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© Herbert Frei

 

Reiseveranstalter dieser Reportage

WORLDWIDE DIVING
TAUCHSERVICE GmbH
Helligestr. 2 79100 Freiburg
Tel: 0761 - 74050   Fax: 0761 - 796963
eMail: info@worldwidediving.de
www.worldwidediving.de

Wohnen

Auf Sipadan gibt es fünf Resorts. Das beste, schönste und komfortabelste — so die Meinung von Reiseexperten — dürfte wohl das Abdillah - Paradise - Resort sein. Die Bungalows sind geschmackvoll eingerichtet, durchgehend mit Klimaanlagen, Fliegengitter, Casablanca - Ventilator und ordentlichen Betten versehen. Der Toilettenbereich ist gefliest, die Raumhöhen gefällig, Platz für Film- und Fotogerätschaften in ausreichendem Maße vorhanden. Die Räume werden täglich gesäubert, frische Handtücher gereicht und Insekten aller Art entfernt. Ungewöhnlich für Sipadan: Wir sahen nicht eine einzige Kakerlake und auch die Ameisen hielten sich in Grenzen – was sicher nicht als Ergebnis engagierter „Handarbeit“ verstanden werden kann...
Angenehm: Es kann warm geduscht werden. Stechmücken hatten wir nicht eine einzige im Raum, weil wir tagsüber die Klimaanlage laufen ließen...sie nachts aber wegen einer möglichen Erkältung entweder abschalteten oder auf kleinster Stufe laufen ließen.        

Geld (6.04)

Sofern man nicht im Land herumreist, muss man kein Geld umtauschen. Auf Sipadan werden US - Dollar und Euro angenommen. Man kann aber auch mit Karte zahlen. (Visa, American Express oder Masters).
Das malayische Geld heißt Ringgit und Sen. Ein Ringgit sind 100 Sen. Ein Euro sind etwa 4,7 bis 4,8 Ringgit je nach Wechselkurs. Üblich ist auch, vom Malayischen Dollar zu sprechen, wie der Ringgit oft genannt wird. Die offizielle Abkürzung lautet MR (Malaysian Ringgit).
 
Strom

Auf Sipadan laufen die Inselkraftwerke Tag und Nacht. Sie liefern Strom mit 240 V und 50 Hz. Zum Laden von Lampen und Blitzgeräten ist ein Adapter mit drei kräftigen Rechteckpins erforderlich. Kaufen sie sich am besten in Deutschland einen Universaladapter für Auslandssteckdosen (gibt es im Fachhandel), dann gibt es keine Probleme. Vielfachsteckdose nicht vergessen, damit mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden können.
Wer keinen Adapter auftreiben kann, ihn vergessen hat und auch auf Sipaden keinen bekommen konnte, kann sich folgendermaßen behelfen: Im oberen Loch der Steckdose sitzt ein kleiner Metallhebel. Diesen drückt man mit einem Kugelschreiber nach hinten, dann kann man die gewöhnlichen Euro - Stecker verwenden.
 
Gesundheit

Für Sipadan sind keine Impfungen vorgeschrieben. Malaria ist dort nicht bekannt. Stechmücken und Sandflöhe gibt es, aber nicht viele. Gift- und Raubtiere kommen auf Sipaden nicht vor. Medikamente, die sie selbst dringend benötigen, müssen sie mitbringen, weil es auf der Insel keine Apotheke gibt. In Malaysia selbst sind Medikamente frei und ohne Rezept käuflich. Wer seekrank wird, sollte entsprechende Mittel mitnehmen (Reisegold, spezieller Kaugummi).
Tauchen sie vernünftig und wenn möglich immer in der Nullzeit. Sipadan besitzt keine Dekokammer. Unter diesen Vorgaben sind natürlich 50 Meter – Tauchgänge kein Thema! Bis ins nächste Krankenhaus sind es 1 bis 1,5 h übers Meer - mit dem Schnellboot. In besonders dringenden Notfällen kann ein Militärhubschrauber angefordert werden.
     
Sprache

Staats- und Behördensprache ist Bahasa Malaysia, das sog. Hochmalayisch. Malaiisch gehört zur austronesischen Sprachgruppe; diese erstreckt sich von Madagskar über die Philippinen bis nach Polynesien. Auf Sipadan sprechen Diveguides und Personal ein verständliches Englisch. Die malyaische Sprache besitzt eine unkomplizierte Grammatik und Aussprache; wie man die Worte liest, so spricht man sie auch aus. Überall sieht man die malayische Sprache auch in lateinischen Buchstaben.
       
Essen

Sipadan und eben auch das Abdillah - Resort werden stark von Hongkong - Chinesen und Japanern besucht. Deren Reiseentfernungen sind deutlich näher als die von Europa. Deshalb lohnen sich für diese Urlauber auch Kurztrips (2-5 Tage), wie wir sie nur von Ausflügen nach Österreich oder Südfrankreich her kennen.
Aufgrund der starken asiatischen Frequentierung wurde auch das Essen primär auf diese Zielgruppe ausgerichtet. Reis, Fisch, gedünstetes Gemüse, süß - saure Bällchen, Glasnudelsuppe... aber auch Pommes und Stampfkartoffeln. Das Essen wird generell in Büfettform angeboten; Früchte gibt es zu jeder Mahlzeit. Für Europäer könnte das Frühstück eventuell gewöhnungsbedürftig sein. Morgens Nudeln mit Tomatensoße, das mag nicht jeder. Aber es gibt als Alternative auch Toast mit Marmelade und manchmal einen gut schmeckenden, aber undefinierbaren Kuchen.
Trotz muslimischer Lebensart der Bediensteten bekommt man auf Sipadan auch alkoholische Getränke wie Bier und Wein. Softdrinks wie Cola und 7-up sind kostenpflichtig, der angerührte Fruchtsaft (schmeckt gar nicht so übel) sowie Tee und Kaffe sind frei.
 
Tauchschule

Sie ist dem Abdillah - Resort angegliedert und mit dem Nötigsten ausgestattet. Wer nichts mit hat, kann trotzdem tauchen, sollte aber keine Extremfigur (besonders groß oder extrem dick) haben. Shortys, Atemregler und Jackets sind ausreichend vorhanden. Ausgebildet wird nach PADI - Richtlinien. Die Guides sind freundlich und versuchen immer Neues und Großes im Freiwasser aufzureißen. Manchmal vergeblich. Dann kann es zumindest für Fotografen besser sein, im Riff auf Pirsch zu gehen.
Zusammen mit dem Partner bzw. der Partnerin kann man auch allein tauchen und Motive suchen. Das ermöglicht ein sehr individuelles Planen. Die Guides tragen auch mal die Kamera, sind im allgemeinen sehr zuvorkommend.     
Angeboten werden pro Tag sechs Tauchgänge, die man natürlich nicht alle mitmachen muss. Man genießt aber so gewisse Freiheiten, auch mal länger schlafen zu können oder zur unchristlichen Zeit um halb sechs Uhr morgens einen Hammerhaitauchgang herunterzureißen. Die Tauchgänge sind alle begleitet, außer um 17:00 Uhr. Dann kann man mit dem Partner allein am Hausriff tauchen und sich fotografisch in aller Ruhe austoben. Zu dieser Zeit erwachen die Räuber und sammeln sich die Friedfertigen, so dass man der Eindruck gewinnt, das Riff und platzt fischmäßig buchstäblich aus allen Nähten.

Tauchen

Vor dem Abdillah - Resort erstreckt sich ein großes Saumriff, das bei Ebbe teilweise trocken liegt. Tauchen ist hier von Land aus auch bei Flut nur schlecht möglich. Es sei denn, jemand schnorchelt gerne 100 - 200 m. Man muss deshalb etwa 5 Minuten am Strand entlang bzw. durch zwei Nachbarresorts gehen, dann stößt man auf eine Steilwand, die fast vom Strand aus ins Bodenlose abfällt.
Mit Ausnahme der Five O`Clock- und Nachttauchgänge genießt man Sipadan unter Wasser grundsätzlich vom Boot aus. Die Tauchgruppen liegen größenmäßig bei 8 - 12 Teilnehmern. Weitwinkelfotografen sollten sich etwas absetzen, sonst sind nur Blasen auf den Bildern. Sipadan ist taucherisch stark frequentiert. Nicht selten begegnet man anderen Tauchgruppen, die einem entgegenkommen oder überholen. Die Tauchgründe sind jedoch so vielseitig und weitläufig, dass das kein Problem darstellt. Etwas lästig kann es sein, wenn man die großen Fischschwärme solo oder mit Model fotografieren oder filmen will, und es halten sich permanent andere Taucher im Vordergrund auf... die das natürlich auch sehen wollen und deshalb verständlicherweise längere Zeit an solchen Plätzen verweilen. Dann heißt es Ruhe bewahren und warten, irgendwann lässt das Interesse an den Fischschulen nach und die Tauchgruppe zieht weiter.
Ein Tiefenlimit gibt es offensichtlich nicht. Frühmorgens um 6:00 Uhr steigen die Guides mit Hammerhai-Freaks auch schon mal bis auf fast 60 m (!!!) hinab, um dort einige graue Schatten zu präsentieren. Wer das mag...
Positiv ist allemal, dass sehr viel Rücksicht auf filmende und fotografierende Urlauber genommen wird. Auch die Briefings (Tauchgangbesprechungen) sind recht ausführlich und treffen im Kern meistens zu.

Mabul

Nachbarinsel von Sipadan. Mit einem schnellen Boot erreicht man dieses Eiland in knapp einer Halben- bis Dreiviertelstunde. Der Ausflug ist kostenpflichtig, aber zu empfehlen. Auf Mabul kommen Makrofans total auf ihre Kosten. 

Adapter

Normalerweise muss man in Länder wie Malaysia DIN/INT - Adapter mitnehmen. Im Abdillah - Resort kann die Tauchschule aber auch mit DIN - Ventilen aufwarten. Eine handfeste Überraschung. Trotzdem, ein Adapter ist kein überflüssiges Zubehör. Wenn mal keine DIN-Flasche gefüllt sein sollte, kann man wenigstens ausweichen. 

Boote

Die Tauchboote sind im Prinzip ausreichend groß und für ca. 10 - 12 Personen ausgelegt. Mehr sollten es nicht sein, sonst kann man die Kameras nicht mehr richtig ablegen. Fotogruppen bekommen, wenn die nötige Zahl von Tauchern vorhanden ist, ein eigenes Boot. 

Strömungen

Sie gibt es, aber nicht extrem, obwohl auch schon mal Leute abgetrieben worden sind. Aber man hat sie alle wieder gefunden. Fälle von „spurlos verschwunden“ wie auf den Malediven, sind unbekannt. Gegen die meisten Strömungen kann man bei guter Kondition eine Zeitlang anschwimmen, muss aber nicht. Am Riff treiben lassen und warten bis sie aufhört, ist gängige Praxis. Die Tauchboote treiben mit, außerdem befindet man sich immer und überall im Sichtbereich von Sipadan, könnte zur Not auch an Land schnorcheln. Oftmals sind andere Boote in der Nähe.

Film und Foto

Sipadan ist Weitwinkelland und Makroparadies in einem. Ob Sie analog oder digital fotografieren, spielt hier keine Rolle —  Hauptsache eine Kamera begleitet Sie zu den phantastischen Tauchgründen. Blitzen mit der digitalen Kompaktkamera sollte über einen externen Blitz geschehen, weil der integrierte Kamerablitz sein Licht auf die vielen Trübstoffe abgibt, die dann zurückstrahlen. Die großen Fischschwärme kann man, wenn sie im Flachwasser ihre Kreise ziehen, auch ohne Kunstlichteinsatz belichten. Vielfach ist das sogar besser, als sich störende Blendenreflexe und Schwebeteilchenflecken einzuhandeln.
Mittlerweile kann man auf Sipadan auch die wichtigsten Batterien und Filme (Fuji und Kodak) in den Trader-Shops kaufen, sollte sich aber besser zu Hause eindecken, weil das wesentlich billiger kommt. Digitalfotografen können ihre UW - Bilder im Abdillah - Resort auf CD-R brennen lassen. Ein feines Angebot, wenn man kein Kartenlesegerät mit hat und die Speicherkarten allmählich voll werden. Wer sich in die UW - Fotografie einarbeiten möchte, kann 1 - 2 tägige Fotokurse nach PAD I- Ausbildungsrichtlinien buchen. 
Soll über Ihren Aufenthalt auf Sipadan ein kleiner Film gedreht werden? Ein tolles und qualitativ hochwertiges Angebot, das wir mehrmals in Augenschein nehmen duften. Der auf der Insel angestellte und professionell arbeitende Videograph Walter Foo erstellt auf Wunsch ein persönliches Video mit sehenswerten UW - Sequenzen. Das filmische Niveau ist recht hoch. Ruhige Kameraführung, spannender Schnitt, passende Musik und wechselnde Szenen ziehen den Streifen auf ein akzeptables Niveau.
Walter Foo filmt grundsätzlich mit einem UW - Filter, der den Blaustich unterdrückt. Dadurch entsteht ein Streifen mit Rotüberschuss und unwirklicher Wasserklarheit. Die etwas überzogenen Farben gefallen den meisten Urlaubern. Das Geschäft lief zumindest während unsere Anwesenheit nicht schlecht... Walter war permanent auf Achse. Ca. 50 US-Dollar kostet das persönliche Video — eine nette Erinnerung für Urlauber, die sich auch mal selbst im Film erleben wollen.

Schildkrötenfarm

Sollte man unbedingt besuchen. Gegen Abend (17:00 bis 17:30) graben die WWF-Mitarbeiter die geschlüpften Schildkröten aus und lassen sie vom Strand aus einige Meter ins Wasser robben. Mit dieser Maßnahme schützt man die kleinen Turtles vor Landfeinden und gibt ihnen gleichzeitig die Orientierung mit auf den Weg, damit sie in einigen Jahren zum Ablaichen die Strecke zurück nach Sipadan wiederfinden.
Die kleinen Schildkröten können auf dem Weg ins Meer fotografiert werden. Blitz nehmen, weil die Turles schwarz sind und Sonne meistens schon tief steht.            

Sicherheit

Nach dem Entführungsdesaster der Familie Wallert im Jahre 2000 hat sich einiges getan. Auf Sipadan ist das malayische Militär permanent präsent. Dschungelkämpfer ziehen gelegentlich am Abend ihre Runden, inspizieren den Strand und beobachten näherkommende Fischerboote.
Man kann und soll es nicht verschweigen, die Gegend um Sipadan und um Tavau wäre unsicher, wenn hier keine Soldaten stationiert wären. So aber kann man ohne Sorgen seine Ferientage auf Sipadan verbringen...die Gegend steht auch von See aus durch militärische Schnellboote unter ständiger Überwachung.
Vielleicht ist es nicht Jedermanns Sache im Schatten von Maschinengewehren, Bazookas und Kanonenbooten zu tauchen... man gewöhnt sich daran und fühlt sich irgendwann wohler als an einem einsamen und entlegenen Strand, wo man nie weiß, wann einige islamische Spinner von den südlichen Philippinen aufkreuzen und ihre verqueren Ideen und Vorstellungen mittels Gewalt verbreiten wollen.               

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