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Mabul

Mit einem schnellen Boot erreicht man Mabul von Sipadan in knapp 30 min, die Celebes-Explorer braucht vielleicht 10 min länger. Auf Mabul befindet sich ein Eingeborenendorf und zwei große Resorts, darunter das Water Village - eine exklusive Anlage für zahlungskräftige Japaner und Amerikaner. Sicher ist, dass die noch auf Sipadan ansässigen Borneo-Divers hier ihre Zelte aufschlagen werden. Mabul kann ebenso wie Sipadan auch als Stützpunkt für eine Woche Tauchen mit anschließendem Wechsel auf die Celebes-Explorer genutzt werden.
Die Tauchgründe um Mabul sind sehr abwechslungsreich, es fehlen aber die Großfischbegegnungen von Sipadan. Dagegen ist der Kleintierbestand exzellent. Teilweise taucht man über Sandgrund und Seegras (vor Water-Village) mit vielen Seepferdchen, Sandaalen, Skorpionfischen und Frogfischen. Diese Stellen werden auch für Nachttauchgänge genutzt. Etwas Vorsicht ist geboten, weil die Strömung vehement blasen kann. Das ist aber auch abhängig von den Mondphasen. Stellenweise ist die Sicht durch Sandpartikel etwas eingeschränkt. Sipadan bietet ganz klar die bessere Transparenz.
Bei Mabul fand man auch einige Gorgonienstöcke mit roten Pygmäenseepferdchen. Sie sind leider für Ungeübte sehr schwer zu finden. Ohne Tauchguide ist die Suche zufallsbehaftet. Schildkröten und Rotfeuerfische sind häufig anzutreffen, ebenso viele Nacktschnecken. Die Steilabfälle sind nicht so gewaltig wie die vor Siapadan, dafür sind sie überschaubarer und lange nicht so tief.

Fototipps

Mabul ist Makrogebiet. Nahaufnahmen bis hin zu echten Makros von 2:1 sind hier die Domäne der UW - Fotografie. Wer auf Mabul taucht und fotografiert benötigt deshalb unbedingt ein Makroobjektiv oder ein Makrozoom. Viele Frogfische oder Rotfeuerfische sind aber so groß, dass auch ein 28er passend sein kann. Wer eine digitale Kompaktkamera verwendet, kann an diesem Ort die Brennweitenmöglichkeiten des Kamerazooms gezielt ausspielen. Und je näher es sich einstellen lässt, desto brillanter werden die Bilder, weil die permanent vorhandenen Trübstoffe infolge des kurzen Motivabstandes weniger werden.
Zumindest im Flachwasserbereich bis etwa 5 m Tiefe können mit Videoleuchten gute Ergebnisse erzielt werden. Schöne , weiche Farben und blaues Wasser im Hintergrund. In den Resorts findet man überwiegend UW - Fotografen und Videografen. Als Insel ist Mabul nicht nur vom Wohnen her gesehen ein Gedicht, auch fotografisch bietet die Location einiges an Motiven. Absolut sehenswert, weil weitgehend natürlich geblieben, ist das Dorf der Einheimischen. 

Kapalai

Ob man Kapalai überhaupt als Insel bezeichnen kann, ist strittig. Im Prinzip handelt es sich um ein auf Pfählen errichtetes Dorf auf einem Riff. Wer hier wohnt, kann vom Schlafzimmer aus tauchen gehen. Kapalai ist ein Tauchresort, vorzugsweise für Asiaten und Amerikaner. Informativ sind die Fotoausrüstungen der Taucher. Viele UW - Gehäuse und Blitzgeräte von Sea & Sea und Nexus, gelegentlich eines von SeaCam und die bei uns noch wenig bekannten INON-Blitze geben sich an diesem Riff ein Stelldichein. Auch Ikelite ist noch ganz proper vertreten. Bemerkenswert: Viele der fremdländischen Gäste blitzen auch im Makrobereich mit zwei Blitzgeräten, davon meistens der rechte im Sklavenblitzbetrieb. Neben einigen analogen Profikameras (F5 und EOS 1V) dominieren die analogen SLR`s. Geld scheint an einigen Stellen auf der Welt keine Rolle zu spielen.
Das Meer rund um Kapalai ist alles andere als klar. Dicke Wolken von Trübstoffen mit beklemmend großen Partikeln treiben umher. Die Stimmung als Baggerseeatmosphäre zu bezeichnen, ist weder über- noch untertrieben. Doch in dieser Nährsuppe gedeiht eine äußerst abwechslungsreiche Fauna, die mit minütlichen Überraschungen aufwartet. Die Nah- und Makrowelt ist eine der besten in der Celebes-See.
In 21 m Tiefe liegt ein Holzgestell mit Glasfischen, freischwimmenden Rotfeuerfischen und einem Schwarm mit Schmetterlingsfischen. Ein absoluter Topplatz für Fischfotografen. Die Fische sind alle stationär, so dass man sie immer dort antrifft. Auf 18 m Tiefe befindet sich ein kleines Holzwrack mit vielen Skorpionsfischen, Muränen und gelben Schnappern. Auch Zackenbarsche und große Makrelen patrouillieren um das versunkene Boot. Kapalai ist von Mabul in weniger als 30 min erreichbar. Ein Tauchziel, das man nicht auslassen sollte — trotz und gerade wegen der geringen Transparenz.

Fototipps

Das trübe Wasser bereitet möglicherweise etwas Probleme, wenn der Blitz nicht sauber positioniert wird. Deshalb immer mal wieder die Ausrichtung desselben überprüfen. Soll man hier einen oder zwei Blitzgeräte verwenden? Wenn zwei Blitzgeräte zum Einsatz kommen, sollten diese auf der optischen Achse parallel ausgerichtet werden. Achten sie darauf, dass der lichtdurchflutete Raum möglichst klein gehalten wird. Keinesfalls eine frontale Blitzposition ausrichten. Das endet in einen total flauen und von Schwebeteilchen verseuchten Bild. Ein einziger Blitz, wenn er hoch über der Kamera ausgerichtet wird, und ein sonnenähnliches Licht abgibt, dürfte von Einsteigern eventuell besser beherrschbar sein.
Die Motive beschränken sich aufgrund der geringen Sicht auf den Nah- und Makrobereich. Fisheye- und Superweitwinkelbilder sind zum Teil möglich, erfordern aber etwas Übung und Erfahrung bei solchen Sichtverhältnissen zu fotografieren. Wichtig ist, dass am Holzgestell und am Holzwrack nicht zu viele Taucher bzw. UW - Fotografen umherschwimmen. Man sollte deshalb nicht dort abtauchen, wenn Kapalai - Urlauber kurz vorher auf Tiefe gegangen sind. Das Problem liegt weniger in deren Anwesenheit als an den Wartezeiten, bis man an sein Motiv kommt. Denn in 21 m Tiefe läuft die Zeit wie im Hundertmetersprint, wenn man untätig zuschauen muss, weil andere in einer besseren Position sind. 

Si Amil

Diese kleine Insel überrascht mit hervorragenden Sichtweiten, deutlich besser als die von Sipadan oder Mabul. Ein Wunderwelt tut sich im Riff auf. Die UW - Landschaft gehört zu den schönsten in diesem Teil des Meeres. Endlose Weichkorallenfelder und riesige Gorgonienfächer in tief Violett und Rosa überziehen den Untergrund. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl hier dahinzugleiten.
Obwohl der Fischbestand qualitativ nicht mit den Schönheiten der UW - Landschaft mithalten kann, sind mehr Highlights zu sehen als man anfangs vermutet. Krokodilsfische, Feilenfische und viele unterschiedliche Nacktschnecken spürt man am laufenden Band auf. Vor Si Amil entdeckte der Tauchguide auch den seltenen und gut getarnten Sargasso - Frogfisch. Das romantische Eiland mit seinen märchenhaften Sandbuchten ist unbewohnt. Viele Tauchschiffe scheint es nicht hierher zu ziehen, denn die UW - Welt ist weitgehend unberührt und ohne sichtbare Schäden. So einsam und unbeobachtet man sich hier auch fühlen mag, allein ist man nicht. Kriegsschiffe der malayischen Marine patroullieren ohne Unterlass am Horizont, damit den teuren und geschätzten Gästen nichts passiert.
Auf Si Amil sollte man zwei Tauchgänge machen. Einfach, weil es so schön ist. Am Maratua - Riff (Tauchplatz bei Si Amil) erwarten einen unberührte Korallengärten mit Formationen von unbeschreiblicher Faszination.
  
Fototipps

Si Amil ist prädestiniert für Superweitwinkel- und Fisheyeobjektive. Mehr noch als Sipadan. Taucherbilder und Landschaften sind die großen Fotothemen an diesem Platz. Wobei zu sagen ist, dass sich leichte und mittlere Weitwinkeloptiken (z. B. 28 mm bzw. 20 mm) besonders gut für das Ablichten der Weichkorallenstöcke eignen. Wegen der Wasserklarheit kann oft unbedenklich geblitzt werden. Auch mal frontal. Die grandiose UW-Landschaft mit ihrem immensen Farbenreichtum sollte mit mindestens 114° Bildwinkel (besser noch Fisheye mit 180°) und zwei Blitzgeräten eingefangen werden. Wer mit dem Makroobjektiv oder einer digitalen Kompaktkamera und extrem naheinstellbarem Zoom in die Fluten steigt, hat gute Chancen seltene und bizarre Geschöpfe im Kleinformat fotografieren zu können.  

Danawan

Das Eiland liegt unmittelbar neben Si Amil und ist doch völlig anders.  Das Wasser ist erheblich trüber, der Untergrund weitaus sandiger und der Korallenbewuchs sichtlich geringer. Aber die wenigen Korallenstöcke haben es in sich. Krötenfische, Schaukelfische und Drachenköpfe liegen hier Hand in Hand.
Die Unterwasserwelt wird vordergründig von großen Schwämmen geprägt, die über und über mit weißlichen Seegurken bedeckt sind, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit farblosen Würmern haben. Diese Location verträgt auch mal ein Weitwinkel- oder Fisheyebild. Insbesondere die großen gelb - braunen Buschkorallen sind große Bildwinkel wert. Ansonsten ist das Terrain eine ausgesprochene Makrowelt.   
Danawan ist durchaus mehr als einen Tauchgang wert, auch wenn man das beim Abtauchen eher verneinen würde. Allerdings gewöhnt sich das Auge in der sandgetrübten Umgebung mit der Zeit an die wenigen belebten Stellen und findet sehenswerte Motive. So stießen wir wohl eher zufällig auf einen Korallenstock mit vier verschiedenfarbigen Schaukelfischen. Ein echter Knaller. Die Insel besitzt offiziell nur einen einzigen Tauchplatz und ist angeblich militärische Sperrzone - ein Kriegsschiff ist hier stationiert, um Entführungen zu verhindern sowie in das malayische Hoheitsgebiet eingedrungene Rebellen aufzuspüren und zu eliminieren.

Fototipps

Wo Sand im Wasser treibt, ist Blitzlicht sehr verhalten einzusetzen. Ganz kann man natürlich nicht darauf verzichten, weil viel interessante Motive erst ab 5 m Tiefe zu finden sind. Stellen Sie den Blitz so, dass sein Licht weitgehend senkrecht von oben kommt. Dann werden nur wenige Schwebeteilchen reflektiert. Es entsteht der Eindruck von Sonneinstrahlung.
Wer mit einer digitalen Kompaktkamera fotografiert, sollte den integrierten Kleinblitz nicht einsetzen. Sein frontal abstrahlendes Licht erfasst alle Sandpartikel im Bereich des Bildwinkels und macht somit die meisten Bilder unbrauchbar. Nachträgliche Bildbearbeitungen zum Entfernen der Schwebeteilchen kosten enorm viel Zeit kosten und bringt trotzdem kaum sichtbaren Erfolg. Besser fährt man hier mit einer Lichtanlage, die den Vorteil bietet, dass man die Wirkung des Lichtes vor dem Auslösen zumindest ansatzweise beurteilen kann.

Bohayan

Ein kleines Eiland in der Celebes-See mit einem wunderschönen Korallengarten, der sich von 2 bis 10 m Tiefe erstreckt. Die Unterwasserwelt wird überwiegend von Weichkorallen, Lederkorallen und seltsam geformten Steinkorallen bestimmt. Landschaftlich einmalig schön und fotogen. Großfische sind mit Ausnahme einiger Blaupunktrochen kaum ausfindig zu machen. Vermutlich wird hier viel gefischt oder geangelt. Auch die Fischschwärme sind nicht besonders mächtig, bestehen insbesondere aus relativ kleinen Exemplaren. Nacktschnecken sind häufig vertreten, ebenso Grundeln und Plattfische, die man aber erst in 20 m Tiefe auf dem Sandgrund antrifft.
Paradiesisch schön ist der im Flachwasser angesiedelte Korallengarten. Die Natur hat hier etwas Einmaliges geschaffen. Inmitten braun-violetter Softkorallen wächst hier und da eine gelbe Geweihkoralle wie ein Farbtupfer in einem großen Mosaik. Bei Sonnenschein gleicht der Tauchgang in der Flachwasserzone dem Schweben über einem riesigen Goldschatz.

Fototipps

Bohayan ist ein Fleck für die Weitwinkelfotografie mit Ambitionen für das Ablichten von Korallengärten und solitären Korallenformationen. Natürlich kommen hier auch Makrofreaks auf ihre Kosten, haben es aber schwerer. Erstaunlich ist die Feststellung, dass, obwohl sehr wenig Fische vorhanden sind, sich die wenigen oft unproblematisch ablichten lassen. An dieser Insel ist aber explizit erkennbar, dass die wirklichen Superbilder von Fischen in der Celebes-See eher vor Sipadan gemacht werden können.

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