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Sepia

Rote und blaue Schwämme

Ab 30 Meter: Rote Gorgonien bei Stella

Rote Gorgonien bei Stella

Rote Gorgonien und Fahnenbarsche bei Stella

Rote Gorgonien von Schleimalgen besetzt bei Stella

Felsenlandschaft mit Schwammbewuchs

Anemone

Sepia

Unterhalb der ehemaligen Erzmine ist der küstennahe Tauchspot Punta Calamita, man findet dort einige Loren und Eisengestänge sowie den mächtigen Anker eines Erzfrachters, der wohl bei einem Sturm schnell das Weite suchen musste.
Eine gute Stunde Autofahrt ist es zum einzigen Wrack Elbas, das von Land aus betaucht wird. Man findet es im Südwesten bei Pomonte, die Aufbauten des kleinen Küstenfrachters beginnen bei 6 Metern und reichen bis etwa 15 Meter hinab. Nach einem tragischen Todesfall eines Tauchers wurde das Wrack von der Marine soweit gesprengt, dass keine Gefahr mehr besteht.
Steht der Wind ungünstig auf der Insel, bläst er von Süden oder Westen, dann lohnt die Autofahrt nach San Andrea. Dieser beliebte Tauchplatz im Nordwesten führt zwischen glatt gewaschenen Felsen rasch in Tiefen von 30 Metern und mehr.
In der Regel erreicht man bei Tauchgängen rund um Elba Tiefen von mehr als 30 Metern, gerade auch wegen der Roten Gorgonien, die man erst dort findet. Also sollte man auf einen ausreichend groß dimensionierten Luftvorrat achten, ein zweiter Atemregler ist kein Nachteil. Im Hinblick auf die modernen Möglichkeiten der sicheren Tauchganggestaltung wäre der Einsatz von Nitrox von Vorteil, würde man sich den entsprechend damit verbundenen Tiefenbegrenzungen anfreunden. Aber so weit ist man auf Elba noch nicht, Nitrox zählt eher zum exotischen Wunsch des Tauchgastes.
In den Sommermonaten kann vom Shorty bis zum Halbtrockenen alles an Anzügen die richtige Wahl sein. So war im extremen Sommer 2003 das Wasser bis etwa 20 Meter auf 28 °C aufgewärmt, dann kam die Sprungschicht, die flimmernd die Abkühlung auf 22°C deutlich machte. Erst ein Ende August aufkommender Sturm durchmischte das Wasser auch in die Tiefe und so war es dann ausgeglichen etwa 26° C warm.
Für Fotografen gibt es zwei optische Ausstattungen: Superweitwinkel für die Landschaften und Makro um die filigrane Schönheit der kleinen Dinge abzulichten. Und, wie schon erwähnt, die Handlampe sollte jeden Tauchgang begleiten um die von Schwämmen und Krustenanemonen überzogenen Felsen zum bunten Leuchten zu bringen.

Über Wasser

Auch hier hat sich vielerorts so einiges geändert. Selbst in zurückgezogene, ursprüngliche Orte wie Capoliveri, der ehemaligen Minenarbeitersiedlung, die malerisch an einen Höhenzug geklebt wirkt, ist mittlerweile das rührige Nachtleben mit bunt beleuchteten Tapetentischständen eingezogen, an denen die gesammelten Unnotwendigkeiten dieser Welt, vielfach als Kleinkunstobjekte hochstilisiert, von merkantil ausgerichteten Aussteigern auf Probe feilgeboten werden. Man findet dieses Klientel leider mittlerweile überall dort, wo Touristen und mediterrane Meeresküsten aufeinandertreffen. Vorbei ist der charmante Genuss eines Ortes, der wenigstens noch in den Wintermonaten unverfälscht das wiederspiegelt, was er eigentlich ist: Siedlungsstätte von ganz normalen Menschen, die ihr Leben im Zwiespalt touristischer Prostitution und dem Versuch traditioneller Lebensweise einteilen. Statt Alimentari bietet man jetzt Profumo di Elba an, ein nur auf der Insel produziertes und vertriebenes Duftwasser, im ehemaligen Bäckerladen gibt es Designermode, die Töpferei wich einem Modeschmucktempel. Der akademische Maler Piero Mazzi, der in Florenz lehrend die Sommer in Capoliveri verbrachte, hat sein Verkaufsatelier geräumt und nun findet sich dort das gemalte Angebot eines Kommerzpinslers, der in den Wettbewerb mit zwei weiteren auf das untere Mittelmaß spezialisierte Malern gut hineinpasst.
Um das eher ursprüngliche Leben der Märkte auf sich wirken zu lassen, der hat an den Wochentagen dazu an wechselnden Orten die Gelegenheit. Ob in Porto Azzurro, Portoferraio, Capoliveri… das bringt Abwechslung in den “Taucheralltag”.
Ausflugsziele gibt es genug auf der Insel, von der Villa Napoleone hin auf den höchsten Berg – Monte Capane – auf den man mit einer fast schon historisch zu nennenden Seilbahn hinaufgezogen wird. Aber es lohnen sich auch die Abstecher in vom Tourismus völlig unbeleckte Orte wie San Ilario, San Piero, Marciana, oder Rio Nell` Elba. Möchte man es ganz ruhig haben und einmal die Gedanken auf das Wesentliche zurückholen, dann sollte man sich Zeit nehmen einen der Friedhöfe zu besuchen. Die von dort ausgehende Stimmung und die kleinen Geschichten, die die Grabmäler zu erzählen verstehen, lassen den bunten Trubel und hektisches Treiben vergessen.

Anreise und Reisezeit

Elba ist ein klassisch mit dem eigenen PKW zu erreichendes Ziel. Ab München rechnet man nachts etwa 8 Stunden über die A8 bis zum Inntaldreieck, dort Richtung Kiefersfelden, Kufstein, Innsbruck, Modena, Bologna, Florenz, Livorno, dort Richtung Rom und schließlich nach Piombino, dem Fährhafen. Für die Autobahnen in Österreich muss man eine Mautvignette erstehen, die es ab Holzkirchen an jeder Tankstelle zu kaufen gibt. Lassen Sie sich dort beraten, was für Ihre Reise günstiger ist, eine Vignette für einen längeren Zeitraum oder zwei kürzere. Da kann man schon ein paar Euro sparen. Sparen kann man auch beim Tanken, Sprit ist in Österreich deutlich billiger. Dafür langt man beim Brenner wieder ordentlich hin, hier muss man jede Einzelfahrt an der Mautstation neu berappen. Das geht in bar oder mit Kreditkarte. Dafür wird man seit Jahren mit Großbaustellen konfrontiert, die das Vorankommen stark behindern.

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