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Schiffsglocke geborgen
Mitte Oktober gelang es dem Unternehmen „Odyssey Meeresforschung“ aus Tampa in Florida aus 510 Metern Meerestiefe die
Schiffglocke ihres seit einigen Monaten erforschten Wracks zu bergen. Dieser Fund bestätigt die bis dahin als konkrete Annahme verbreitete Meinung, dass es sich bei
dem lokalisierten Schaufelraddampfer tatsächlich um die SS REPUBLIC handelt, in deren Inneren ein gewaltiger Schatz vermutet wird, 400.000,- US $ in Gold, die für
Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Bürgerkrieg dienen sollten. Geschätzter aktueller Wert der Ladung: 150 Millionen US $.
Zum jüngsten Fund sagt der Projektarchäologeo Neil Cunningham Dobson, dass die große Bronzeglocke ein Inschriftenband verziert, auf dem klar die Buchstaben
“SSEE” zu erkennen seien. Die restlichen Teile der Inschrift würden erst nach weiteren Reinigungs- und Konservierungsmaßnahmen sichtbar werden. Die
gefundene Glocke trägt, wie üblich, den Namen der Reederei bzw. den Namen, auf den das Schiff ursprünglich getauft worden war, in diesem Fall sei die SS REPUBLIC
zunächst unter dem Namen SS TENNESSEE gefahren. Der Schaufelraddampfer “SS Republic” war 1865, auf dem Weg von New York nach New Orleans nach einem
zweitägigen Kampf mit einem Hurrican gesunken. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten das Schiff in Rettungsbooten verlassen, wobei bis heute nicht klar ist,
ob dabei nicht eines der Boote mit Schiffbrüchigen an Bord ebenfalls versank. Das Bergungsschiff der Gesellschaft, die "Odyssey Explorer" und deren
ferngesteuertes Arbeitstauchboot „ZEUS“ haben seit Anfang Oktober 2003 ihre Untersuchungen in der Tiefe aufgenommen. Die einführenden Arbeiten verschafften einen
Überblick über die Wrackstelle im Atlantik, gut 160 km vor der US – Küste des Staates Georgia. Bei den von der Oberfläche aus gesteuerten Untersuchungen
entdeckten die an Bord tätigen Wissenschaftler die Schiffsglocke und entschieden sich für deren Bergung, da man bei diesem Fund von davon ausgehen konnte, dass er
entscheidende Hinweise auf die Identität des Wracks gibt. „Wir sind vom Fortgang der Arbeiten sehr zufrieden,“ stellt Greg Stemm fest, der als an der
Entdeckung der Odyssey beteiligter Direktor des Unternehmens tätig ist . " nWir haben ein ausgezeichnetes Team, das den vergangenen Monat jede Minute wirklich
hart gearbeitet hat. We have an excellent team that's been working very hard over the past month. Detaillierte Untersuchungen der Wrackstelle haben begonnen
und wir sind einfach überrascht, in welcg gutem Zustand Teile der Ladung dort unten liegen.” Die “Odyssey Explorer” ist ein Schiff von 76 Metern
Länge, das mit Hilfe modernster Elektronik dynamisch, also ohne Verankerung, genau auf seiner Liegeposition gehalten werden kann, eine der Grundvoraussetzungen um
archäologische Untersuchungen am Boden der Tiefsee durchführen zu können. Kernstück des Systems ist „ZEUS“, ein unbemanntes Forschungs-U-Boot mit einem Gewicht
von 7 Tonnen, ausgerüstet mit einer 205 PS starken Maschine. Dieses ROV (remotely operated vehicle) kann bis in Tiefen von 2500 Metern eingesetzt werden. Mechanische
Arbeiten werden mit zwei Armen (Manipulatoren) vorgenommen, die präzise 7 Funktionen ausführen können und ideal geeignet sind außergewöhnlich fein abgestimmt zu
reagieren und so für archäologische Aufgaben bestens geeignet sind.
Zusätzliches Equipment zur Vermessung der Wrackstelle sowie zur genauen Lokalisierung wie
auch zur Aufzeichnung der gewonnen Daten ist auf der Plattform vorhanden und erlaubt die genaue Archivierung aller gewonnenen Informationen.
Web: www.shipwreck.net
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