|
angeordnete Arretierstifte garantieren beim Ansetzen der Gehäuserückwand die richtige Lage zwischen Dichtfläche und O-Ring.
Drei Schnellspannverschlüsse halten die beiden Gehäuseteile sicher zusammen.
Außenmikrofon
Zu jedem Bild gehört auch ein guter Ton. In der Gehäusevorderseite ist
serienmäßig ein Außenmikrofon (mono) vorgesehen.
Blick ins Innere
Die Innenmaße des MPK-TRV scheint genau auf die Bauform des DCR-TRV890/-900 abgestimmt zu sein, denn
nur wenige Millimeter Luft an manchen Stellen erfordern beim Ersteinbau schon etwas Fingerspitzengefühl.
Das Gehäuseinnere wirkt sehr aufgeräumt. Außer den beiden lose verlegten
Steckkabeln für Mikrofon und LANC-Kabelfernbedienung sowie dem aus dem Kameramontageschuh herausgeführten Video-Out-Anschlusskabel schmiegt sich am Gehäuseboden nur noch der festverlegte
Flachbandsensor des Wassereinbruchmelders (Leak control) an. Die Gehäuseelektronik ist in einem schwarzen Plastikgehäuse versteckt.
Bildüberwachung
In der
Gehäuserückwand ist der gehäuseeigene LC-Farbmonitor integriert. Dieser wird über einen separaten Akku, der zum Lieferumfang des MPK-DVF2 gehört, betrieben.
Die Betriebsbereitschaft
des LC-Farbmonitors wird durch ein aktives Videosignal aus dem Camcorder gesteuert. Nach ca. 5 Minuten Aufnahmepause schaltet die Handycam ab und der LC-Farbmonitor wird aus Stromspargründen
ebenfalls außer Betrieb genommen,
Funktionsanzeigen
Zwei im Blickwinkel des Videografen positionierte Leuchtdioden (LED) informieren über Aufnahme (Rot) und zu hohe
Feuchtigkeit im Gehäuseinneren (Gelb).Die von den beiden im Gehäusevorderteil plazierten LED’s ausgesendeten Lichtstrahlen werden mittels Lichtleiter bis zum Gehäusende weitergeleitet,
wo sie rechts neben dem LC-Monitor im Blickfeld des Videografen enden.
Sucheroptik ohne Sonnenschutz
Die Sucheroptik vergrößert den Bildschirm (1,8 cm Diagonale) des
Farbmonitors auf ca. 5,8 cm Diagonale. Die über die Videoleitung übertragenen Camcordereinstellungen werden auf dem Farbmonitor eingeblendet und geben dem Videografen alle Informationen, die
er zum Betrieb der UW-Videoanlage benötigt.
Gehäusescheibe
Das Objektiv der DCR-TRV890/-900 sitzt relativ dicht an der Planscheibe. Dies schließt einerseits
Vignettierungen (schwarze Bildecken) aus, hat jedoch den Nachteil, daß spezielle Vorsatzlinsen und Effektfilter, nur außen am MPK-DVF2 eingesetzt werden können, ähnlich wie der im
Lieferumfang enthaltene Farbfilter.
Unterwasser-Weitwinkelvorsatz
Dieser von außen am MPK-DVF2 andockbare optische Vorsatz gehört zum Lieferumfang.Welche Vorteile er in
der Bidlbreite bringt, soll dieses Bild verdeutlichen.
Wassereinbruch
Der Feuchtigkeitsmelder (Leak Control) ist serienmäßig. Zur Sicherstellung der Funktion benötigt
dieser jedoch eine Versorgungspannung, die er über das LANC-Fernbedienungskabel aus der Handycam bezieht. Bei Ersteinsatz des MPK-DVF2 inkl. Handycam ist ein besonderer Augenmerk auf die
gelbe Leuchtdiode rechts neben dem LC-Farbmonitor zu legen. Wenn diese “ruhig” bleibt, ist das MPK-DVF2 auch dicht.
Camcordereinbau
Mittels Stativschraube
wird die Handycam verdrehungsfrei auf dem Kameramontageschuh befestigt. Nach der Verkabelung wird die Montageeinheit in die Zuführungen eingesetzt und bis zur Raststellung in das Gehäuse
eingeschoben.Nach dem Anschließen des LC-Farbmonitors kann das MPK-DVF2 geschlossen und verriegelt werden.
Funktionskontrolle und Trockentest
Der Einbau der Handycam
bereitet prinzipiell keine Probleme, doch etwas üben sollte man schon, damit auch auf einem schwankenden Boot alle Handgriffe, z. B. bei erforderlichem Kassettenwechsel, einwandfrei sitzen.
Die Drucktasten am Handgriff sind mit dem nacktem Daumen einwandfrei zu betätigen, mit 7-mm-Handschuhen muss allerdings etwas mehr Kraft aufgewendet werden, da ein zu zarter
Daumendruck vom Neopren absorbiert wird.
Die Ausführung der Drucktastenbefehle wird auf dem LC-Farbmonitor angezeigt, zusätzlich leuchtet die rote LED bei Aufnahme-Start auf.Die
Betätigung der seitlich am MPK-DVF2 platzierten Drucktaste für Autofokus-Look kann bei bereits laufender Videoaufnahme einen Bildverwackler hervorrufen, da der seitlich auf das Gehäuse
ausgeübte Daumendruck nur nach etwas Übung und mit Routine vollständig ausgeglichen werden kann.
Test
Mit ca. 0,8 kg Abtrieb lag die die komplette UW-Videoanlage sehr gut in
der Hand und belastete auf Dauer auch nicht die Handgelenke. Bezüglich der generellen Funktionalität der Drucktasten gab es keinen Anlaß zur Kritik.
Bei einem Betrachtungsabstand von
20 cm zum Sonnenschutz ist der LC-Farbmonitor noch zu 100% einsehbar. Bei diesem hohen Betrachtungsabstand liegen die beiden LED’s allerdings verdeckt hinter dem Sonnenschutz. Der
Bandlauf (REC) und Pause (STBY ) kann jedoch auf dem LC-Farbmonitor farblich sehr gut unterschieden werden. Auch bei Photo Shot wird die Anzahl der Aufnahmesekunden als sich verringernde Zahl
roter Punkte dargestellt. Weiterhin werden folgende Informationen auf dem LC-Farbmonitor dargestellt: Akku-Restkapazität,
Bandkontrolle mit Aufnahmezeit und kurzzeitig Restlaufzeit
Zoom-Balken sowie individuelle Sondereinstellungen,
Durch die Gehäuseplanscheibe war ein munteres Zoomen bis in den Telebereich möglich, wobei bei Autofokus auch die Bildschärfe
beibehalten wurde. Dieser Test sollte lediglich die optische Flexibilität des Zoomobjektives hinter Planscheibe aufzeigen und keine Empfehlung für eine sinnvoll einsetzbare Aufnahmetechnik
sein, da der Einsatz von Tele im Unterwasserbereich die Bildqualität negativ beeinflusst.
Der Test wurde mit eine Lichtanlage, Videolight 100, der Firma Werner light power, zwei
50-Watt-Niedervolt-Halogenscheinwerfern und separatem Akkugürtel, durchgeführt. Diese Ausführung einer Lichtanlage hat sich bei vorangegangenen Tests mit anderen Videogehäusen bereits als
ideal herausgestellt, da diese leuchtenbauart die Hydrostatik von teilweise schon abtriebsbehafteten Gehäusen, MPK-DVF2 solo ca. 0,4 kg Abtrieb, nur unwesentlich vergrößert, da der
Leuchtenakku nicht am MPK-DVF2 befestigt wird. Wegen seines geringen Gehäusegewichtes von nur 5,4 kg war die Bergung des MPK-DVF2 in das Boot recht problemlos. Auch der weitere Transportweg
ließ die Schlepperei der früheren Jahre in Vergessenheit geraten.
Abschließend kann gesagt werden, daß die Tauchgänge mit dem MPK-DVF2 sich als äußerst unbelastend darstellten und das
allgemeine Handling insgesamt gut war. Noch ein Wort zur Fremdgeräuschempfindlichkeit des Außenmikrofones. Bei der späteren Kontrolle der Videoaufnahmen waren, z. B. Laufwerkgeräusche aus dem
Gehäuseinneren, kaum wahrnehmbar.
Fazit
Sony blickt bereits auf viele Jahre im Videogehäusebau zurück und die teilweise Abkehr von den Kastenmodellen ist wie ein
Neuanfang zu sehen.
Mit einem empfohlenen VK-Preis von 5.499 DM gehört das MPK-DVF2 allerdings nicht gerade zu den Billigangeboten am Markt, die Hintergründe wurden bereits einleitend
erläutert. Was man für sein Geld bekommt, heißt erstmal Sony und dies ist fürs persönliche Image schon mal gut und sonst bürgt der Name Sony sowieso für Qualität. Für einen Stern auf der
Motorhaube ist man ja auch bereit, ein paar DM mehr zu investieren - oder? Was bietet das MPK-DVF2? Aus optischer Sicht eine festeingebaute Planscheibe mit einem unter Wasser wahlweise
adaptierbaren Weitwinkelkonverter und einen bei Standardgehäusen üblichen Bedienungskomfort, allerdings ist zusätzlich noch Photo-Shot möglich.
Weiterhin wird ein Außenmikrofon
geboten und ein gehäuseeigener LC-Farbmonitor. Bezüglich des Preis-/Leistungsverhältnisses kann gesagt werden, daß unter Berücksichtigung aller Leistungsmerkmale und mitgeliefertem
Standardzubehör sich das MPK-DVF2 auf dem Level von vergleichbaren Importgehäusen liegt.
Mit dem Konzeptgedanken, motivabhängiger Einsatz eines Weitwinkelkonverters und dieser während
des Tauchganges - das war schon einmal ein Sony-Hit beim MPK-TRS für Hi8-Handycam CCD-TR 705 E liegt das MPK-DVF2 bezüglich optischer Aufnahmeflexibilität ganz oben in der Skala der
Top-Videogehäuse.
Fakten
Materialien: Aluminiumlegierung lackiert, Kunststoff und Gummi Gehäusefarbe: gelb
Gehäuseabdichtung: 1 O-Ring Gehäuseverschluss: 3 Schnellspannverschlüsse, nicht gesichert Gehäuseoptik: nein; Planscheibe aus optischem Glas Wechselportsystem: nein
Art Gehäusebedienung: elektromechanisch, teilweise mit Infrarotübertragung (IR) - rechter Handgriff (IR)Drucktaste: Aufnahme Start/Stop, Motorzoom (Tele - Weit) , Photo Shot
- rechte Gehäuseseite: Hebel für Power-On/Off, Drucktaste für Autofokus/Fokus-Lock Gehäusesucher: LC-Farbmonitor (1,8 cm) mit Lupe auf ca. 5,8 cm Bilddiagonale vergrößert
Mikrofon: Außenmikrofon, mono Zubehörhalterungen: je 1 T-Nut-Stein an den Handgriffen Externer Videoanschluss: nein
Anzeigen: Leuchtdioden (LED): Aufnahme (Rot), Leak control (Gelb) (Feuchtigkeitsalarm) Abmessungen (LxBxH), B über Handgriffe 313x310x208 mm
Länge mit Sonnenschutz und Weitwinkelkonverter 405 mm Max. Tauchtiefe 75 Meter Mitgeliefertes Zubehör
Unterwasser-Weitwinkelkonverter - Rotfilter Sonnenschutz
Tragetasche mit Gurt Akku für LC-Farbmonitor 2 Batterien für Fernbedienung, Akkupolster Ersatz O-Ring, Fett Antireflexringe ausführliche Bedienungsanleitung
Preis: ca. € 2900
Bezug: Fachhandel Web: www.sony.de
|