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Sehen unter Wasser (4)

Benjamin Franz beim Einsetzen der Linsen

Adaptionsphase

Tauchgang auf 100 Meter

Rückkehr aus 100 Meter Tiefe

Der nächste Schritt

Ein Traum für Rainer Holland, dem passionierten Taucher und Contactlinsenträger, war seit langer Zeit Linsen anzufertigen, die es ermöglichen ohne Maske unter Wasser zu sehen. Als Zielgruppe dieser Idee dienten zunächst nur UW-Models, die so seiner Meinung nach einen deutlich entspannteren Gesichtsausdruck und auch eine wesentlich gesteigerte Ausdruckskraft beim Posing haben, da sie nicht mehr ziellos in die unscharfe Umgebung schauen. Das Vorhaben scheiterte aber lange Zeit daran, dass keine geeignete Produktionsstätte für Kontaktlinsen mit so hoher Brechkraft, wie sie hierfür nötig ist, zur Verfügung stand. Zwei Zufälle brachten aber diese Idee wieder in den Mittelpunkt der aktuellen Entwicklung: Rainer Holland fand einen Hersteller für Speziallinsen deutscher Herkunft auf Sizilien und er lernte den Apnoetaucher Benjamin Franz kennen. Hier war in Übereinstimmung mit Benjamins Ziel, Tiefen jenseits der 100 Meter Tiefe anzustreben, der Anstoss für die konkrete Entwicklungsarbeit von Rainer Holland gegeben.

Zunächst mussten die Berechnungen für die Linsen durchgeführt werden, ein schwieriges Unterfangen, da die gebräuchlichen Formeln dafür nicht ausreichten. Doch die Annäherung an die tatsächlich notwendige Brechkraft und die davon abhängige Architektur der Linse, also deren Größe und Form, gelang, so dass ein erstes Muster in Auftrag gegeben werden konnte. Die weichen Linsen mit über 230 dpt (!) Brechkraft, liessen Benjamin Franz nach dem Test in einem Schwimmbad im Hamburg nurmehr sprachlos staunen. Eine optimierte Version wurde im 30 Meter tiefen Tauchturm der Bundesmarine, der normalerweise für das Training von U-Boot-Fahren benutzt wird, eingesetzt. Die von Rainer Holland unter Wasser zur Sehschärfekontrolle verwendeten Testtafeln bescheinigten Benjamin Franz in der Nähe ein Sehvermögen fast 100%, auf eine Entferung von etwa 5 Metern immer noch gut 80%, insgesamt sensationelle Werte.

Derart ausgestattet verzichtete Benjamin Franz bei seinen Tauchgängen im Roten Meer, die zum deutschen Rekord in der Apnoe - Disziplin "No Limit" führten, auf die Verwendung einer Maske. Es zeigte sich allerdings, dass bedingt durch die rasche Abstiegsgeschwindigkeit, die durch den Schlitten erzeugt wurde, nicht über den gesamten Abstieg mit offenen Augen getaucht werden konnte. Doch der Blick auf die Instrumente war realisierbar und der Aufstieg gestaltete sich auch wesentlich sicherer, konnte er doch die Sicherungstaucher deutlich sehen.

Nun soll der Einsatz von Contactlinsen für Models in der nächsten Stufe realisiert werden. Eines ist allerdings zu berücksichtigen. Die Verwendung der gegenwärtig verfügbaren Linsen erfordert eine genaue Vorbereitung des Einsetzens und der Anpassung der Linse ans Auge vor jedem Tauchgang. So müssen die Linsen nach dem Einsetzen einige Zeit "quellen", damit sie auf dem Auge haften. Dies geschieht, indem eine Schwimmbrille getragen wird, die mit keimfreien Süsswasser geflutet wurde. Die mögliche Tauchzeit wird aktuell mit etwa 20 Minuten angegeben, bevor sich der feste Sitz der Linsen lockern kann. Nach dem Tauchgang müssen die Linsen am Auge wieder einige Minuten in Süsswasser quellen, damit sie abgenommen werden können.

Da diese Technologie noch relativ am Anfang steht ist zu erwarten, dass die möglichen Tauchzeiten mit neuen Materialien verlängert werden können und das Procedere der Vorbereitung und Nachsorge vereinfacht wird.

Im Unterschied zu den herkömmlichen weichen Linsen, die, wie schon beschrieben, nur einem sehr geringen Verlustrisiko unterliegen, wird bei den Speziallinsen mit wirklich geöffneten Augen getaucht, so dass die Augenlider keine auf den Linsensitz schützende Wirkung ausüben können.

Zusammenfassung

Moderne Contactlinsen sind eine sehr geeignete Sehhilfe für den Sporttaucher. Die Gasbläschenbildung unter stabilen Linsen sollte nicht

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