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© Herbert Frei

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Mantabuan

Unbewohntes, winziges Eiland mitten im Meer. Das vorgelagerte Riff ist bei Ebbe freigelegt. Mantabuan, das im übrigen nichts mit Mantas zu tun hat, besitzt einen herrlichen Korallengarten, in dem sich viele Blaupunktrochen tummeln. Beim Gezeitenwechsel zieht es mitunter höllisch. Doch die starke Strömung ist weitgehend ungefährlich, weil sie ohne heimtückisch abzudriften immer am Riff entlang geht. Somit können hier auch Anfänger ins Wasser, die so was noch nie erlebt haben. Die Sicht ist eher mittelmäßig, der Bewuchs sehr gut und die Makrofauna ein Gedicht.
Nacktschnecken, ungewöhnliche Korallenstrukturen und Muster sowie riesige Seegurken mit kleinen roten Krebschen trifft man allenthalben beim gemütlichen Gleiten und Treibenlassen. Im Sand tummeln sich ungewöhnlich viele Grundeln mit Signalkrebsen. Erstaunlich auch hier: Kein Fisch war größer als 50 cm. Der Rest war allerdings auch nicht scheu. Mantabuan ist ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Sibuan, aber immer einen Tauchgang wert.

Fototipps

Wegen der beim Gezeitenwechsel starken Strömung ist die Makrofotografie in dieser Zeit nur bedingt zu empfehlen. Wenn sich das Wasser aber wieder beruhigt hat, entdeckt man außergewöhnliche Motive, für die es sich lohnt, etwas länger zu verweilen. Ansonsten kann man trotz der etwas mäßigen Sicht attraktive Landschaftsbilder vom Korallengarten gestalten. Dazwischen liegen kapitale Krokodilsfische, die selbst ein Domeglas auf der Maulspitze kaum aus der Ruhe bringt. Für die kleinen Krebschen auf den Seegurken sollten Sie ein 100 mm Makroobjektiv mit 2-fach Telekonverter benutzen. Dann hat man die Winzlinge im Maßstab 2:1 auf dem Film oder der Speicherkarte. Taucher mit einer digitalen Kompaktkamera benötigen eine Vorsatzlinse. Nicht täuschen lassen, auch eine Naheinstellung von 2 oder 3 cm garantiert nicht immer einen großen Abbildungsmaßstab. Fast immer ist es auch so, dass die extremen Naheinstellungen der digitalen Kompaktkameras nicht mit dem Kamerablitz ausgeleuchtet werden können. Nur ein externes Blitzgerät bringt Licht vor den Frontport. 

Sibuan

Einer der besten Tauchplätze der gesamten Reise. Mandarinfische, grüne Grundeln, Seeigelfelder, Sandaale, Nachtschnecken und ein toller Korallenbewuchs setzen das Auge in Verzückung und die Kamera unter Strom. Über den Sandflächen ist das Wasser erstaunlich klar und kaum mit Trübstoffen versetzt.
Selten gesehen, hier sogar fotografierfähig, ein Schwarm Messerfische hat über einem Korallenfeld seinen festen Standplatz. Die Anhäufung der Fische ist so dicht, dass man auch mit dem Makroobjektiv problemlos Ausschnitte fotografieren kann. Und auch ein Superweitwinkel wäre nicht fehl am Platz. Die Artenvielfalt würde es erforderlich machen, dass man vor Sibuan mehrmals taucht. Das ist dann möglich, wenn die Reise zwei Wochen dauert.
Die kleine Insel Sibuan ist ein militärischer Stützpunkt der malayischen Marine, die von hier aus die Handelswege und Schiffsrouten überwacht, insbesondere aber den Schutz der ausländischen Taucher vor den Abu Sayaf Rebellen aus den südlichen Philippinen garantiert. Auf Sibuan befinden sich Schützengräben und schwere Waffen. Die Insel beherbergt unter anderem auch ein Dorf der Seezigeuner, die hier immer mal wieder für einige Wochen leben. Seezigeuner - der Name ist kein Schimpfwort, sondern historisch geprägt und in der malaischen Sprache verankert - sind ein Seefahrervolk, das wie Nomaden von Insel zu Insel zieht.
Wir hatten das Glück, dass während unseres Aufenthaltes auf der Celebes-Explorerer an Bord der Oberkommandierende der malayischen Seestreitkräfte anwesend war. Er ist Taucher aus Leidenschaft und seine Frau machte gerade den PADI OW - Tauchschein. Somit hatten wir Gelegenheit, Sibuan zu betreten und sowohl das Militärcamp als auch das Dorf der Seezigeuner zu besichtigen.
 
Fototipps

Vor Sibuan kann es leichte Strömungen geben, die aber ohne Schwierigkeiten zu bewältigen sind. Die Mitnahme von zwei Kameras wäre deshalb kein riskantes Unterfangen. Neben Makroobjektiven bieten sich zwingend auch mittlere Weitwinkelbrennweiten an, die man mit einer digitalen Kompaktkamera und Wide-Zoom (27 mm oder 28 mm) einstellen sollte. Damit kann man die mittelgroßen Korallen und insbesondere den Schwarm der Messerfische formatfüllend auf den Monitor oder das Kleinbildformat bekommen. Für Taucherbilder ist die Unterwasserwelt vor Sibuan natürlich auch geeignet, aber es gibt hier so viele fantastische Nah- und Makromotive, dass man sich solches in Regelfall verkneifen sollte. Übrigens: Die Mandarinfische halten sich hier vorzugsweise zwischen den langen Stacheln der großen schwarzen Seeigel auf, bringen deshalb die meisten UW - Fotografen an den Rand des Wahnsinns oder je nach Gemütslage in die Nähe eines Wutausbruches. Insbesonders, wenn man im Jagdeifer mit den Seeigeln Kontakt aufgenommen hatte.

Infos

Anreise

Üblicherweise von Frankfurt nach Kuala-Lumpur, dort steigt man um und fliegt nach Borneo zum Flughafen von Kota Kinabalu. Nochmaliges Umsteigen in einen kleinen Flieger nach Tavau. Im Kleinbus geht es dann über Land zur Hafenstadt Semporna. Die Celebes Explorer wartet im Hafen. Innerhalb von zwei Stunden ist man schon im  Tauchgebiet von Sipadan.

Borneo

Gilt als größte Insel der Welt, wenn man Grönland und Australien (Kontinent) unberücksichtigt lässt. Borneo, das auch Ost-Malaysia genannt wird, ist aufgeteilt zwischen Malaysia und Indonesien. Die Provinzen Saravak und Sabah gehören zu Malaysia, Kalimantan zu Indonesien. Daneben befindet sich noch das Sultanat Brunei auf Borneo, dessen Herrscher mit seinen Ölquellen als reichster Mann der Welt gilt. Brunei ist ein kleiner, am Südchinesischen Meer gelegener Staat, der an Land von der Provinz Savarak umschlossen ist.
Noch verfügt Borneo über einen weitgehend geschlossenen Regenwald mit vielen uns unbekannten Tierarten. Hier findet man auch Rafflesia arnoldii, mit einem Blütendurchmesser von über einem Meter die größte Blume der Welt. Gefahr droht dem Regenwald von wilden Feuerrodungen, über die manche Bauern die Kontrolle verlieren. Auf diese Weise wird kostbare Natur vernichtet, die kaum mehr regeneriert werden kann. Zu den empfehlenswerten Dschungeltouren gehört eine Expedition auf den 4101 m hohen Mount Kinablu, Malysias höchsten Gipfel. Er liegt im Kinablu - Nationalpark und kann auch von einem mittelmäßig durchtrainierten Menschen in drei bis vier Tagen bestiegen werden. Das Übernachtungsangebot im Nationalpark ist groß und genügt den meisten finanziellen Vorstellungen. Für die Tour ist ein Guide erforderlich.

Sicherheit

Sie wird von Seiten der malayischen Regierung groß geschrieben. Überall patroullieren Schnellboote, auf vielen Inseln sind Soldaten stationiert. Die Celebes-Explores diente während unseres Aufenthaltes dem kommandierenden Offizier der Celebes-See, Lt. Col. Mohammed Nasir bin Mohammed Ali, als Hotel, Tauchbasis und Aufenthaltsort. Sicherer hatten wir noch nie getaucht. Das Wohl und die Sicherheit der Touristen ist eine politisch gewollte Sache, die mit allen Mitteln durchgezogen wird.    

Klima

Malysia besitzt ein tropisches Klima mit viel Regen und hoher Luftfeuchtigkeit. Davon bekommt man auf dem Tauchschiff mit Ausnahme einzelner Regengüsse wenig mit. Auf dem Meer windet es immer etwas, weshalb man die warme und feucht-schwüle Luft nicht als lästig empfindet. Auf der Celebes Explorer sind außerdem in allen Räumen Klimaanlagen installiert.

Seezigeuner

Woher sie genau stammen, ist ungeklärt. Vermutlich kommen sie von den südlichen Philippinen. Die Bezeichnung Seezigeuner ist kein Schimpfwort, sondern steht für Menschen, die wie Nomaden in der Celebes-See leben und von Insel zu Insel ziehen. Ihren Lebensunterhalt verdingen die Außenseiter überwiegend mit Fischfang; Ackerbau wird nicht betrieben. Frische Früchte finden die Nomaden auf unbewohnten Inseln, die von ihnen sporadisch in Besitz genommen werden. Wenn die Location nicht mehr genügend für die Gruppe abwirft, ziehen sie weiter.
Auf der Insel Sibuan werden sie vom Militär geduldet, haben dort auch feste Holzhäuser mit Palmwedeldächern gebaut. Der Inzucht begegnen die Seezigeuner, indem sie sich den Lebenspartner aus einer anderen vagabundierenden Gruppe suchen. Ganz vermeiden lässt sich das Problem aber nicht. Alte und Schwache werden von der Gemeinschaft mitgetragen. Die Toten werden der See übergeben. Seezigeuner begegnen europäischen Besuchern zuerst mit Zurückhaltung, später entwickelt sich ein freundliches und herzliches Verhältnis. Das Fotografieren - auch von Mädchen und Frauen - ist möglich und kann ohne Trinkgeld geschehen. Die kriminelle Energie und das menschenverachtende Element der aus den Philippinen stammenden Abu Sayaf Rebellen ist ihnen fremd.

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