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Man wird wohl kaum eine Tauchbasis weltweit finden, in der Sehprobentafeln an der Wand hängen, um nebenbei einen Sehschärfetest seiner Gäste
durchzuführen. In der persönlichen Verantwortung sollte aber auch die Frage nach der ausreichenden Sehleistung liegen. Aus Sicht des Spezialisten Rainer Holland wird
nicht verlangt, dass eine Sehschärfe von 100% vorliegt, 50% auf die Ferne und mittlere Entfernung müssen sein. In der Nähe reicht es aus, die Instrumente ablesen zu
können. Zum Vergleich, beim Führerschein - Sehtest müssen 70% erreicht werden.
Doch der visuelle Eindruck ist der Hauptgrund, warum man überhaupt taucht, so
dass ansich hier alles dafür getan werden sollte, die Welt unter Wasser über den Gesichtssinn erleben zu können. Unter welchen Voraussetzungen kann man ohne
Korrekturen in die Tiefe gleiten? Ausgehend von der bereits beschriebenen Grenze von 50% Sehleistung gilt als Grenzwert für beidseits Kurzsichtige eine ansich
notwendige Korrektur von 1 dpt (Dioptrie) bzw. für jugendliche Weitsichtige von etwa 4dpt, die ohne entsprechende Masken oder Contactlinsen tauchen können. Vom Prinzip
her ist eine solche Einteilung aber wenig sinnvoll, da nicht die Größe der Fehlsichtigkeit, sondern die erreichte Sehschärfe das entscheidende Kriterium darstellt -
vergleichbar mit einem Gewichtheber, bei dem nicht die Größe seiner Muskeln, sondern das gehobene Gewicht entscheidend ist.
Reicht die Sehschärfe nicht aus, so
sind Korrekturen über optische Tauchmasken oder Contactlinsen möglich.
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