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SubEye Reflex

by Michael Goldschmidt 4.99

Der Entwickler Jean Claude Protta

Die geniale Revolution aus der Schweiz - für Nikon AF und Nikonos RS Objektive.

Als das überraschende Ende der NIKONOS RS die Welt der Unterwasserfotografie erschütterte, war das Konzept der SubEye Reflex schon lange in der Entwicklungsphase. Jean Claude Protta, ein bemerkenswerter Ingenieur, Fotograf und Kameramann, mit mehr als 40 Jahren Taucherfahrung, kann heute ein Kamerasystem liefern, das an Vielseitigkeit und Praxisnähe kaum mehr überboten werden kann.

Im Jahr 1990, also lange vor dem Erscheinen der Nikonos RS, gründete Jean Claude Protta die Firma SUBSPACE TECHNOLOGY und widmete sich neben der Entwicklung einer selbstgedichteten Spiegelreflexkamera auch der Fertigung von Videoanlagen, die unter anderem von der französischen Marine nach harten Tests 1993 angekauft wurden. Auf dem Unterwasser-Festival in Antibes, im Jahr 1996, bekam die SubEye Reflex die goldene Palme für das beste Produkt, das auf dem 23. Festival gezeigt wurde. Heute zählen neben den engagierten Unterwasser-Fotografen auch bedeutende Meeres- forschungsinstitute zu den Kunden von SUBSPACE.
Fast 9 Jahre dauerte letztlich die Entwicklung zur Serienreife. Für verschiedene Grundbausteine des Kamerasystems, wie zum Beispiel dem Schlitzverschluß, mußten Zulieferer gefunden werden, die bereit waren auch kleinere Stückzahlen abzugeben. Die Verhand- lungen mit den japanischen Vertragspartnern zogen sich unerwartet in die Länge und nötigten zum Teil mehr Geduld ab, als die reine Entwicklungsarbeit für die SubEye Reflex selbst. Doch es hat sich gelohnt aus der Idee ein Produkt enstehen zu lassen, das der Szene der Unterwasserfoto- grafie neue Impulse gibt.

Technik

Was sie nicht kann, nennen wir zuerst, die Schärfe wird nicht automatisch sondern stets manuell eingestellt. Wer hier einen Nachteil entdecken möchte, hat vermutlich noch nie mit AF-Kameras, auch der Nikonos RS, unter Wasser gearbeitet. Nur in wenigen Fällen (extremes Weit- winkel) hat der Autofocus echte Vorteile bewiesen, doch die Vielzahl der Motive und alles was im Makrobereich abgelichtet wird, muß immer manuell focussiert werden. Die Schärfekontrolle geschieht elektrisch über einen im Handgriff optimal positionierten Druckhebel, der vom rechten Daumen bedient wird. Je nachdem, wie weit der Hebel nach rechts bewegt wird, verändert sich die motorisch gesteuerte Schärfenebene mit zwei Geschwindigkeiten. Unterstützt durch den einzigartig großen und hellen Vollformatsucher, dessen Einblick im Winkel von 35° zum Betrachter weist, ist die Schärfenkontrolle ein Genuß. Zukünftig wird der Suchereinblick mit korrigierten Linsen bestückbar sein, zur Korrektur individueller Augenfehler.

Die Belichtung wird halbautomatisch durch abgleich der Blende und/oder Verschlußzeit auf einen deutlich rot leuchtenden Indikator im Sucher durchgeführt. Der mittenbetonte Belichtungsmesser hat bei 100 ISO einen Lichtwertumfang von 3 IL bis 20IL. Auch dieses einfache Handling läßt eine vollautomatische Belichtungseinstellung nie vermissen. Bis zu 1/125 Sekunde kann die Belichtungszeit bei Blitzaufnahmen eingestellt werden, im Sucher ist die Blitzbereitschaft angezeigt und natürlich erfolgt die Dosierung eines Blitz im Automatikbetrieb über die TTL - Steuerung im Nikonosstecker.

Von der beliebigen Langzeitbelichtung B bis zur 1/2000 Sekunde sind die Belichtungszeiten einstellbar. Der Filmtransport erfolgt über einen Motorantrieb mit maximal 1,5 Bildern pro Sekunde. Die Einstellräder für Blende und Belichtungszeit sind griffig und griffgünstig ausgeführt, erfreulich die doppelte und deutliche Gravierung der Daten. So kann man die gewählten Werte vom Sucher aus und in der Aufsicht auf die SubEye Reflex ablesen.

Objektive

Zur Zeit dürfte es kein Unterwasser - Kamerasystem geben, das eine größere Objektivpalette einzusetzen erlaubt als bei SubEye Reflex. Alle für den Unterwassereinsatz relevanten AF Nikonobjektive (oder Fremdanbieter mit Nikonbajonett) vom Fisheye 6mm bis zum Makro 100, sind derzeit hinter Domeports und Makroports, über wie unter Wasser, verwendbar. Alle Ports sind aus Glas gefertigt. Der Clou, mit dem RS-Adapter kann unter Verzicht auf einen Port jedes RS-Objektiv direkt am Boddy angesetzt werden. Die SubEye wird so zur echten Amphibienkamera.

Handling & Einsatz

Die Größe, Lage der Bedienungselemente, das Gewicht, alles stimmt bei diesem Konzept. Die Bedienungsanleitung ist knapp und direkt abgefaßt. Gewöhnungsbedürftig ist das Filmmagazin, in das die Patrone mit dem 24/36mm Film

eingelegt wird. Hier muß man ein wenig üben, bis alles richtig sitzt und im Magazinfach der Kamera sauber einrastet. Zu beachten ist auch, daß die Filmempfindlichkeit manuell eingestellt werden muß, damit der Belichtungsmesser korrekt anzeigt. Einziges Manko der Subeye ist der Hebel, der die motorische Filmrückspulung aktiviert. Dieser sitzt noch rechts unterhalb des Objektivs, hinter dem Port. Möchte man nach einem Tauchgang schnell den Film wechseln, was ja eher häufig der Fall ist, muß man dazu den Port abnehmen - aus unserer Sicht eine ungünstige Position, da hier Wassertropfen schnell den Weg ins Innere finden können. Doch im Laufe der Diskussion mit Jean Claude Protta beim Pressetermin im Hause MARLIN TAUCHSERVICE  wurde bereits der Weg für eine konstruktive Änderung bereitet. Zukünftig soll diese Funktion im Rückdeckel integriert sein. Positiv zu erwähnen sei auch, daß der Film nach der Rückspulung nicht völlig in der Patrone verschwindet.

Erste Tauchgänge mit der SubEye machten richtig Spaß. Knapp 500 Gramm Abtrieb mit Blitz und Schiene beim 20mm Port sind eine angenehme Größenordnung entspannt zu arbeiten. Auch unter Wasser besticht der große und helle Sucher, der auch mit dem 20mm AF Nikkor eine ordentliche Schärfenbeurteilung zuläßt. Die Ablesbarkeit des Belichtungsindikators, des Bildzählwerks, der Batterieanzeige und der Blitzbereitschaft im Sucher ist tadellos. Die Bildschärfe bis zu den Rändern ist einwandfrei. Im TTL-Modus erfolgt bei im Kontrast ausgeglichenen Motiven eine saubere Lichtmischung, manuelle Eingriffe sind schnell über die Plus und Minus Korrektor möglich. Durch die glatte und klare Oberflächengestaltung ist nach dem Tauchgang jede Reinigung des Systems schnell erledigt.

Info Subspace       Info Marlin

Technische Daten
 
Aluminium warmgepreßt, hart eloxiert
Format: 24/36 (Standard 35mm Film)
Nikon Bajonett (AF)
Elektrische Fokussierung (2 Geschwindigkeiten)
Vollformatsucher 35° mit Indikatoren für Bildzählwerk, Belichtungsmesser, Blitzbereitschaft, Batteriezustand
Manuelle Empfindlichkeitseinstellung ISO 25 - ISO 3200
Automatischer Filmtransport mit maximal 1,5 Bildern/sec
Belichtung halbautomatisch
mechanischer Schlitzverschluß B- 1/2000 sec
Blitz: TTL, Blitzbereitschaftsanzeige im Sucher, Synchronisation maximal 1/125 sec
Wechselmagazin für Standardfilm oder Meterware bis maximal 100 Aufnahmen
Spezialmagazin für digitale Bildaufnahme (Extra)
Maße (LxBxH) 163x144x128mm (ohne Port)
Gewicht: 1600 g (ohne Objektiv), Abtrieb ca 300 g mit 24mm Objektiv

Preise auf Anfrage bei Marlin Tauchservice, Tel.: 07243-69016 www.marlin.de

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