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© UWW

© Herbert Frei

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Umfassend bedient

Digitale Spiegelreflexkameras sind heutzutage ausgerüstet wie das Cockpit eines Kampfhubschraubers. Und der Gehäusehersteller muss diesem Trend folgen, auch wenn er es vielleicht gar nicht will und es selbst mit viel Zugeständnis und Optimismus oftmals nicht nachvollziehbar ist. Denn anspruchsvolle Kunden wollen alles bedienen können, auch wenn sie die meisten Funktionen nie benutzen und im Bedarfsfall noch weniger beherrschen. Mit 26 Übertragungen ohne die zwei Blitzbuchsen ist mittlerweile ein Niveau erreicht, das an die fatale Logik eines Lottosystems erinnert. 7 aus 26 lauten die Gewinnzahlen. Mehr braucht man selbst als Profi nicht. Wir kamen in den meisten Fällen sogar mit 3 aus 26 aus. Es müssen allerdings die richtigen Knöpfe und Hebel sein.
Blende, Verschlusszeit, Auslöser waren beim manuellen Blitzen fast immer ausreichend. Manchmal veränderten wir noch die ISO-Zahl (schlechtes Umgebungslicht), den Belichtungsmode (von M auf A oder S = Bilder ohne Blitz) und die Plus/Minus-Korrektur, selten den AF - Modus. Der Blitzbelichtungsmodus wurde gelegentlich in Anspruch genommen. Aber nur, wenn es wirklich Sinn machte. 
Unterwasserfotografie, die erfolgreiche jedenfalls, orientiert sich nicht an sinnlosen Spielereien, sondern an der richtigen Belichtung und einer dynamischen und gefälligen Bildgestaltung. Modeprogramme und Softwaretorheiten sind da wenig hilfreich. Zum Glück ist das CD 2 so konzipiert, dass man die überflüssigen Eingriffe ohne in Verwirrung zu geraten, ignorieren kann. Ein- und Ausschalten der Kamera hat immer sehr gut funktioniert, wie auch alle Eingriffe unter Druckeinfluss anstandslos ihren Dienst verrichteten. Insofern muss man der Fertigung eine hohe Präzision zugestehen.
Zwei Eingriffe sind etwas problematisch, weil man sie unter Wasser entweder versehentlich verstellen oder schon beim Einbau der Kamera falsch positionieren kann. Betroffen ist der CSM - Schalter, der an jeder Nikon D-SLR Kamera links vorne angebracht ist. Hier gilt definitiv: Man sollte das Gatter nicht erst schließen, wenn die Pferde entlaufen sind. Kontrollieren Sie nach jedem Einbau penibel den CSM - Schalter am UW - Gehäuse, ob nicht versehentlich die manuelle Scharfeinstellfunktion aktiviert ist. Das passiert sogar Leuten, deren UW - Fotografie in religiösen Dimensionen endet. Fatal ist, dass man es bei der Verwendung eines Superweitwinkels oder des 10,5 mm Fisheyes wegen der schwach ausgeprägten Schärfenebene nicht merkt. Im Nachhinein kommt dann das böse Erwachen wegen sichtbar unscharfer Bilder. Im Prinzip kann man auch ohne den CSM - Schalter leben, weil auf Position S der Prädiktions - AF nahezu irrtumfrei funktioniert und die Auslösepriorität bei der Fischfotografie im Falle der D2X nicht mehr die Bedeutung wie an einfacher gestrickten Kameras hat.  
Betroffen vom versehentlichen Verstellen ist auch der Hebel für die AF - Messfeldsteuerung. Ihn verdreht man gern mit dem Jacket, wenn die Kamera vor der Brust gehalten wird. Eigentlich braucht man ihn nicht. Es würde genügen, den AF - Messfeldhebel auf das Symbol „Dynamische Messfeldsteuerung mit Schärfenachführung“ (zweites Kästchen von oben) zu stellen und den Messfeldhebel zu arretieren...wenn er sich denn feststellen ließe. Wir raten Sealux, hier eine andere Lösung anzubieten (z. B. flacher Drehknopf) oder den Hebel auf Kundenwunsch ganz zu entfernen.

Aus- und Einbau

Der Realease - Knopf zum Entriegeln des Objektivbajonettes ist sicherlich kein viel verwendeter Eingriff, aber wenn ein Zoom mit Zahnrad montiert ist, kommt er zu vielbeachteten Ehren. Denn dann gelangt man nicht mehr mit Schraubendrehern und Fingern an die Entriegelung, müsste ergo die D2X ausbauen, um das Objektiv zu wechseln. Ausbauen muss man die D2X, wenn der Akku aufgeladen werden muss. Alles kann man zwar nicht haben, aber es fehlen wirklich nur einige Millimeter, dann könnte man die Kamera bis an ihr Lebensende im UW - Gehäuse lassen. Der Speicherkartenwechsel funktioniert ohne Einschränkung.
Der Einbau geht im Wesentlichen recht unproblematisch vonstatten. Sie müssen die Kamera nur so legen, dass sie mit dem Stativgewindeloch fluchtet. Die Feststellschraube kann für Transportzwecke separat montiert werden. Zu empfehlen ist, vor dem Einbau der Kamera, alle Hebel und Drehknöpfe nach außen zu ziehen und erst nach erfolgter Montage der Kamera wieder in ihre Positionen zu drücken. Man muss das ein, zweimal machen, dann hat man die Zeremonie im Griff.
Das Ablesen von Monitor und oberem Display ist deutlich und irrtumsfrei. Hilfreich ist dabei die Displaybeleuchtung der D2X. Der O-Ring hat eine gefällige Dicke und liegt in einer wasserabweisenden Nut mit erhabenem Innenrand. Der Rückdeckel rastet sauber ein, die Verschlüsse besitzen eine moderate Spannkraft. Das uns zur Verfügung gestellte CD 2 UW - Gehäuse war sehr gut verarbeitet und mit einer Leckwarnanlage versehen. Diese muss zum Serienumfang gehören, denn wenn die D2X absaufen sollte, aus welchen Gründen auch immer, dann ist mehr als nur eine passable Urlaubsreise versunken. Mit dem entsprechenden Objektiv versehen führt ein solcher Untergang auch bei gut betuchten Leuten zu einer seelischen Flutung.

Blitzen in allen Lagen

Die D2X besitzt Nikons hochkomplizierte i-TTL, für die es nur bedingt amphibische Blitzgeräte mit funktionaler Kommunikation gibt. Wer sorgenfrei im Makrobereich mit TTL blitzen will, kommt am Systemblitz SB-800 und am passenden Systemblitzgehäuse von Sealux nicht vorbei. Diese Kombination ist fast ein Zwangskauf und wird von UnterWasserWelt definitiv empfohlen. Auch, weil man mit einem Systemblitz keine Check-in Probleme am Flughafen bekommt. In der heutigen Zeit ein nicht  unwesentliches Argument. Der Systemblitz SB-800 ist im Sealux - Gehäuse bedingt durch das gut angepasste Domeglas und je nach Blitzposition bestens für gefällige Ausleuchtungen von Brennweiten mit Bildwinkel bis zu ca. 90°, was einem Kleinbildobjektiv mit 14 mm an der D2X entspricht.
Sealux hat das CD 2 mit zwei Nikonos V - Buchsen ausgestattet. Eine für die TTL - Blitzbelichtung mittels System- oder Amphibienblitz mit i-TTL-Blitzsteuerung, die andere für manuelles Blitzen mit amphibischen Blitzgeräten. Theoretisch kann man beide Blitzgeräte - Arten gleichzeitig anschließen und unter Wasser abwechselnd automatisch und manuell fotografieren... wenn man das denn will. Ob das viel Sinn macht, muss man selbst entscheiden. Manuelles Blitzen ist jedenfalls keine Hexerei, weil man die Blitzbelichtung am Monitor kontrollieren kann. Bei Nah- und Makroaufnahmen sollte man das Modusrad auf „M“ stellen. Dann können Verschlusszeit und Blende frei gewählt werden. Wird manuelles Blitzen in Verbindung mit der Zeit- oder Blendenautomatik betrieben, kann man im Modus „A“ keinen Einfluss auf die Synchronzeit nehmen und im Modus S macht die Blende, was sie will.
Die diversen Blitzsynchronisationen wie SLOW (Langzeitsynchronisation), REAR (Blitzen auf den 2. Verschlussvorhang) und Synchronisation auf den ersten Verschlussvorhang sind alle sowohl TTL - fähig als auch mit manueller Blitzbelichtung umsetzbar. Leider ist die Auswahl von amphibischen Blitzgeräten mit i-TTL beschränkt. Subtronic bietet eine Digitalserie (Mini, Midi, Maxi) mit Heinrich-i TTL - Konverter an. Laut Subtronic soll ein störungsfreier Betrieb möglich sein. Die andere große Alternative kommt von Seacam. Der mit einem Microcontroller ausgestattete neue Seaflash könnte das Zünglein an der Waage der digitalen Spiegelreflexfotografie werden. Noch fehlen die entsprechenden Tests, UnterWasserWelt wird am Ball bleiben und so bald wie möglich Testergebnisse präsentieren.

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