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© Herbert Frei

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Schwärmereien

Die steil abfallenden Tauchgründe mit ihrem atemberaubenden Feeling sind die eine Seite von Sipadan, die andere findet man eher im Flachbereich oder an den Kanten zur Tiefsee. Es sind die Schwarmfische, weshalb es Taucher aus aller Welt an diesen Platz zieht. Hier haben die bekanntesten UW - Fotografen und Filmer ihre Aufnahmen gemacht. Angefangen von David Doubilet (gilt als bester UW - Fotograf aller Zeiten!) bis zu Howard Hall (keiner hat je so gefilmt wie er!) waren sie alle hier und haben sich von den Barrakuda- und Jackfisch-Schwärmen verzaubern lassen.
Seit Jahren stehen die großen Fischschwärme vor Sipadan und keiner kann sich das so richtig  erklären. Die Fische in den Schulen haben annähernd dieselbe Größe aber auch dasselbe Alter? Irgendwie muss ein Austausch mit den Nachkommen erfolgen, doch wie das geschieht, scheint ein Rätsel zu sein. Bereits vor über 10 Jahren, als ich zum ersten Mal vor Sipadan tauchte, waren die riesigen Jackfisch - Schulen und der gewaltige Barrakudaschwarm zugegen. Die Jacks bzw. Makrelen halten sich vorzugsweise im Fachwasser bis ca. 7 m auf. Der Hauptschwarm bildet dort einen lebenden Turm, der ständig am Kreisen ist. Die Fische lassen es sich gefallen, dass man mitten hindurchschwimmt. Vor einem geht der Schwarm auf, hinter einem schließt er sich wieder. Ein unglaubliches Erlebnis. Inmitten der Makrelen schwimmen Doktorfische, gelegentlich eine Schildkröte oder auch mal ein Hai.
Während man die Jacks relativ leicht findet....die Divegudes kennen die bevorzugten Stellen der Fische, kann die Suche nach dem Barrakudaschwarm auch mal ein Fiasko im Freiwasser werden. Außer tiefem Blau war dann nicht viel vor dem Auge. Das Problem ist, dass der Barrakudaschwarm hin und wieder im Freiwasser steht, permanent wandert und das unter Umständen auch noch tief. Ihn aufzuspüren, ist selbst für die erfahrenen Tauchführer nicht ganz einfach. Hat man den Barrakudaschwarm entdeckt, heißt es ruhig Blut bewahren und ohne Hektik darauf zuzuschwimmen. Die Barrakudas bilden dann zum Schutz gegen Schwarmeindringlinge einen Kreis, der sich ständig dreht. Man kann hineinschwimmen und sich von den grimmigen Gesichtern beäugen lassen. Passieren kann nichts, denn Taucher passen von der Größer her nicht in das Beuteschema der Tiere. Dieses kreisförmige Positionieren der Barrakudas ist vor Sipadan besonders ausgeprägt. Im Roten Meer wurde dergleichen jedenfalls noch nie in dieser extremen Form beobachtet. Ob das nur besondere Barrakuda - Arten machen? Oder muss das Umfeld stimmen, also besonders dafür geeignet sein?
Neben Jacks und Barrakudas formieren sich vor Sipadan auch Korallenfische zu Schwärmen. Sie sind aber nicht so ausgeprägt und halten mit Ausnahme der Spatenfische und einiger gelber Barbenschulen auch keine dauerhafte Formation. Zu den größten Erlebnissen eines Malaysia-Tauchurlaubs gehört die Begegnung mit Sipadans einzigem Schwarm von Büffelkopf – Papageienfischen, einem der größten im Meer. Allein dieses Erlebnis stellt alles andere in den Schatten. Lässt sogar die vielen Haie verblassen, kann visuell und gefühlsmäßig nur mit dem Tauchen in einem Hammerhairudel verglichen werden.
Büffelkopf - Papageienfische sind die größten ihrer Art. Ihre maximale Länge kann bis 1,5 m betragen, das Gewicht 100 kg und mehr. Die riesigen Hornplatten im ständig geöffneten Maul hinterlassen den Eindruck von mächtigen Mahlsteinen. Hände weg, sonst fehlen sie, so der erste Eindruck. Aber die Tiere sind friedlich, eher etwas scheu, lassen einen ohne Feindseligkeit hindurchschwimmen, biegen bei allzu großer Aufdringlichkeit immer vorher ab. Nie hat einer der mächtigen Büffelkopf - Papageienfische versucht, uns mit seinem mächtigen Schädel zu rammen oder mit dem Horrorgebiss zu verletzen. Sie hätten das sehr wohl können, wir wären ohne Chance gewesen.
Steinkorallen hingegen bekommt die Begegnung mit den Büffelköpfen weniger gut. Mit einem hässlichen Knacken werden die Spitzen gebrochen, Korallenbäumchen abgebissen und wie in einem Rührwerk zermalen. Wo der Büffelkopf - Schwarm seines Weges zieht, hinterlässt er eine Spur der Zerstörung, wie es selbst eine Horde untarierter Taucher mit Bleiflossen an den Füßen nicht schlimmer hinbringen würde. Die Natur nimmt darauf aber keine Rücksicht. Die Tiere wollen leben, also müssen sie fressen, was ihnen die Natur zugeteilt hat. Und das sind Steinkorallen. Die Hoffnung der Fotografen und Filmer wird sich deshalb immer eine halbwegs verträgliche Transparenz  richten, weil Büffelkopf - Papageienfische permanent die unverdauten Bestandteile der in Maul und Magen zermahlenen Korallen als Sand ausscheiden und ein milchiges Umfeld hinterlassen, in dem die Sichtweite gegen Null tendieren kann. Blitzlichtfotografie ist hier nur sehr mutigen Zeitgenossen zu empfehlen.

Tauchgründe

Offiziell besitzt Sipadan 13 Tauchplätze, die aber durch etwas Fantasie auf 15 oder 16 ausgedehnt werden können. Bei leichter Strömung kann man deshalb ohne es zu merken, von einem Tauchplatz zum nächsten getrieben werden. Die Spots unterscheiden sich in ihrem Lebensraum aber oft gravierend. So gibt es Stellen, da kann man Stunden tauchen, ohne eine Schildkröte zu sehen, an anderen Plätzen schwimmen sie fast lästig um einen herum.
Wer Haie sehen will, muss zur White-Tip-Avenue. Hier herrscht immer eine leichte bis mittlere Strömung, so dass die grauen Räuber ohne schwimmen zu müssen am Grund liegend atmen können. Neben Weiß- und Schwarzspitzenhaien geistern auch große Leopardenhaie in der Gegend herum. Mit etwas Geschick kann man sich bis auf 1,5 bis 2 m nähern, dann machen sie den Abgang, kommen aber nach einigen Runden wieder zurück. Hammerhaie kann man im Regelfall nur sehr früh morgens beobachten. Der Early - Morning - Dive beginnt etwa um 5:30 h und geht auf über 50 m hinab. Zu empfehlen ist der Abstieg Tauchern mit Schlafstörungen und solchen, die sich freuen, wenn sie im dämmrigen Graublau einen großen Schatten sehen, der eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Hammerhai hat. Das anschließende Frühstück mit den im Bett Gebliebenen schmeckt dann besonders gut.
Unterschätzt werden die Flachbereiche. Sipadanbesucher gieren fast ausschließlich nach Großfisch, Fischschwärmen und atemberaubenden Steilabfällen. Sogar die Diveguides sind von dieser Manie befallen. Doch die Schildkröteninsel in der Celebessee beherbergt vor ihrer Küste auch einen sehr interessanten Kleintierbereich und wunderschöne Korallen samt Anemonenfelder. Man findet sie aber nicht an den exponierten Stellen, wo die Stürme das Riff geschädigt haben, sondern häufig an kaum betauchten Stellen, die vermutlich keine Namen tragen. Auch die Riffplatten, oft nur 1-2 m tief, ziehen alle möglichen Korallenfische an, die man nie und nimmer an den Steilhängen findet. Man hält es kaum für möglich, aber selbst hier pulsieren Fischschulen vom Makrelen, Füselieren und Barben.
Nur wenige Tauchgründe können von Land aus betaucht werden. Einer ist der Drop-Off. Hier geht es in die Tiefe, dass einem schwindelig werden kann. In 20 m Tiefe befindet sich der Eingang zu einer Höhle, die nicht nur Schildkröten, sondern auch Tauchern zum Verhängnis geworden ist. Große Schilder warnen am Eingang vor der Gefahr drohender Orientierungslosigkeit. Das Gemeine daran: Der Höhleneingang liegt auf 20 m, die Höhle selbst steigt aber an bis auf knapp 5 m. Wenn man das vergisst, stößt man beim Zurückschwimmen immer gegen eine Korallenwand. Selbst gute und erfahrene Taucher waren dann mit ihrem Latein am Ende. Einige konnten sich nur mit viel Glück retten, andere hat es erwischt. Besonders gefährlich war die Schildkrötenhöhle bis vor einigen Jahren in der Nacht, als noch keine Warnhinweise am Eingang befestigt waren. Auf der Suche nach Motiven schwammen Taucher versehentlich hinein und sahen sich unversehens mit einem Höhlentauchgang ohne Orientierungsfaden und ohne Eingangslicht konfrontiert.
Im hinteren Teil der Schildkrötenhöhle liegt auch das Skelett eines Delfins, das aber vermutlich für Tauchtouristen drapiert wurde. Die Schildkrötenpanzer- und Knochen sollen hingegen echt sein und von Tieren stammen, die den Ausgang nicht mehr rechtzeitig fanden.
Wegen der starken Ebbe — dann liegt das halbe Riffdach blank in der Sonne — müssen die meisten Tauchplätze mit dem Boot angefahren werden. Da die Ausfahrten sehr kurz sind (oft kaum 10 min) ist man schon am Tauchplatz, bevor man sich richtig in das Jacket geklemmt hat. Die kurzen Ausfahrten sind auch gut für Seekranke. Meistens ist die See aber glatt. Starke Eintrübungen kann es nach heftigen Regengüssen geben. Dann sollte man sich auf den Nahbereich konzentrieren, der vor Sipadan zu den vielseitigsten überhaupt gehört.     Lesen Sie hier weiter

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