Superweitwinkel, das 20 mm und auch das analoge Fisheye, das allerdings an der S2 Pro nur auf einen Bildwinkel von ca. 116° kommt -die Torsionsverzeichnung eingeschlossen.
Wegen des Bildwinkelfaktors von 1,5 ergeben sich mit den Micro - Nikkoren kleinere Bildwinkel. Das 60er bekommt den Bildwinkel eines 90ers und das 105 mm den eines Teleobjektives mit 157,5 mm Brennweite. Vorteil des kleineren Bildwinkels ist ein engerer Bildausschnitt bei sehr kleinen Objekten. Nachteilig ist, dass man weiter weg muss, wenn Fische im Ganzen abgelichtet werden sollen. In trübem Wasser ist deshalb das 60 mm Micro - Nikkor unter Umständen besser geeignet als das längere 105 mm Micro - Nikkor.
Wer es im Makrobereich gern spezieller haben möchte, sollte zu Sigma Digital- Makroobjektiven greifen. Das 2,8/50 mm DG EX für 400 Euro und das 2,8/105 mm DG EX für 600 Euro sind nicht nur preislich begehrenswerte Häppchen sondern speziell für Digitalkameras geeignet, was eine hervorragende Abbildungsqualität ermöglicht. Der Bildwinkelfaktor ist aber auch an diesen Objektiven wirksam, weil sie mit Einschränkung auch an analogen Kleinbildkameras verwendet werden können. Optimiert sind sie mit ihrer telezentrischen Rechnung aber für Digitalkameras.
Wegen des Bildwinkelfaktors können vernünftige Weitwinkelaufnahmen mit Kleinbildobjektiven nur mit sehr kurzen Brennweiten gemacht werden. Ein 14er sollte es schon sein. Entweder das Original von Nikon (sehr teuer) oder eines von Sigma oder Tamron. Damit fotografiert man dann mit dem Bildwinkel eines 21 mm Objektives, also mit 92° diagonal. Für viele Situationen ist das ausreichend.
Frage: Braucht man bei diesem Bildwinkel denn noch unbedingt einen 14 mm Domeport, ein kleiner und preiswerter 20 mm Dome würde es doch auch tun? Im Prinzip kann man so denken und in der Praxis wäre es natürlich möglich, so zu fotografieren, aber mit einer sichtbar schlechteren Abbildungsqualität, weil man das kleine Domeglas dabei bis in die Ecken beanspruchen und ausreizen würde. Dem gegenüber hätte man beim großen Seacam Superdome enorme Randreserven, weil vom großen Dome nur ein Teil der Glasfläche, und zwar die im Zentrum, die Abbildungsleistungen erbringen müsste, mit dem Ergebnis, dass die Bilder eine ungeahnte Randschärfe bekommen. Wenn Sie also ein 14 mm Kleinbildobjektiv an der Fuji Finepix S2 Pro einsetzen, dann ordern Sie auch einen 14 mm Domeport dazu.
Eines der interessantesten Objektive für die S2 Pro ist das digital optimierte Nikon  Fisheye 10,5 mm. Mit einem Bildwinkel von diagonal 180° und wegen des im Verhältnis zum Kleinbildformat flächenmäßig kleineren Bildsensors steigt auch die Schärfentiefe an. Theoretisch könnte man mit kleinen Blenden Objekte ab dem Domeglas fotografieren. Die Ausleuchtung ist dann aber etwas schwierig, weil sich das Blitzlicht in der sphärischen Oberfläche spiegeln kann. Auch die Schattenbildung vom Oberkörper des Fotografen und des UW - Gehäuse macht sich irgendwann bemerkbar, wenn man sich den Motiven zu weit nähert. Wer sich die FinePix S2 Pro zulegt, sollte das Nikon Digital Fisheye unbedingt in seine Kaufüberlegungen einbeziehen.

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