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© Herbert Frei

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Digitalblitzen unterscheidet sich von der analogen Technik wie ein Restaurant von einer Frittenbude. Zwar ist nicht alles anders, aber doch vieles. Grundsätzlich funktioniert die automatische TTL - Blitzbelichtung mit einer Digitalkamera nur über vorangegangene Mess- oder Vorblitze. Ursächlich hat das mit dem Bildsensor zu tun, der nicht als Reflexionsfläche herangezogen werden kann. Wohl aber als Registriersensor, der die leistungsmäßig geringen Messblitze analysiert und nach erfolgter Auswertung über den Kameracomputer den Befehl zum Zünden des Hauptblitzes gibt. Wie viele Vorblitze abgegeben werden müssen, entscheidet die CPU in der Kamera. Abhängig ist das auch von der Anzahl der Messfelder in der Matrix. So muss der Mini  bei bestimmten Spiegelreflexmodellen in kürzester Zeit bis zu 16 mal vorblitzen, was ihm aufgrund seiner technischen Kompetenz nicht schwer fällt.
Subtronic hat das Vorblitzverhalten entscheidend verbessert. Eine digitale SLR von Canon benötigt beispielsweise einen getakteten Messblitz in der Länge von 500 Mikrosekunden. Kein Problem für den Mini. TTL - Blitzsteuerungen für digitale Kameras sind vorerst erhältlich für alle Olympus  Modelle, Canon EOS 300 D, 10 D und 20 D. In Kürze, so ist angekündigt, auch für Nikon Kameras mit i-TTL.
Da der Mini keine echte E-TTL besitzt, sondern für die jeweiligen EOS Modelle nur mit optionalen Steuerungen beaufschlagt ist, muss beim Kamerawechsel innerhalb der EOS Reihe ein Software Update vorgenommen werden. Dazu muss der Blitz kurzzeitig zum Hersteller. Das gilt auch, wenn jemand von Canon auf Olympus umsteigen will und dieselben Blitzgeräte weiterverwenden möchte. Nicht möglich ist die gleichzeitige Bereithaltung von mehreren TTL - Steuerungen für Digitalkameras in einem Blitzgerät. Das, was bei  analogen TTL-Blitzsteuerungen in Subtronic Blitzgeräten normal ist — die automatische Kameraerkennung —  geht digital leider nicht. Zumindest nicht über eine herkömmliche Blitzsteckdose. Olympus benötigt 4 Pins, Nikon 5 und Canon 6, wobei Olympus über die N5-Buchse läuft.   
Wer mit einer digitalen Kompaktkamera von Olympus ohne Blitzschuh unter Wasser geht, muss auf automatisches Blitzen mit dem Mini nicht verzichten. Der Mini-digital wird dann mit einem Digitaladapter in Form eines Sklavensensors verbunden. Die am Synchronkabel sitzende Sensorzelle befestigt man wie gehabt am transparenten UW - Gehäuse vor dem Kamerablitz. Ausgelöst wird über den Lichtimpuls des integrierten Kamerablitzes. Man macht das so, dass der Kamerablitz aber nur eine geringe Lichtmenge abgibt, um Streulicht im Vordergrund zu vermeiden. Zu diesem Zweck wird er bis auf einen kleinen Lichtspalt abgedeckt.

Seacam - Variante

Den Mini in seiner schönsten Form gibt es bei Seacam. Der österreichische UW - Gehäusehersteller hat für die Mini-Elektronik ein formschönes Gehäuse gebaut, in dem die Fähigkeiten des Mini nochmals gesteigert zur Geltung kommen. Insbesondere das fast halbkugelförmige Frontglas mit der weit nach vorne gezogenen Ringblitzröhre soll nach Angaben von Seacam den Ausleuchtwinkel auf über 100° erhöhen. Das wäre sehr viel für den kleinen Blitz, aber nicht unmöglich. Allerdings dürfte unter diesem Ausleuchtwinkel die UW - Leitzahl etwas leiden. Es ist zu vermuten, dass sie dann nur noch 8 beträgt, was aber angesichts des Verwendungszwecks mehr als ausreichend ist. Die Makrofotografie läuft deshalb auch mit einem Blitzgerät noch zufriedenstellend. Und mit einem Fisheye hinter dem Domeglas wird man ohnehin nur mit zwei Blitzgeräten agieren.
Der Mini, bei Seacam auch Seaflash 100 genannt, ist die perfekte Mischung aus Zielgruppen orientiertem Kleinblitz und anspruchsvollem Hightechgerät für Digitalfotografen mit Ansprüchen jenseits der Normalität.

FAKTEN

Wer sich für einen Mini bzw. Seaflah 100 entscheidet, muss wissen, ob er damit an einer Analog- oder Digitalkamera arbeiten will. Beides zusammen geht mit diesem Blitzgerät nicht.

Energieabgabe: 90 WS
UW-Leitzahl: ca. 11, mit Domeglas etwa 8-10
Ausleuchtwinkel: Herstellerangabe 116°; in der Praxis ca. 90°
Blitzfolgezeit: 2,5 s bei Vollast
Anzahl der Blitze: 90 mit 1,0 Ah-Akku; ca, 140 mit 1,6 Ah-Akku
Farbtemperatur: 4500 K
Manuelle Laststufen: 1/1, 1/2, 1/4, 1/8
Blitzbereitschaftsanzeige: ja, durch LED
Unterbelichtungsarnung: ja, durch LED
SOS: ja, mit 1/4 Last
Pilotlicht: ja, ca. 3 W (optional)
Pilotlampen-Fernschaltung:   ja, optional vom UW-Gehäuse
Stromquelle: 6 NC-Akkus mit 7,2 V und 1 Ah oder 6 NiMH-Akkus mit 7,2 v und 1,6 Ah
Schnelllader: ja, optional bzw. Serie bei 1,6 AH-Akkus
Tiefentladeschutz: ja
Synchronkabel: abnehmbar
Blitzbuchse: eine, entweder N5 mit 5 Pins oder S6 mit 6 Pins
Ladezeit: mit Standardlader ca. 6 h, mit Schnelladegerät ca. 2h
Beleuchtete Skala: ja
Wasserdicht: bis 80 m
Blitzarmschluss: Platte mit Bohrungen für M6, M8, M10
Länge: 16 cm
Durchmesser: 7,3 cm
Gewicht: 800 Gramm
Abtrieb: ca. 200 Gramm


Spezielle Daten für Mini - analog

Teillaststufen: 1/1, 1/2, 1/4, 1/8
analoge TTL: Canon, Nikon, Pentax, Fuji S2 Pro
Sklavenblitzstufen: 1/1,  1/2, 1/4, 1/8
Sklavenblitzauslösung: max. 10-12 m in klarem Wasser


Spezielle Daten und Anforderungen für Mini - digital mit Digitaladapter

Wasserdichter Sensor:  optional
Steuerung über Sklavenblitzsensor: ja (N5-Buchse)


Spezielle Daten und Anforderungen für Mini - digital mit Digitalkonverter

Blitzschuh im UW - Gehäuse erforderlich: wahlweise 5 oder 6-polig je nach Kameratyp
Blitzbuchse je nach Kameratyp: 5 oder 6-polig
Blitzsynchronzeit: nicht kürzer als 1/200 s
TTL-Steuerungen: ja, für Canon, Nikon (demnächst) und  Olympus                                                 


Preise ab € 655,-

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