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© Herbert Frei / UWW

by Herbert Frei 6.07

Herbert Frei

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© Herbert Frei / UWW Anschlusskabel an Blitzarm-Akku

© Herbert Frei / UWW - Hier wird es eng

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Amphibische Blitzgeräte im Westentaschenformat haben Konjunktur, weil sie im Handling leichter und kompakter sind und manchmal kaum leistungsschwächer und ausleuchtungsärmer als vergleichbare Großblitze. Hinzu kommt, dass man mit ihnen am Flughafen relativ wenige Probleme hat. Das ist in diesen Tagen nicht zu unterschätzen.  Herbert Frei beschreibt die Subtronic-Mini-Reihe.

Die Geschichte des Subtronic-Mini zieht sich wie ein Strömungshaken durch einen Wald von Vorurteilen, unerfüllbaren Wünschen und knallharten Realitäten. Schon Anfang bis Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden bei Subtronic Studien erstellt, Versprechungen gemacht und Hoffnungen genährt. Allein es blieb bei Absichtserklärungen, die sich bis Anfang des neuen Jahrtausends hinzogen. Probleme gab es mit Bauteilen und Abschirmungen. Man muss das so verstehen: In einem kleinen Blitzgehäuse drängt sich die Power auf engstem Raum. Schon geringste Toleranzabweichungen machen sich negativ stärker bemerkbar als bei einem großen Monsterblitz. Auch der Arbeitssaufwand der Montage ist bei einem Miniblitz kaum geringer als bei einem Großblitz. Gemessen an der opulenten Fertigung und dem messtechnischen Brimborium moderner digitaler TTL-Blitzsteuerungen ist der Mini eigentlich eher preiswert als teuer, auch wenn er winzig in den Abmessungen ist und nicht den Nimbus einer ernsthaften Belichtungsquelle ausstrahlt. Aber das scheint nur so.

En Miniatur

Vom Subtronic-Mini existieren zwei Bauarten. Eine mit eingebauten Akkus (Mini) und eine mit den Akkus im Blitzarm (Mini S). Für beide Versionen kann man Vor- und Nachteile ausmachen, die aber eher mit persönlichen Vorlieben zu tun haben. Wenn die Akkus im Blitzgehäuse fest implantiert sind, kann es am Flughafen zu Problemen kommen, falls der Security - Mann darauf besteht, mal reinschauen zu wollen. Wer diesen Weg wählt, sollte den Mini im Tauchrucksack verstauen und die Schalttafel mit einer Sicherheitsscheibe (wird von Subtronic mitgeliefert) versehen, damit sich der Blitz nicht versehentlich einschaltet. Mit dieser Transportmethode haben wir bis heute gute Erfahrungen gemacht. Zwar wurden die Blitzgeräte am Flughafen auch in der Tauchtasche schon überprüft, aber noch nie heimlich oder mit fadenscheinigen Argumenten entnommen. Auch nicht in München! Wenn sich die Akkus im Blitzgehäuse befinden, startet der Blitz im Super - Mittelgewicht, was sich im Einzellfall sowohl günstiger oder auch nachteiliger auswirken kann. Je nach dem, wie die Fotogerätschaft tariert und ausbalanciert ist. Mit den Akkus im Blitzgehäuse wirkt die Schalttafel übersichtlich und aufgeräumt. Nur ein Drehschalter und eine Blitzbuchse (wahlweise S6 oder N5) befinden sich auf dem Rückdeckel.
Diverse Vorfälle beim Check-In an Flughäfen und aufgeregte Anfragen aus Kreisen der Käuferschaft haben Subtronic bewogen, auch eine Variante des Miniblitzes zu bauen, bei der sich die Akkus außerhalb des Blitzgehäuses befinden. Das Brainstorming mündete schließlich in der erstaunlichen Idee, die Energieträger im Blitzarm unterzubringen. Damit hat Subtronic weltweit ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, das die Trennung der Elektronik vom Powerpack gewährleistet, aber die hermetische Versiegelung des Blitzgerätes trotzdem ermöglicht. Für Subtronic und auch für den Kunden hat das eher Vor- als Nachteile, wenngleich man zum Amphibienblitz auch noch den Blitzarm kaufen muss… oder zumindest das Armstück mit dem Akku. Denn glücklicherweise sind die Anschlusskugeln und die Kugelhalbschalen mit vielen Armprodukten (z. B. Seacam, Sealux) kompatibel. Wer bis jetzt aber mit Sea & Sea - Blitzarmen, einem Armgestänge von Hartenberger, Ikelite oder Subal zugange war, muss zumindest in diesen Part neu investieren.
Das von Subtronic initiierte Wechselakkusystem hat durchaus seine Vorzüge, wenngleich man anfangs die Umständlichkeit bewundert, wie kompliziert es gegenüber dem Akkutausch anderer Mitbewerber zugeht. Ersatzakkus können in dieser Form nur mittels eines zweiten Blitzarmstücks getauscht werden. Das muss man akzeptieren, letztendlich ist es aber gar nicht so übel, weil dieses Blitzarmstück gegebenenfalls auch an anderen Subtronic - Blitzgeräten mit externem Akku verwendet werden kann. Wenn man diese Strategie einmal richtig erfasst hat, sieht man darin kaum noch Nachteile, zumal in den Blitzarmen stärkere Akkus (120 Ws gegen 90 Ws und 140 Blitze bei Volllast gegen 180 Blitze) untergebracht werden können als im winzigen Innenraum der Minis. Wir plädieren grundsätzlich zur Anschaffung von einem oder zwei Ersatzakku - Armen Denn wenn eintreten sollte, was niemand erhofft, nämlich das Absaufen des Akkuarmes, dann ist Feierabend im Digiland.
Bedienungseinschränkungen finden sich eher in der Handhabung, weil es auf der kleinen Schalttafel des Mini enger zugeht als in einem Kondom. Denn zum Synchronkabelanschluss bedarf es auch noch der Übertragung der Akku - Kapazität auf eine Zweitbuchse. Da verhaken sich dann beim schnellen Umschalten von TTL auf manuell schon mal zwei Finger zu einer Kordel. Insofern ist der Durchmesser der Miniblitze am Limit angelangt. Besser wäre sogar, die Blitzgeräte etwas kürzer und dafür ein bisschen dicker zu machen.
Zu Irritationen kann es selbst bei eingefleischten Subtronicern beim Laden kommen, wenn diese ihre Brille nicht auf der Nase haben. Hier werden dann schon mal die Ladebuchsen (S4-Stecker) mit den Synchronbuchsen (S6-Stecker) verwechselt und Stifte abgewürgt, wenn rohe Kräfte sinnlos walten. Unter dem Gesichtspunkt der Handhabung wäre es sicherlich sinnvoller gewesen, hier eine andere Buchsen/Steckerform zu wählen, zumal dieser Ladestecker nicht mit den Nikonos 5-Pin-Blitzbuchsen kompatibel ist, man also wieder ein anderes Ladegerät mitschleppen muss, wenn man auch noch Subtronic - Blitzgeräte mit internen Akkus verwendet. 

Datenbank

Man darf alles, aber eines sollte man nicht, den Mini unterschätzen. Ganz bewusst haben wir grundsätzlich zwei Minis im Verbund mit einem Fisheye verwendet. Die Ausleuchtung des 180°-Bildwinkels war bei korrekter Ausrichtung der Blitzgeräte stets mehr als zufrieden stellend. Somit ist davon auszugehen, dass der Mini eine echte Diagonalausleuchtung von gut und gern 80° bis 85° bei einer Blende Eckenabfall besitzt. Die von Subtronic angegebene kreisförmige Ausleuchtung von 116° ist eine Hausnummer, die sich unter Wasser nicht erklären lässt. Möglich, dass ausgehend davon, dass der Wettbewerb hier auch zu phantastischen Zahlen neigt, etwas davon abfärbte. Ziehen Sie von den kreisförmigen 116° etwa 25% ab, dann kommen Sie der Wahrheit der UW-Ausleuchtung nahe. Überraschend ist dann aber doch, dass der Mini kaum geringere Ausleuchtwinkel vorzuweisen hat als seine größeren Brüder Midi, Maxi und Nova, deren Domegläser im Durchmesser ja erheblich voluminöser sind.
Die kleine Schalttafel des Mini beherbergt eine Fülle von Funktionen, wie man sie sonst nur an professionellen Geräten wieder findet. Neben TTL (Kameratyp muss bei Bestellung angegeben werden) und vier manuellen Leistungsstufen (1/1,1/2,1/4,1/8) verfügt der Blitzzwerg über eine SOS-Schaltung mit ¼-Leistung, vier Sklavenblitzeinstellungen von Vollast bis 1/8 sowie eine LED-Pilotlampe. Die Pilotlampe wird beim Durchschalten auf manuell automatisch aktiviert. Man kann sie durch Weiterdrehen des Schalters bis Anschlag und wieder zurück auch wieder ausschalten, aber das ist nicht erforderlich, weil die LED kaum Strom verbraucht. Nach ausgiebigem Fotografieren sollte der Akku, ob im Blitzarm oder im Blitzgehäuse, wieder nachgeladen werden, wobei man mit dem Akku-Blitzarm über die größeren Reserven verfügt und auch einen zweiten Abstieg ohne nachzuladen wagen kann. Die Ladegeräte für die Minis kommen mittlerweile aus Skandinavien und füllen in kürzester Zeit die Reserven wieder auf. Manchmal so schnell, dass einem Bedenken kommen, ob das für die Akkus auch gut sein kann. Subtronic beteuert aber die Unbedenklichkeit der Schnellladung. In Zukunft wird Subtronic in allen Geräten nur noch Li-Ionen-Akkus verwenden.
Ausreichend fallen die UW-Leitzahlen aus. Der Mini mit integriertem Akku kommt auf LZ-UW 10 und der Mini S schafft LZ-UW 12 bei ISO 100/21°. Da sich diese Werte in trübem Salzwasser etwas nach unten verschieben, sollte man um sicher zu gehen, mit LZ-UW 8 rechnen. Geht man davon aus, dass viele D-SLR`s ohne Qualitätseinbußen mit ISO 200/24° oder gar ISO 400/27°  betrieben werden können, ist die vermeintlich schwache Lichtleistung der Minis eigentlich kein Thema mehr. Bei mittleren Motivabständen 50 cm bis 80 cm sind dann Blendenwerte von 11 bis 16 durchaus praxisgerecht einzusetzen.     

Fazit

Die Minis von Subtronic sind die eigentliche Überraschung unter den amphibischen Blitzgeräten im Pocketformat. Kein Witz, man kann sie zur Not tatsächlich in der Jackentasche transportieren. Trotzdem bieten sie Leistung und Ausleuchtung in mehr als zufrieden stellendem Maße. Als Makroblitz hat sich der Mini absolut bewährt. Im Verbund mit einem zweiten Mini sind Fisheyeausleuchtungen möglich. Wird der Mini mit einem größeren Subtronic-Blitz gekoppelt (z. B. Nova), dann fungiert er im TTL-Betrieb als Hauptblitz, weil er aufgrund der schnelleren Elektronik kürzer reagiert.
Welchem Akkusystem man den Vorzug gibt, dem integrierten Energieblock oder der Blitzarmlösung, ist eher eine persönliche Entscheidung. Aber man darf nicht vergessen, dass die Akkuarm-Lösung die flexiblere ist und auch am Flughafen die wenigsten Probleme aufwirft. Selbst wenn die Armakkus im Handgepäck transportiert werden, gibt es höchstens mal eine kleine Diskussion. Viele Sicherheitsbeamte merken gar nicht, dass in den Armstücken auch Akkus verbaut sind.
Subtronic plädiert mit Recht für die integrierte TTL-Blitzsteuerung im Blitzgerät. Hier kann kein Wasser von den Haaren auf die Elektronik tropfen, wie es schon mal vorkommen kann, wenn die TTL-Steuerung ins UW-Gehäuse implantiert wird. Außerdem sind Updates und Upgrades leichter möglich. Das immer wieder angeführte Argument, dass man mit einem neutralen Mini und TTL-Blitzsteuerung im UW-Gehäuse die Systeme beliebig wechseln kann, trifft höchstens auf einen Fachjournalisten zu, der jährlich mehrere Kameras im Test untersucht. Selbst engagierte UW-Fotografen konzentrieren sich grundsätzlich auf ein Kamerasystem ein und bleiben auch dabei.
Nach ausführlichen Tests vergibt UnterWasserWelt den Minis das Prädikat sehr empfehlenswert, auch deshalb, weil die Minis mittlerweile einen Reifeprozess durchgemacht haben, währenddessen sie sich als ausgesprochen zuverlässig und praxisgerecht erwiesen haben.

Preise
Subtronic-Mini mit integriertem Akku € 755,- 
Subtronic-Mini mit Blitzarm-Akku € 912,- 
Kabelweiche für zwei Kabelanschlüsse € 140,-
Blitzkabel € 85,- bis 120,- je nach Steckersystem

Die Preisliste von Subtronic ist wegen der vielen Accessoires und Modalitäten so umfangreich, dass wir hier nur einen knappen Auszug bringen können. Entscheidend ist, für  welches Akkusystem man sich entscheidet, integriert oder extern. Wer es wirklich üppig haben will, kann sogar einen Akku-Blitzarm mit 3,2 Ah wählen. Dann hat der Mini S Leistung und Kapazität im Überfluss.   
 

>>> siehe auch Testbeitrag Subtronic MINI von 2005

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