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© UWW - Herbert Frei

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Abu Ghalib Soraya

Hier liegt ein kleines, aber wunderschönes Wrack. Es handelt sich um das Schiff eines amerikanischen Skippers. Vermutlich hat er den Kahn mit voller Wucht auf das Riff geknallt, denn das Ruder liegt gut hundert Meter vom Rumpf entfernt an einem kleinen Abhang. Das Wrack ist natürlich längst ausgebeint und nur noch als Kulisse vorhanden. Aber die hat es in sich. Innen pulsiert ein großer Glasfischschwarm um lauernde Zackenbarsche und Soldatenfische, die sich ein leckeres Mal erhoffen. Gelegentlich klappt das auch, wenn sich mal ein Glasfisch etwas vom Schwarm absondert. Die inneren Wände sind mit leuchtend roten Schwämmen bewachsen, die sich auch um die Bullaugenlöcher angesiedelt haben. UW-Fotografen sollten sich diese Location merken, denn sie gestattet attraktive Portraits von Tauchern, die von außen nach innen schauen. Das umliegende Riff ist landschaftlich gesehen ein echter Hammer. Grotten, Durchbrüche, kleine Sandflächen und Schluchten überziehen das Areal – von allem ist etwas zu sehen. Ab 9:00 Uhr morgens herrscht gutes Licht für Panorama-Aufnahmen. Der Weichkorallenbestand ist leider kärglich, dafür sind die Steinkorallen in sehr guter Verfassung und üppig vorhanden. AG Soraya, wie das Riff in Kurzform genannt wird, garantiert ausgesprochen abwechslungsreiches Tauchen in einer herrlichen Riff-Formation. Hier vorbei zu fahren, wäre eine Sünde. Auch wenn schon andere Schiffe vor Anker liegen.

Sota Shiriniat

Ein Riff mit herrlichem Steinkorallengarten. Obwohl hier viele Schiffe anhalten und ihre Gäste für einen oder zwei Tauchgänge ins Wasser schicken, ist der Zustand der Korallen hervorragend. Sota Shiriniat ist einer der wenigen Tauchplätze zwischen St.Johns und Elphinstone mit einem nennenswerten Weichkorallenbestand. Auch wenn man hier erst am späten Nachmittag taucht, gelingen im beginnenden Abendlich immer noch ganz tolle Bilder. Beispielsweise stimmungsvolle Gegenlichtaufnahmen mit Landschaft dahinter. Die Feuerkorallenformationen sind einzigartig, ebenso die kuppelförmigen, riesigen und bestens erhaltenen Steinkorallenanhäufungen. Seltsame Gedanken beschleichen einen hier. Kann es sein, dass der Fischbestand spürbar besser wird, je weiter man nach Norden kommt? Und auch die farbigen Weichkorallen werden gefühlsmäßig mehr und üppiger. Uns kam es jedenfalls so vor.

Shab Sharm

Wunderschönes Plateau mit riesigen Gorgonienfächern. Hier kommt Rotmeerfeeling auf, wie man es in den 80er Jahren kennen gelernt hat. Shab Sharm ist sehr fischreich und bietet normalerweise eine sehr gute Sicht, 40 m und mehr sind keine Seltenheit. Hier trifft man auch auf größere Napoleons und einen sehr guten Weichkorallenbestand. Wenn man das Glück hat, mit seiner Gruppe allein zu sein, ist dieses Riff nicht weit weg vom Paradies.
Am Tauchplatz Shab Sharm zeigt sich explizit, dass sich der Mittelteil des ägyptischen Roten Meeres vor dem Süden nicht zu verstecken braucht. Insgesamt ist er farbiger, fischreicher und lokal gesehen sogar fotogener.

Elphinstone

Eines der berühmtesten Riffe im Roten Meer. Und leider auch eines der frequentiertesten, zumindest in den Herbst- und Osterferien. Zum Glück ist das Elphinstone-Riff keine kleine Location, so dass man trotz der vielen Taucher immer noch ungestört seinen Makro- und Weitwinkelgepflogenheiten nachgehen kann, ohne in Millionen von Luftbläschen auf dem Plateau die Orientierung zu verlieren.
Elphinstone ist bekannt und auch etwas verrufen wegen seiner Weißspitzen-Hochseehaie, die sich hier ein kleines Paradies erkämpft haben. Gelegentlich fallen von den Schiffen halbe Hähnchen, eine Stück Fisch oder die Reste üppiger Mahlzeiten. Das zieht Jäger und Aasfresser magisch an. Im Freiwasser unter den Schiffen hat sich ein etwa 5-7 Köpfe starkes Hairudel etabliert, das nur darauf wartet, dass Taucher ins Wasser springen. Dann sind sie da. Frech, aufdringlich, furchtlos und – verhaltensgestört! Sie nähern sich einem, wie immer man das sehen mag, bedenklich oder auch glücklicherweise. Es kommt auf den Standpunkt und die Situation an. UW-Fotografen genießen diese Momente, sollten es aber mit der Freundschaft zu den angeblich so harmlosen Hochseehaien nicht übertreiben. Schnorcheln ist beispielsweise nicht zu empfehlen, weil das Longimanus - Rudel alles in Augenschein nimmt, was an der Wasseroberfläche treibt. Also auch Taucher, die mit zu wenig Blei zu kämpfen haben und in den Wellen herumstrampeln. Oder beim Einstieg ins Schlauchboot viel Krach machen und mit den Flossen schlagen. Dann schwimmen die großen Räuber zwischen den Beinen hindurch. Dazu muss man wissen, dass Weißspitzen - Hochseehaie mehrheitlich für Angriffe auf Schiffbrüchige verantwortlich gemacht werden. Am Elphinstoneriff haben sie jegliche Zurückhaltung abgelegt. Berührungen mit den breiten Brustflossen sind keine Seltenheit. Sie schwimmen durch die Tauchergruppen hindurch und baden genüsslich in den Luftblasenvorhängen.     Carcharinus longimanus, wie der Weißspitzen - Hochseehai wissenschaftlich genannt wird, gehört zu den für Menschen gefährlichen Haiarten. Was immer Ihnen Hai - Esoteriker und weit gereiste Taucher erzählen mögen, das Schwimmen und Tauchen mit dieser Spezies, ohne ihre „Sprache“ zu verstehen, bleibt ein rational nicht sicher kalkulierbares Risiko. Auch am Elphinstoneriff kam es schon zu mehr als nur Scheinattacken. Wie dem auch sei, alle Taucher wissen um die Situation mit den Haien an diesem Tauchspot und müssen letztlich für sich selbst entscheiden, ob sie diese Mutprobe absolvieren wollen. Es lockt der Reiz des eigenen, spektakulären Haifotos genauso wie die Erzählung von eigenen Abenteuern unter Haien am Taucherstammtisch.
Wer die Elphinstone-Haie mit einer SLR fotografieren möchte, sollte sich für ein Weitwinkelzoom (etwa 17 mm-35 mm) entscheiden. Aber auch Festbrennweiten wie 18 mm oder 20 mm und sogar das 50 mm Makro sind durchaus adäquat. Mit einer digitalen Kompaktkamera ist man etwas flexibler, weil man mit einem größeren Zoombereich arbeiten kann. Beachten Sie aber die Auslöseverzögerung. Es sieht langsam aus, wenn ein Longimanus schwimmt. In Wirklichkeit ist er aber oft schneller als die Reaktionsfähigkeit bzw. die Auslöseverzögerung einer kompakten Digicam. Über all den Haien sollte man aber das Riff an sich nicht vergessen. Es gehört zu den schönsten in Ägypten und wartet mit einem mannigfaltigen Korallenbewuchs auf. 

Massa Abu Dahab

Bucht mit großer Seegraswiese. Hier soll auch ein Dugong (Seekuh) leben, er wurde aber schon geraume Zeit nicht mehr gesichtet. Der Rummel, verursacht durch Schnorchler und Taucher, soll das Tier angeblich vertrieben haben. Das jedenfalls vermuteten unsere Dive-Guides. Hoffen wir, dass es wieder kommt oder bereits wieder eingetroffen ist. Massa Abu Dahab ist wegen exorbitanter Bautätigkeiten, die anscheinend auch nicht immer genehmigt waren, etwas ins Gerede gekommen. Tatsächlich sieht es dort aus wie auf einer Großbaustelle, die einfach nicht fertig werden will.
In der Seegraswiese leben zwei Gitarrenrochen, die aber etwas scheu sind und einen nur selten auf „Schussweite“ heranlassen. Der Knaller im Wiesengrund sind zwei riesige Seeschildkröten, die zutraulich und fotogen sind. Man kann ihnen das Domeglas der Kamera buchstäblich an den Schädel halten. Taucher daneben, darüber oder dahinter stören die Tiere nicht im Geringsten. Gelegentlich steigen sie zum Luftholen nach oben. Dabei kann man sie begleiten und
hammerartige Gegenlichtaufnahmen machen. Meistens findet man sie in 8-10 m Wassertiefe beim Grasen. Es wird vermutet, dass die Turtles aufgrund ihrer Größe und Masse vielleicht schon ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben. Schiffshalter und gelb gestreifte Pilotfische begleiten die Kolosse. Die Seegraswiese erstreckt sich über eine sehr große Fläche, so dass sich dort auch Doktorfische, Igelfische, Nashornfische und spanische Makrelen aufspüren lassen. Letztere schwimmen mit voll aufgerissenem Maul durchs Wasser. Um die Schildkröten zu schützen bzw. um sie nicht zu vertreiben (wichtiger Urlaubsfaktor) hat man um die Bucht ein Seil gezogen, das Schlauchboote und Beiboote abhalten soll, in die Bucht hinein zu fahren. Die Tauchschiffe halten sich streng an diese Regel. Nachttauchen könnte hier ein Reißer sein, ist aber angeblich nicht gestattet. 

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