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© Herbert Frei

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Seacam-Silver S2 Pro

Man mag es sehen wie man will, aber Harald Hordosch von Seacam spielt in einer eigenen Liga. Seine UW - Gehäuse sind eher Creationen als Produktionen, mit dem Vorteil, dass man etwas erwirbt, das zu den Statussymbolen am UW - Markt gehört, aber auch mit dem Nachteil, dass sich nur liquide Interessenten damit schmücken können oder solche, deren Ausrüstung dann zur Hälfte der Bank gehört. An dieser Stelle muss aber auch explizit erwähnt werden, dass es Mitbewerber gibt, die bei weniger Status und geringerwertiger Verarbeitung ähnlich oder noch mehr in Rechnung stellen. Hochwertige UW - Gehäuse aus Metall haben ein allgemeines Preisniveau erreicht, das es geboten macht, den Markt zu sondieren. Und man muss sich dann logischerweise fragen, ob es nicht klug wäre, beim Marktführer für Edelgehäuse einzukaufen und nicht wegen 200 Euro im Gesellschaftsspiel der „Geilen Geizhälse“ mitmachen zu wollen.
Schon früh hat Seacam den Praxiswert der Fuji Finepix S2 Pro erkannt und ein spezielles UW - Gehäuse dafür gebaut. Auslöser waren Gerüchte aus den USA, dass die konventionelle TTL - Bitzbelichtung funktionieren solle. Heute wissen wir, es war kein Gerücht, sie funktioniert. Hauptabsatzgebiet des S2 Pro UW - Gehäuse war und ist die USA. In Deutschland hatten leider nur wenige den subtilen Wert der S2 Pro erkannt, weil es an Hintergrundinformationen fehlte.    
Seacam - Gehäuse sind noch nie klein und leicht gewesen. Wer gutes Geld bezahlt, dem gibt der Hersteller auch Masse mit in die Hand. Das Kilo für etwa 1000 Euro. Das trägt man dann entweder mit Fassung oder schwer atmend. Zwei abnehmbare Handgriffe, die diesen Namen auch wirklich verdienen, geben Stütze und Halt in brenzligen und kreativen Situationen. Wie heute überall zu sehen, klotzt auch dieses UW - Gehäuse mit Durchführungen, deren Notwendigkeit sich auf die Tatsache beschränkt, dass man sie hat und deren Bedienung ein Synonym für die gesellschaftlichen Ratespiele an allen modernen Geräten geworden ist. So ist uns beim ersten Tauchgang mit der S2 Pro passiert, dass wir die Kamera wohl auslösen konnten, die Bilder aber nicht gespeichert wurden. Firmenseitig war ein Modus eingegeben, der es erforderlich machte, dass man jedes Bild bestätigen musste, damit es abgespeichert werden konnte. Für Studiofotografen mag das noch Sinn machen, der Normalbürger zweifelt angesichts solcher Vorgaben an seinem Verstand und kommt ins Grübeln, ob er für diese Welt noch tragbar ist. Diese Programmiervarianten haben natürlich nichts mit dem UW - Gehäuse zu tun -  man kann solche Spielchen sogar unter Wasser ablaufen lassen - sie zeigen aber deutlich, dass die digitale SLR - Fotografie ein Hort der Selbstverliebtheit von gameboygeschädigten Entwicklern geworden ist.
Das Seacam - Silver ist so konstruiert, dass man die für die Bildverarbeitung notwendigen Mignonzellen ohne Ausbau der Kamera tauschen kann. Hierzu ist erwähnenswert, dass Fuji nur Alkalibatterien oder NiMH Akkus empfiehlt. Lithium Mignonzellen können eben so wenig verwendet werden wie NiCd Batterien. Die für den Verschluss und die relevanten Belichtungsdaten zuständigen CR 123 A-Lithium - Zellen können nur getauscht werden, wenn die Kamera dem UW - Gehäuse entnommen wird. Da das wesentlich seltener vorkommt als der Tausch der Mignonbatterien bzw. Mignonakkus, ist dieses Procedere nicht relevant.
Anders als bei den meisten Seacam - Gehäusen wird die Kamera in diesem Fall mit einer Imbusschraube fixiert. Dieses Werkzeug ist wichtig. Sie sollten zur Sicherheit zwei dieser Schlüssel mit in den Urlaub nehmen, falls mal einer verloren oder verlegt wird. Wichtig ist auch die absolut korrekte Zentrierung der Kamera im UW - Gehäuse. Schon leicht schräge Fixierpositionen straft das Silver - Gehäuse mit indifferenten Bedienungsstörungen ab. Der On/OFF - Schalter arbeitet dann nicht mehr sauber und das hintere Einstellrad dreht eventuell hohl. Wenn solche Unstimmigkeiten auftreten sollten, muss ad hoc zuerst die Kamerapositionierung überprüft werden.
Zu den Einmaligkeiten im UW - Gehäusebau gehört zweifelsohne die Möglichkeit zwischen drei unterschiedlichen Suchersystemen wählen zu können. Wer das einfache Leben liebt und sowohl seine Augen als auch seine Psyche in Anbetracht nachhaltig auftretender Schäden zu belasten gewillt ist, kann seine Bildgestaltungen durch eine einfache Galileo-Optik angehen. Zu einer Fuji Fine Pix S2 Pro passt das aber wie der Trainingsanzug zum Wiener Opernball.
Standesgemäß sollte das Seacam - Silver entweder mit dem optional erhältlichen 45° - Sucher oder dem horizontalen Sportsucher aufgepeppt werden. Hier hat Seacam Pionierarbeit geleistet und weltweit Einmaliges geschaffen. Kein anderes Kamera - Sportsuchersystem kann mit dieser Bildgröße, Brillanz und Schärfe aufwarten. Da die Sucher nicht billig sind - zwei Stück wird man sich vermutlich nicht leisten wollen - sollten Sie sich vor dem Gehäusekauf Gedanken machen, welcher Sucher am besten zu Ihren passen könnte. Welche Motive bevorzugen Sie? Schauen Sie lieber schräg oder horizontal hinein? Lieben sie hochformatige Bilder? Interessant ist, dass in den USA zunehmend mehr UW - Fotografen den horizontalen Sportsucher bestellen. Er kommt in der Praxis besser an, ist auch beim Schwenk des UW - Gehäuses in die vertikale Bildbetrachtungsposition schneller und effizienter. Wer auch mal Halb -Halb Aufnahmen machen möchte, ist mit der horizontalen Suchervariante bedienungsseitig eindeutig besser bedient.
Die Vorteile des 45° - Suchers liegen hingegen im bequemeren Schwimmlageneinblick. Insbesondere beim fotografieren von bodennahen Objekten ist dieser Sportsuchertyp unerreicht. Ohne große Sedimentaufwirbelung gelingen selbst extreme Makroaufnahmen auf Sanduntergrund. Hier sogar im Hochformat, denn der S-45 Sucher lässt sich unter Wasser drehen und in vier Positionen einrasten. Eine geniale Konstruktion. Allerdings kostet das Procedere etwas Zeit und die haben viele UW - Fotografen anscheinend nicht mehr. Der Nachteil des S-45 Suchers liegt ganz woanders. Beim schnellen Erfassen des Motivs, kommt es immer wieder vor, dass man durch den Schrägeinblick höhenmäßig am anvisierten Objekt vorbeizielt, besonders dann, wenn man jahrelang mit horizontal montierten Sucherfenstern gearbeitet hat und die fotografische Situation Schnelligkeit erfordert.
Alle Seacam - Sportsucher verdecken auf dem oberen hinteren Display der S2 Pro etwas die rechte Ecke. Die Anzeige, wieviele Aufnahmen man gemacht hat bzw. noch zur Verfügung stehen, muss man sich durch Drücken der Displaybeleuchtung und Verdrehen der Halsmuskeln erarbeiten. Das ist keine Schuld des Gehäuseherstellers, denn die Fuji FinePix S2 Pro hat eben nun mal diese Bodygeometrie. Ansonsten wirkt das Seacam - Silver aufgeräumt und präsentiert sich als mustergültige Schutzhülle für eine der praktikabelsten digitalen Spiegelreflexkameras die je gebaut wurde.

Ports für für den Silberpfeil

Das, was man gerne als das dritte Element eines UW - Gehäuses bezeichnet, hat bei Seacam eigene Wege beschritten. Frontports, auch kurz Ports genannt, sind die verlängerten Augen der Objektive. Je besser sie auf die dahinter platzierten Objektive abgestimmt sind, desto randschärfer und brillanter werden die Bilder. Bei Seacam sind optische Mineralgläser Standard, auf Wunsch auch vergütet. Die Vergütung hat, auch wenn man das nicht gleich einsehen will, deutliche Vorteile bei Gegenlichtsituationen. Sichtbar weniger Reflexionen und ein knackigerer Kontrast können ausgemacht werden. Die Vergütung spielt ihre Trümpfe eher im Weitwinkel - und Fisheyebereich aus, obwohl auch Makroaufnahmen in der Abbildungsqualität gewinnen können.
Planports, also die mit planparallelem Frontglas, können im Prinzip von jedem Gehäusebauer in guter Qualität geliefert werden. Die Spreu trennt sich vom Weizen, wenn das Frontglas gewölbt ist. Dann sind große Radien, stabile Sonnenblenden und perfekte Anpassungen gefragt.
Die Halbkugel für das vollformatige 10,5 mm Digital - Fisheye passt auf den Millimeter, ebenso der Superdome mit einem Durchmesser von 240 mm. Dieser schluckt nahezu alle Brennweiten in akzeptabler Qualität vom Fisheye bis zum 20 mm, wobei das Fisheye und starke Weitwinkel hier ihre angestammte Heimstätte finden. Der Superdome ist ebenso prädestiniert für große Digital - Zoomobjektive, beispielsweise 12-24 mm oder 18-35 mm. Grundsätzlich ist bei allen Superweitwinkelobjektiven und Megazooms zu beachten, dass die Naheinstellgrenze mindestens 30 mm betragen sollte (weniger ist immer besser!). Kann das nicht eingehalten werden, muss je nach Naheinstellgrenze eine Vorsatzlinse von 2-4 Dioptrien angebracht werden. Diese Nahlinsen gibt es aber nicht mehr mit M 84 Gewinde an der Fassung, so dass Sie nur ein Weitwinkelzoom kaufen sollten, das entweder keine Nahlinse benötigt oder ein kleineres Filtergewinde besitzt.
Einmalig im UW - Gehäusebau ist das Gewindebajonett, mit dem die Ports am Seacam - Silver befestigt werden. Das ist nicht nur narrensicher zu montieren, es besitzt auch einen Selbstreinigungseffekt sowie drei volle Umdrehungen bis zum Anschlag. Sicherer geht es kaum mehr. Versehentliches Öffnen des Bajonetts, wenn freundliche Helfer an Bord des Tauchbootes das UW - Gehäuse an den Sonnenblenden des Domeports ergreifen und in einem Schwung drehen, fallen mit dieser Konstruktion flach.

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