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Mit einem Preis von € 299,- zielt Treble-Light auf Kunden, die genau auf den Euro schauen und dennoch eine hochwertige Taucherhandlampe im Alugehäuse erwerben wollen.
Nicht im Discounter – Stil und nicht mit Billigkomponenten bestückt, dies entspräche keinesfalls dem Level des Bielefelder Unternehmens, so präsentiert sich die TL 50.12
Basic. UnterWasserWelt setzte sie unter rauen Bedingungen ein.
Treble-Light hat zur Kennzeichnung seiner Basic – Produktlinie die Farbe Blau gewählt. Im Reigen
der Black- und Silverline ist es zumindest farblich fast ein Schritt zurück zu den Wurzeln, denn die ersten Treble-Light Leuchten waren auch mit blau eloxierten Rohren
ausgeliefert worden. Um eine Leuchte preisgünstiger anbieten zu können, muss man an verschiedenen Stellen Verzicht üben. Treble-Light realisiert dies jedoch nicht so, dass an
der Lichtleistung oder der grundsätzlichen Funktionalität gespart werden würde. Von außen kommen hier drei Punkte in Betracht, die die Konzentration auf das Wesentliche
verdeutlichen: Man findet keine Folie auf dem Lampenkörper, die üblicherweise den Hersteller und Leuchtentyp weithin sichtbar macht, eine Gravur im Bügelgriff der Lampe genügt der
50.12 basic um sich stilvoll zu erkennen zu geben. Beim dreistufigen Drehschalter, der wie üblich ohne Durchführung mittels Reedkontakte die Lampenelektronik ansteuert, hat man
auf die Rändelschraube verzichtet, wie sie als mechanischer Einschaltschutz weit verbreitet ist. Angesichts der strengen Auflagen beim Flugtransport von Handlampen, hat diese
Einschaltsperre ohnehin keine Bedeutung mehr, da das Leuchtmittel stets entfernt werden muss, bevor man die Lampe mit an Bord nehmen darf. Abgesehen davon ist es bei Drehschaltern
mit entsprechend ausgelegter Federkraft, wie bei der 50.12 basic äußerst unwahrscheinlich, dass eine unbemerkte Aktivierung im Tauchgepäck erfolgen kann. Und natürlich kann bei
der günstigen Kalkulation auch nicht erwartet werden, dass Infodioden über die Akkuladung Auskunft geben. Gehen wir davon aus, dass die Lampe mit voller Leistung im Verlauf eines
Tauchgangs ununterbrochen betrieben wurde, meldet sich nach 65 Minuten der Tiefentladeschutz mit dreimaligem Blinken und schaltet die Leuchte danach ab. Sie muss dann ans
Ladegerät, das in einer Zeit von maximal 6 Stunden die Zellen des 12 V / 5 Ah NiMH Akkus wieder fit macht. Aber, in Schaltstufe 2 stünden insgesamt 90 Minuten Brenndauer zur
Verfügung und in Stufe 3 sogar 120 Minuten. Das sind im Zusammenspiel mit einem kräftigen 50 W HLX – Leuchtmittel respektable Werte und machen denn doch für mehrere
Tauchgänge unabhängig von der Ladestation. Ein Detail, das die 50.12 basic bietet, wird gerne übersehen, man kann als User die Helligkeit der drei Schaltstufen selbst bestimmen
und so generell Einfluss auf die maximale Leuchtzeit nehmen. Neben dem Ladeanschluss im Lampeninneren ist ein Tastkontakt eingebaut. Drückt man auf diesen, mit einem kleinen
Schraubendreher etwa, kann man stufenlos die gewünschte Helligkeit der jeweiligen Schaltstufe einstellen. Gespeichert wird der Wert, der im Moment des Loslassens der Taste vorlag.
Das ist sehr komfortabel und nicht unbedingt einem Basic – Modell zu erwarten. Treble-Light ermöglicht diese und weitere Funktionen durch die Verwendung identischer
Lampenelektroniken, die eine Reihe von Möglichkeiten bieten. Der Tiefentladeschutz gehört dazu, der es aber auch zulässt, dass nach dem Abschalten der Leuchte noch ein
Notlichtbetrieb nutzbar ist, der beim Nachttauchgang beispielsweise Instrumente und die unmittelbare Umgebung sichtbar macht. Natürlich ist auch ein SOS – Signal
anwählbar sowie eine schnelle und eine langsame Blinklichtstufe, etwa um eine Taucheinstiegsstelle am Ufer oder ein Tauchschiff bei Nacht zu markieren. Wie üblich dichten zwei
radiale O-Ringe Lampenrohr und Bodengruppe und sitzt der Spotreflektor hinter dem Frontglas im Alurohr. Auch die Öffnung im Bügelgriff, die ein Sicherungstool anzubringen
erlaubt, fehlt bei der basic nicht.
Praxis
Die 50.12 basic ist auch unter Wasser eine echte Treble-Light, die auch tagsüber, wie in unserem Beispiel in einem
von mäßiger Sichtweite gekennzeichneten Bergsee, gute Dienste leistete. Der Bügelgriff, ein Standardteil des Herstellers, liegt gut in der Hand und lässt sich ebenso in den Gurten
des Jackets einhängen. Das Schalten bereitet auch mit Trockenhandschuhen keine Probleme. Die Lichtausbeute im Zusammenspiel des Spotreflektors mit dem 50 Watt – Brenner ist
einwandfrei. Ohne besonderen Kraftaufwand kann man das Lampenrohr abdrehen und so Zugang zur Ladebuchse erhalten. Treble-Light verwendet den typischen 5-poligen
Steckeranschluss, der dessen Produkte schon lange Jahre kennzeichnet. Drei Leuchtdioden am Ladegerät informieren über die aktuelle Funktion. Der Steckerlader ist weltweit
einsetzbar, selbst um Steckeradapter muss man sich keine Gedanken machen, die liegen bei und können einfach am Lader ausgetauscht werden.
Fazit
Wer nach einer
robusten und zuverlässigen Taucherhandlampe im Alurohr sucht, dabei aber auch den Preis deutlich im Auge behalten muss, kann sich mit der 50.12 basic von Treble-Light anfreunden.
Technisch sind nicht nur alle notwendigen Funktionen erhalten, ein paar Zuckerl mehr bietet die komplexe Elektronik, die auch andere Leuchten des Herstellers steuert.
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