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TAMRON MAKRO AF SP 2,8/90 1:1

by Herbert Frei 11.01

C: Herbert Frei

C: Herbert Frei

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C: Herbert Frei

C: Herbert Frei

C: Herbert Frei

C: Herbert Frei

Makroobjektive im Brennweitenbereich zwischen 90 und 105 mm sind fester Bestandteil einer Fotoausrüstung für die Fischfotografie und die Jagd auf Kleinlebewesen. Herbert Frei stellt ein besonderes Makroobjektiv vor.

Welcher UW - Fotograf träumt nicht von einem langbrennweitigen Makroobjektiv, mit dem er sich scheuen Fischen wenigstens optisch besser nähern kann? Die Erweiterung bzw. Verdoppelung der Fluchtdistanz bei gleichem Abbildungsmaßstab wie mit einem 50er - Makro, ein Wunsch, der in Erfüllung geht. Und wenn ein solches Objektiv auch noch bezahlbar wäre, stände Weihnachten vor der Tür, auch ohne Nikolaus.

Vorweg, es gibt eine solche Optik. Tamron setzt mit seinem 90er - Makro ein Zeichen, das seinesgleichen sucht. Zwar stellen nahezu alle Kamerahersteller solche Objektive her, allerdings zu Preisen, die einen gewöhnlichen Arbeitnehmer von der Lust in den Frust treiben. Unter €  767 für ein "Original" geht so gut wie nichts in diesem Makro - Brennweitenbereich.

Das neue Telemakro von Tamron ist mit 410 g das leichteste seiner Klasse und das einzige mit 90 mm Brennweite, das sich stufenlos von unendlich bis 1:1 stellen lässt. Gegenüber einer 100 oder 105mm Brennweite reduziert sich die kürzeste Naheinstellung nochmals um 6 cm von 35 cm auf 29 cm. Somit erhält man eine Farbbrillanz, die fast einem 50 – 60 mm Makro entspricht. Das 90er Tamron kann deshalb auch im Süßwasser und anderen Lokalitäten mit eingeschränkter Transparenz mit allen Vorteilen verwendet werden.

Akzente

Die Bauweise ist hochkompakt, das geringe Gewicht resultiert in neuentwickelten Materialien, wie sie im Flugzeugbau und in der Raumfahrt verwendet werden. Eine hervorragende Qualität weist die Fokussiermechanik auf. Das SP 2,8/90 mm stellt sowohl mit Autofokus als auch manuell seidenweich und schnell ein. Eine neuartige Tubuskonstruktion verhindert das selbsttätige Herausfahren der Optik, wenn das Objektiv nach unten gehalten wird. Die Frontlinse sitzt soweit im Tubus, dass praktisch kein Streulicht zu den Linsen vordringen kann. Das Resultat sind außergewöhnlich brillante Makroaufnahmen.

Eine kleine Sensation ist die 9 - Lamellenblende, deren Effekt in einem sehr steilen Schärfentiefe - Abfall mit aquarellartiger und samtweicher Hintergrundunschärfe mündet. Die Abbildungsleistungen sind über jeden Zweifel erhaben. Auch bei offenen Blenden bleibt ein rasiermesserscharfer Kern der Aufnahmen. Selbst bei Unendlich wird man in der Praxis keinen Leistungsabfall bemerken. Für eine schnellere AF - Einstellung verfügt die Optik über einen Limitschalter, mit dem man die Fahrzyklen zwischen 1:2 und 1:1 zeitlich verringern kann, was eine bessere AF - Reaktion und einen reduzierten Stromverbrauch zur Folge hat. Mit dem entsprechenden Eingriff am Port könnte man das sogar unter Wasser schalten.

Viele Makrofotografen stellen längere Makrobrennweiten lieber von Hand ein, weil sie der Funktion des Autofokus in diesem Bereich - zum Teil mit Recht - etwas misstrauen. Der ultrapräzise Fokussierantrieb des Tamron - Makros lässt sich manuell perfekt in Schärfe umsetzen. Die Ausführungen für Canon- und Nikon - Kameras besitzen eine neuartige AF/MF-Kupplung, die ein sicheres und bequemes Umschalten gestattet. Minolta-Fotografen müssen wie gewohnt an der Kamera umschalten.

Völlig neutral ist das Farbverhalten dieser einzigartigen Optik. Rot, Grün und Blau werden sehr natürlich wiedergegeben.

Einsatz

Telemakros finden ihre Einsatzgebiet vornehmlich in den Tropen und im Mittelmeer beim Ablichten von Kleintieren, Fischen bis mittlere Größe, Korallenstrukturen und Details (Augen, Flossen, Schuppen etc.). Im Süßwasser bannt man Krebse, Kleinfische, Pflanzen und Wasserinsekten auf den Film. Manche Makrofans lassen ein solches Objektiv den ganzen Urlaub eingebaut, tauschen es nur noch gegen ein Superweitwinkel. Eindeutig haben Telemakros den 50 – 60 mm Pendants wegen der größeren Fluchtdistanz den Rang abgelaufen.

Zudem werden Telemakros häufig für Reproduktionen (Duplikate etc.) eingesetzt. Hier glänzt das SP-AF 2,8/90 mm Makro mit einer vernachlässigbar kleinen Verzeichnung von unter 1,5%.

Gute Ernte

Die mit dem Tamron - Makro fotografierten Bilder unterscheiden sich in keiner Weise von denen mit Originalobjektiven gemachten. In ausgefahrenem Zustand

 passt es in jeden mittellangen Telemakro- oder Zoomport. Die Frontlinse dreht sich beispielsweise nicht mit, so dass auch Tricklinsen und Poolfilter ohne Beeinträchtigung der Entfernungseinstellung montiert werden können. Anschlüsse bestehen für Canon, Minolta und Nikon (D). Doch gibt es das SP 2,8/90 mm auch als MF-Version (z. B. Pentax-LX) über das berühmte Tamron - Adaptall - Wechselbajonett für nahezu alle jemals gebauten SLR - Kameras. Tamron bezeichnet das AF-Sp 2,8/90 mm 1:1 als Juwel der Objektivbaukunst. In keinem Test wurde dem widersprochenAuch wir hatten noch nie ein Telemakro im Gehäuse mit dieser Abbildungsleistung, einem solch geringen Gewicht und einem derart verführerischen Preis. Viel Lust bei wenig Last.

UnterWasserWelt - Urteil: Uneingeschränkt empfehlenswert.

Technische Daten

Hersteller/Vertrieb: Tamron GmbH
Objektivtyp: Telemakro mit Innenfokussierung
Brennweite: 90 mm
Lichtstärke: 1:2,8
Abbildungsmaßstab: unendlich bis 1:1
Bauart: 10 Linsen in 9 Gruppen
Bildwinkel: 27°; unter Wasser 20°
Naheinstellgrenze: 29 cm; unter Wasser scheinbar 22 cm
Kleinste Blende: 32
Filtergewinde: 55 mm
Baulänge: 97 mm (unendlich)
Gewicht: 410g
Anschlüsse: AF (Canon, Minolta, Nikon D); MF für fast alle Kameras
Preis: ca. € 435
Info: www.tamron.de 

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