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SeaLife Mini II mit Videolicht SL 980 © UWW

SeaLife Mini II © UWW

SeaLife Mini II  - Verschluss © UWW

SeaLife Mini II, Schnorchelmodus © UWW

SeaLife Mini II © UWW

SeaLife Mini II, Landmodus © UWW

SeaLife Mini II, Schnorchelmodus © UWW

SeaLife Mini II  - Batteriefach, Einschub Speicherkarte © UWW

SeaLife Mini II, Schnorchelmodus © UWW

SeaLife Mini II  mit Weitwinkel - Nahvorsatz © UWW

SeaLife Mini II, Schnorchelmodus © UWW

SeaLife Mini II, Schnorchelmodus - keine Angst vor Gegenlicht © UWW

SeaLife Mini II mit Videolicht SL 980 © UWW

SeaLife Mini II, Schnorchelmodus  - keine Angst vor stimmungsvollem Gegenlicht © UWW

SeaLife Videolicht SL 980 © UWW

Test Landmodus SeaLife Mini II mit Videolicht SL 980 © UWWeaLife Mini II © UWW

Test Landmodus SeaLife Mini II mit Videolicht SL 980 © UWWeaLife Mini II, kürzester Aufnahmeabstand 60 cm  © UWW

Dass die SeaLife Mini II hart im Nehmen ist, beweist ein Video des Herstellers. Ein Pickup walzt zweimal über den gummierten Kamerazwerg und nach der Mutprobe darf sich die unbeschadete Kamera wieder ihrer eigentlichen Aufgabe widmen. Jetzt wissen wir, sollten Fotos misslingen und die Emotion darüber so groß werden, dass man die SeaLife mit II mit dem Hammer erziehen möchte, es macht keinen Sinn. UnterWasserWelt hat sich auf Fotopirsch – auch in optisch schwierigen Gewässern – begeben.

Da liegt sie nun in meiner Hand, die Mini II, der „Hummer“ der SeaLife – Kamerakollektion. Nicht ob der Größe, wegen ihrer demonstrativen, äußerlichen Unverwundbarkeit bekommt sie diesen Vergleich geschenkt. OK, ich würde sie trotzdem nicht über ein paar Meter einem interessierten Tauchpartner zuwerfen, auch wenn ihr ein Fall aus zwei Meter Höhe nichts anhaben kann. Was man liebt, quält man nicht.
Der Preis der SeaLife Mini II zielt auf eine tauchende Kundschaft, die möglichst viel Unterwasserkamera für möglichst wenig Geld bekommen möchte. Hochtrabende Ziele als submarine Lichtbildner stehen da nicht im Vordergrund, aber der Wunsch, irgendwie zu digitalen Fotos zu kommen, deren Posting bei Facebook den „gefällt mir“ Button denn doch anzuklicken verführt.

Automatik, oder was?

Der auf nahezu vollautomatischen Betrieb getrimmte Bild- und Videocomputer verlangt nur ein bisschen Mitdenken, die Vorgaben des Herstellers zu beachten.
Nun, etwas Demokratie gesteht SeaLife der Mini II im dick gummierten Gehäuse den Anwendern durchaus zu: Es gibt die Wahlmöglichkeit zwischen Foto- oder Videomodus, Über- oder zwei Unterwassermodi, Nahaufnahme oder Landschaftsschärfe. Der Blitz ist wie üblich abzuschalten, automatisch zuzusteuern, stets aktiviert zu halten oder mit dem Modus zur Vermeidung roter Augen wählbar. Ach ja, da gibt es noch einen digitalen Zoommodus, doch die beste Bildschärfe und Auflösung erhält man bei Verzicht auf diese Funktion (der digitale Zoom nutzt dann nur einen Ausschnitt des Aufnahmechips mit 9 Millionen Pixel Auflösung). 
Zusammengefasst: Man kann die SeaLife Mini II also nur in 4 Grundfunktionen – über oder unter Wasser, Foto oder Video - voreinstellen. Es gibt keine Belichtungskorrektur, keinen individuellen Weißabgleich, keine Empfindlichkeitseinstellung, keine Wahlmöglichkeit der Bildauflösung. Das alles steuert die Software im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Vollautomatik hat und natürlich nicht allen Motivsituationen gerecht werden kann. Mit Blick auf die Zielgruppe, die von diesen Korrekturmöglichkeiten ohnehin kaum Gebrauch machen würde, erscheint der Verzicht auf manuelle Eingriffe plausibel.
Die automatisch eingestellte Empfindlichkeit lag bei meinen Testfotos zwischen 64 und 200 ASA / ISO, die von der Kamera generierten Verschlusszeiten liegen generell zwischen 1 Sekunde und 1/2000 Sekunde.
Das Objektiv ist mit einer Festblende, Öffnung 3.0, ausgestattet und als Fixfocus – Linse konstruiert. Das heißt, dass kein Autofocus das Motiv scharf stellt, sondern, dass in einem vorgegebenen Bereich alles scharf abgebildet wird. In der Einstellung „Landschaft“ reicht die Schärfe ab etwa 1,3 Meter bis unendlich, bei „Nahaufnahme“ von 65 Zentimeter bis etwa 1,3 Meter. Als Brennweite nennt die Anleitung 7 Millimeter, die EXIF-Daten nennen einen Wert von 7,9 Millimeter. Im Verhältnis zur Chipgröße entspricht dies einer Brennweite von etwa 45 Millimeter, übertragen auf eine 35 Millimeter Kleinbildkamera. Um unter Wasser sinnvoll zu arbeiten, ist der optional erhältliche Weitwinkelvorsatz ein Muss, dieser reduziert den Bildwinkel auf 37 Grad, was einem leichten Weitwinkel entspricht. Man muss berücksichtigen, dass dieses Objektiv nur für den Nahbereich konstruiert ist und Objekte in Nahbereichseinstellung zwischen 30 und 60 Zentimeter, in Landschaftseinstellung zwischen 60 und 90 Zentimeter scharf abbildet. Außerdem muss der Raum zwischen Kameraobjektiv und Weitwinkel mit Wasser geflutet sein, da diese Wasserfläche als Teil des optischen Systems wirkt.
Und irgendwo müssen die mit jedem Druck auf den Auslöser produzierten Bild- oder Videodateien auch abgespeichert werden. Der interne Speicher mit 28 MB hat für 10 – 12 Fotos platz, als externe Datenablage können SD oder SDHC Speicherkarten (selbst zu kaufen) mit einer Kapazität bis 8 GB, neben dem Batteriefach in die SeaLife Mini II eingeschoben werden. Die 8 GB – Karte bietet für weit über 7000 Fotodateien oder über 3,5 Stunden Videomaterial Speicherplatz. Wird nur fotografiert, findet hier zielgruppentypisch ein halbes Taucherleben eine Ablage.
Fotos werden als jpg – Dateien produziert, mit einer Auflösung von 180 ppi, entsprechend einer Seitenlänge von 3472 x 2604 Pixel. Das ergibt in etwa eine Bildfläche von 49 x 37 Zentimetern. Für einen guten Fotoausdruck müsste die Bilddatei verkleinert und auf 300 ppi Auflösung konvertiert werden, dann kann man einen Print von maximal etwa 24x30 Zentimetern ordern.
Das als eine Übung für die etwas versierteren Interessenten.
Das Gros der Zielgruppe wird sich mit dem zufrieden geben, was unmittelbar nach der Aufnahme als Datei gespeichert wird und auf Nachbesserungen mit Hilfe einer Grafiksoftware verzichten. Hier gäbe es trotz der Unterwassermodi „Schnorcheln“ (beseitigt Blaustich bis etwa 6 Meter Tiefe) oder „Tauchen2 (wirkt farbneutralisierend bis etwa 20 Meter Tiefe) eine Reihe von Möglichkeiten, noch mehr Farbe oder Schärfe ins Bild zu bringen sowie Kontraste zu verbessern. Eine entsprechende kleine Software unter dem SeaLife – Label anzubieten wäre daher nicht schlecht, denn ganz ehrlich, an den in der Anleitung gezeigten Beispielfotos ist natürlich auch nicht auf die eine oder andere nachträgliche Korrektur verzichtet worden. Das ist im digitalen Bildzeitalter nicht nur legitim sondern auch erforderlich. 
Bleibt noch der Blick auf die Stromversorgung. SeaLife koppelt sich von einer eigenen Akkuidee ab und es werden zwei Mignonbatterien der Größe AAA eingelegt. Diese sollen bis zu 100 Aufnahmen ermöglichen. Man rät aber zu NiMH - Akkus, die bis zu 300 Aufnahmen realisieren können. Das ist aber stark davon abhängig, wie oft die Kamera nur Standby Bilder auf dem Monitor produziert, wie viele Blitzbelichtungen durchgeführt werden und wie kalt das Wasser ist, in dem man auf Fotopirsch taucht.

UW-Foto- und Videolicht SL 980

Das Videolicht SL 980 passt gut zur Mini II, weil es sich intuitiv bedienen lässt. Ein externes SeaLife - Blitzgerät, das natürlich auch mit der Kamera zusammenarbeiten würde, ist etwas anspruchsvoller in der Abstimmung und im Handling. Man könnte aber auch beide Lichtquellen, Blitz und LED-Leuchte, parallel einsetzen, dann wäre man für unterschiedlichste Aufnahmesituationen vorbereitet. Bei Dunkelheit beleuchtet die SL 980 das Motiv, bis man den richtigen Ausschnitt gefunden hat, dann tritt der Blitz in Aktion.
Mit einem Ausleuchtwinkel von 70° übertrifft das Foto - Videolicht SL 980 bei weitem die Bildwinkel von 45° bzw 37° der Kamera ohne und mit Weitwinkel-Nahvorsatz. Mit 500 Lumen beim gleichzeitigen ungedimmten Betrieb aller drei der 3 Watt LED`s reißt man kein strahlendes Loch in die Unterwasserlandschaft, hat das Tageslicht noch einen spürbaren Anteil. Wird es dämmrig, in Grotten oder beim Nachttauchgang, muss man im Nahbereich nicht auf Fotos verzichten. Die drei LED`s können auch in 3-stufiger Dimmung geschaltet werden, dazu gibt es die Möglichkeit für zwei Minuten die gesamte Leuchtkraft auf 600 Lumen zu steigern. Je nach Einstellung, die der User selbst nach Anleitung vornehmen kann, gibt es für den parallelen Blitzbetrieb noch eine automatische Dimmfunktion und eine SOS – Blinksignalschaltung.
Bemerkenswert ist die Schnellkupplung, die es erlaubt den Leuchtenkopf unkompliziert vom Flexarm abzunehmen. Mit der Hand geführt - in der Fotografie nennt man das "Pointshooting" - richtet man den Lichtkegel im Motiv dann rasch auf Punkte, die man mit dem Lampenkopf auf dem Flexarm so nicht erreichen würde.
Für gut zwei Stunden Lichtpower sorgen 4 Batterien der Größe AA, und weit über die Tiefengrenze der SeaLife Mini II (40 Meter) begleitet das Foto- und Videolicht SL 980 bis 100 Meter in die Tiefe.
Ausgeliefert wird die stabile Leuchte mit gummiertem Flexarm und Kameraschiene.
 
Handling und Funktion

Die Gebrauchsanweisung der Kamera führt schlüssig und rasch von Punkt zu Punkt. Nach wenigen Minuten hat man das Gefühl, das System im Griff zu haben – das durchaus auch als Einsteiger. Das bestens mit einer Gummiarmierung geschützte Gehäuse nimmt auch einen etwas ruppigen Umgangston gelassen und in der Tauchtasche verstaut schreit die SeaLife Mini II nicht gleich nach Hilfe. So erwirbt sie schnell den Status „immer dabei und mitten drin“.
Die Öffnung der Kamera an der Unterseite, gesichert durch einen kräftigen, seitlichen Verschlussmechanismus, bereitet keine Probleme, das Einlegen der Batterien oder der Speicherkarte, easy going.
Die 5 Drücker zur Kamerabedienung und der Hebel zur Wahl von Nah- und Landschaftsschärfe lassen sich auch mit dicken Handschuhen gut bedienen.
Dank des Fixfocusobjektivs ist die Auslöseverzögerung kaum merkbar.
Das TFT – Monitorbild zeigt die Symbole der Kameraeinstellungen groß und deutlich an, hat aber nicht genügend knackige Auflösung, die Bildschärfe deutlich erkennen zu lassen. Da die Blende stets offen ist, muss man bei Nahaufnahmen, die den kürzesten Kameraabstand zum Motiv ausschöpfen, sehr genau vorgehen, im Zweifel ein zweites Bild aufnehmen, mit verändertem Motivabstand.
Motive mit ausgeglichenen Kontrasten werden über und unter Wasser ordentlich aufgezeichnet. Nachträgliche Hilfestellung mit Bildkorrekturen mittels einer Grafiksoftware kann nie schaden und das Endprodukt positiv beeinflussen.
Die Videofunktion mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel ist eher ein Gimmick. Diese Szenen kann man als eMail – Anlage seinen Freunden schicken, großes Kino ist technisch bedingt nicht drin.
Bei Wassertemperaturen um 12°C, wie sie im Testfall vorlagen, gingen die Batterien schnell in die Knie, da wurde nur 1/3 der avisierten 100 Fotoshots erreicht. Alle Aufnahmen wurden mit dem Weitwinkel – Nahkonverter und Kameraeinstellung „Schnorcheln“ gemacht. Bei richtiger Motiventfernung und akzeptabler Lichtsituation lassen sich hübsche Impressionen einfangen.
Da die Kamera keine Schnittstelle, etwa einen USB – Anschluss, hat, hat man der SeaLife Mini II einen SD / SDHC – Kartenleser mit USB –Stecker mitgeliefert. Damit wird der Zugang zum PC direkt hergestellt und in kurzer Zeit sind die Daten von der Karte auf die Festplatte übertragen. Ach ja, liegen Daten auf dem internen Speicher,, müssen sie auf die externe Speicherkarte kopiert werden, um über diese Verfügen zu können.
Das Foto - Videolicht SL 980 fügt sich mit seinem unkomplizierten Handling nahtlos in das Einsteigersystem ein. Wirkung zeigt das Licht aber erst bei deutlicher Zurückhaltung vorhandenem Tageslichts, also in größeren Tiefen, in Spalten, Grotten, bei Nacht. Entgegen anderer Hinweise können Sie mit dem SL 980 in Verbindung mit der Mini II den Aufnahmemodus Schnorcheln oder Tauchen mit entsprechender Farbkorrektur aktiviert lassen. Bei Nachttauchgängen und entsprechend kurzer Motiventfernung oder wenn Sie bei der Bildrückschau unmittelbar nach der Aufnahme den EIndruck haben, dass das Bild rotstichig geworden ist, wechseln Sie zur neutralen Farbaufnahme in den Landmodus.

Fazit

Einsteiger können mit der Sealife Mini II und dem SL 980 Lichtsystem kostengünstig Erinnerungen an ihre Tauchgänge oder Aktivitäten über Wasser abspeichern. In dieser Preisklasse gibt es kein anderes System, das die veränderten Farben unter Wasser softwareseitig korrigiert. Wie demonstriert unverwüstlich kann die Mini II zum langjährigen Begleiter aller Aktivitäten in- und outdoor werden. Der Betrieb mit NiMh – Akkus lohnt sich. Am wohlsten fühlt sich die Sealife Mini II in angenehm temperierten Gewässern. Legen Sie Wert auf mehr Lichtpower für Ihre Fotos, bietet Sealife ein externes Blitzgerät an, das unkompliziert synchronisiert werden kann.

Fakten

Typ: Sealife Mini II

Bildsensor: 9,0 Megapixel CMOS-Bildsensor
Bildauflösung: 9 Megapixel (3472 x 2604)
Bilddateiformat: JPEG
Videoauflösung: VGA (640 x 480) mit 30 Bildern pro Sekunde
Objektiv: F3,0 / 7,9mm (Filmäquivalent = 45mm)
Fokustyp: Schnell-Fixfokusobjektiv (2ft /0,65m bis unendlich)
Zoom: 3-facher Digitalzoom
Verschlusszeit: Mechanischer Auslöser (1 bis 1/2000 Sekunde)
Blitz: Auto, Ein, Aus, Rote Augen
Bildmodi: Auto, Schnorcheln (unter Wasser), Meer, Ext. Blitz
Aufnahmemodi: Einzelbild, Spion-Modus
LCD: 2,4” großer TFT-Farb-LCD
Speicher: Intern: 28 MB (10 hoch auflösende Bilder)
Extern: SD- und SDHC-Karte (SDHC mit 4 GB oder 8 GB empfohlen)
Stromversorgung: 2x Batterien Typ AAA
Batterielaufzeit: 100 Bilder bei Alkali-Batterien (500 Bilder bei Energizer Ultimate-Batterien)
Gewicht: 286g mit Trageband
Abmessungen: 4,5” x 1,8” x 3,0” (11,4cm x 4,6cm x 7,6cm)
Tiefe: Separat tiefengeprüft bis 40m
Auftrieb: Leicht negativ
Preis: UVB € 289,-


Typ: Foto – Videolicht SL 980
Leuchtmittel: 3x 3W Cree XP-G R5 LED
Bedienung: Drucktaste, Lampenkopf mit Schnellkupplung abnehmbar
Funktionen: 3 Leuchtstufen, Dimmung bei Blitzbetrieb, SOS
Leuchtwinkel: 70°
Farbtemperatur: 6500 Kelvin
Stromversorgung: 4 Batterien / Akkus Größe AA
Leuchtzeit: ca. 2 Stunden
Preis: UVB: 349,-


Typ: Nah – Weitwinkel
Preis: UVB € 89,-

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