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© UWW / Peter Schinck

Tagestouren
 
Nachdem wir die ersten zwei Tage erst einmal damit verbracht hatten, uns zu erholen, werden wir am dritten Tag um 08:00 Uhr pünktlich am Ressort abgeholt und zum Hafen nach Tap Lamu gebracht.
Die Fahrt auf dem seitlich offenen Transporter kann morgens ein wenig frisch werden, gut das wir uns ein Kapuzenshirt mitgenommen haben.
Vorab hatten wir uns auf der Sub Aqua Website bereits über Preise, Boote und Fahrpläne informiert http://195.170.100.137/kunden/23/index.php und unsere Plätze dementsprechend vorreserviert.
Dies ist zwar nicht zwingend notwendig, erleichtert der Basis aber die Planung. Für Tagestouren zu den Similans, nach Koh Bon und den vorgelagerten Wracks, aber auch zu weiter entfernten Zielen stehen 2 Boote zur Verfügung.
Einmal die „MV Nam Sai, das seit  Oktober 2006 im Betrieb befindliche Komfortboot und der Speed Katamaran „Loma“ der der Partnerbasis „IQ Dive“ gehört.
Während mit der Nam Sai die Similans und Koh Bon angefahren werden, kann die „Loma“ dank der 2 x250 PS Außenborder auch für weiter entfernte Ziele, wie dem weltbekannten „Richelieu Rock“, eingesetzt werden, der drei Mal wöchentlich auf dem Plan steht.
Zugegeben man kann schneller auf die Similans ankommen als mit der MV Nam Sai, aber nicht so komfortabel.
Verschiedene Sonnendecks aber auch genug Schattenplätze, eine gemütliche Lounge mit TV & DVD, On Board Nitrox Ausbildung und natürlich „Nitrox for free“,  ein 40 qm großes Tauchdeck mit eigener Füllstation, machen die 'M/V Nam Sai' zur perfekten Plattform für Taucher und Schnorchler an den Similan Islands.
Die Wirbelsäule dankt es außerdem, ein ruhig dahingleitendes Schiff gewählt zu haben, auf dem die Motorgeräusche normale Unterhaltungen währen der Fahrt zulassen.
Frische Speisen, bestehend aus Frühstück, einem verführerischen Mittagessen und Nachmittagssnack werden täglich frisch in der bordeigenen Küche zubereitet. Kostenlos werden dazu frisches Obst, Bisquits, warme Getränke, Softdrinks und Trinkwasser den ganzen Tag über gereicht. Ein Bier kann man sich nach dem letzten Tauchgang kaufen.

Tauchen

Jeder Tauchgang und das Schnorcheln wird durch einen erfahrenen Guide begleitet, erfahrenen Taucher können natürlich nach Freigabe auch selbstständig mit Partner tauchen.
Vor dem Tauchen oder Schnorcheln findet ein detailliertes Briefing anhand von Tauchplatzkarten statt. Im gesamten Nationalpark gilt eine absolute „no Touch“ Politik, ein Handschuhverbot hat sich jedoch noch nicht durchgesetzt. 
Die Tauchplätze finden dementsprechend an der Ost - oder Westseite der angefahrenen Inseln statt. Den Unterschied kann man sich leicht merken. Während Ost im englischen EAST heißt und die Tauchplätze zumeist auch EASY zu tauchen sind, kann es auf der Westseite auch mal Wow  - Strömungen haben.

Die Tauchplätze sind nach Zunahme des Tauchbasenangebots in Khao Lak um 30 % mittlerweile etwas stärker frequentiert, jedoch nicht übertaucht.
Die abwechslungsreichen Unterwasserlandschaften, von riesigen Granitfelsen mit Durchgängen und Lichtspielen, bis hin zu blühenden Korallenriffen hatten uns schon bei unserem ersten Besuch begeistert.

Leider wird während die Sommermonate, in denen sich fast keine Tauchboote auf den Similands befinden, immer noch fleißig im Nationalpark Similans gefischt. Belegt ist dies durch die große Anzahl an Fischfallen, Netzen und Schnüren von denen die Riffe am Anfang der Saison von den Tauchbasen und Safaribooten gereinigt werden. Da fühlt man sich als zahlender Gast bei umgerechnet 8 € Marinepark Gebühr pro Tag + 4 € Tauchgebühr von den Behörden betrogen! Auch wenn vom nachbarlich ankernden Speedboot eines der größten Anbieter (Besitzer ein Thai) ungeniert am Tauchplatz Koh Bon geangelt wird, während deren Gäste unter Wasser sind.
Aufgrund des Befischungsdrucks hat die Anzahl der „kulinarisch verwertbaren“ großen Schwarmfische nicht nur unserer Meinung nach um einiges abgenommen.
Der Fischreichtum ist trotzdem immer noch beeindruckend. Die Riffe sind überzogen mit Millionen von Glas und Jungfischen und man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll.
Die Anzahl der Haisichtungen (Leoparden und Weisspitzenriffhaie) ist im Vergleich zu 2005 erheblich gestiegen. Während wir 2005 nur bei zwei von über 30 Tauchgängen Haie gesichtet  hatten, waren es diesmal mehr als 10 Sichtungen bei gleicher Anzahl von Tauchgängen. Leider sind sie sehr scheu und nicht fotografenfreundlich.
Unsere „Koh Bon Mantas“ hatten wir trotz Unkenrufen, es seien noch keine da, doch noch gesehen auch wenn die Planktonsuppe dort an diesem Tag eine Sichtung erheblich erschwerte.

M/V Queen Scuba

Nachdem wir uns auf der Nam Sai und Loma gut eingetaucht hatten, begann der zweite Teil unseres Urlaubs, die viertätige Tour mit der M/V Queen Scuba.
Nach dem Ausfüllen der üblichen Haftungsausschlüsse und dem Beziehen der Kabinen ging es nach Einbruch der Dunkelheit los Richtung Similans. Natürlich nicht ohne das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, um die bösen Geister zu vertreiben die sich evtl. im Schiff eingenistet hatten. Einer der Geister hatte es aber anscheinend geschafft an Bord zu bleiben, da die zentrale Klimaanlage  in unserer Kabine (Nr. 2, backbord die erste vom Heck aus gesehen) so laut röhrte, dass an Schlaf kaum zu denken war. Die Kabine wird deshalb im Normalfall nicht mit Gästen belegt, es sei denn das Boot ist wie bei unserem Törn komplett ausgebucht
Die 14 Tauchgänge wurden in üblicher „Tauchertriathlon – Manier:  Tauchen-Essen-Schlafen absolviert:
Tag 1 Wecken 7:00 Uhr kleines Frühstück, Tauchen, richtiges Frühstück, tauchen, Mittagessen, tauchen, Nachmittagsnack  und ein Nachttauchgang.
Tag 2 bis 3: Wecken 6:00 Uhr, kleines Frühstück, Tauchen, richtiges Frühstück, tauchen, Mittagessen, tauchen, Nachmittagsnack  und ein Tauchgang vor dem Sonnenuntergang.
4 Tag Wecken 6:00 Uhr, kleines Frühstück, Tauchen, richtiges Frühstück,  Fahrt zum Bonsoon Wrack – tauchen und anschließende Rückfahrt zum Hafen.
Trotz kostenpflichtigem Nitrox empfiehlt es sich den Aufpreis von 5 $ pro Tank zu bezahlen,  da die meisten Tauchgänge 20 m und mehr locker überschreiten.
Zwischen den Tauchgängen waren im Schnitt zwei Stunden Oberflächenpause.
Die Tour ging über die Similans über Koh Bon, Koh Tachai zu den Surin Inseln und weiter über den Richelieu Rock zurück nach Koh Bon und als Abschluss zum Bonsoon Wrack.
Sowohl das Tauchteam, angeführt von Tripleader Sabine (Österreich) und bestehend aus den beiden Engländern Laura + Neil und dem Südafrikaner Nick als auch die immer hilfsbereite Thai Crew sorgte für eine rundum gelungene Safari. Selten haben wir ein so hoch motiviertes Team aus Guides getroffen, das so viel Spaß am Arbeiten hatten. Und das obwohl für 4 Guides nur zwei Betten zur Verfügung standen und der Rest oben auf Deck oder im klimatisierten Salon schlafen musste.
Am Anfang der Tour bekam jede Gruppe (max. 4 Taucher) „ihren“ Guide der die gesamte Tour die Kleingruppe auf Wunsch anführte.
Ausführlichste Briefings in englisch (auf Wunsch auch in deutsch) für alle, für selbstständige Taucher gab es jede Menge zusätzliche Tipps und handgezeichnete Detailkarten damit die kleinen und großen Schätze sicher gefunden werden können.
Das Essen wir eine perfekte Mischung aus thailändischer und europäischer Küche, es fehlte an nichts.
Das riesige Sonnendeck halb offen, halb überdacht mir superbequemer Ledergarnitur, das Mitteldeck auf dem gegessen wurde und auf dem sich der klimatisierte Salon mit Ladestationen für Kameras befindet, oder das gewaltige Tauchdeck ließen keine Wünsche offen.

Tauchgänge abseits der Similans

Absolviert wurden neben der normalen Similantour auch der Tauchplatz Twin Peaks bei Koh Tachai, der speziell bei der starken Strömung, die wir dort hatten, durch seinen enormen Fischreichtum bestach.  Ein Tauchgang bei den Surin Inseln, der viel Korallengeröll mit verschiedenen Spezialitäten wir Tomaten Anemonenfischen, scheuen Geistermuränen und Leierfischen beherbergte, stand ebenfalls auf dem Programm, bevor es an den Richelieu Rock ging.

Richelieu Rock

Ein auch mit dem Speedkatamaran Loma in Tagestour erreichbarer, fantastisch bewachsener Felsen mit hohem Fischreichtum, der aufgrund der Popularität auch von jeder Menge anderer Boote angefahren wird. Zu Stosszeiten sind dort mehr als 10 Schiffe gleichzeitig anzutreffen.
Trotz der hohen  Anzahl an Tauchern ist der Richelieu durchweg spektakulär. Zu den ortstreuen gelben Seepferdchen (tief in einer Spalte versteckt) kam jede Menge Schwarmfisch und als Highlight ein Pärchen Harlekingarnelen hinzu. Man wusste nicht, wo man zuerst hingucken sollte, da jede Spalte mit unzähligen Garnelen gefüllt war. Die zwei Tauchgänge dort waren definitiv zu wenig.

Khao Lak heute

Wie bereits vor zwei Jahren sind wir immer noch der Meinung, dass Khao Lak viel zu schade für einen reinen Tauchurlaub ist, dazu gibt es in der unmittelbaren und weiteren Umgebung viel zu viel zu sehen und zu unternehmen. Leider bietet inzwischen jeder Taxifahrer seine eigenen Touren dorthin an, wo er am meisten Kommission bekommt, das Ergebnis sieht man unter anderem an den  werbeträchtig am Highways platzierten Elefanten lokaler Anbieter, bei denen man schon von Ferne die Rippen zählen kann. Wenn man bedenkt, dass ein Elefant bei guter Pflege 500 $  pro Monat kostet, ist es eine einfache Rechnung wer unter dem Kommissionskrieg leidet. Aber es gibt auch rühmliche Ausnahmen, die sich aus diesem Grund von den zahlreichen No-Name Buchungsoffices verabschieded haben.

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