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by Michael Goldschmidt 8.04

Fakten

Typ: Snap Sights H2O Man
Größe: 25 x 80 x 15 mm
Gewicht (ohne Gehäuse): 25 g
Einsatztiefe: Empfohlen max. 3 Meter
Batterie: Eingebaut
Ladung: 1 Stunde über USB – Port
Externes Ladegerät: Erhältlich
Einsatzdauer pro Ladung: 4 Stunden
Frequenzgang: 20 Hz – 20 KHz
Preis: ca. € 199,-
Vertrieb: TUSA über Tauchsportfachhandel

 

TUSA Tauchsportausrüstung

Viele Taucher zählen die Ruhe, die sie unter Wasser erleben, mit zu den Höhepunkten ihres Sports. Keine Umweltgeräusche, keine ungewollten Gespräche, einfach die Konzentration auf die auf Zeit besuchte Unterwasserwelt trägt zur Entspannung entscheidend bei. Da wirkt ein wassersportfähiger MP3 Player mit wasserdichten Ohrhörern nicht gerade als ein Objekt, das eine echte Marktlücke füllen würde. Skeptisch aber ohne Vorurteile hat UnterWasserWelt einen lang erfahrenen Taucher damit ins Wasser geschickt.

Da steh ich nun ganz irritiert, erlebte ich doch schon die Zeit des legendären Sony Walkman hautnah mit und teilte vor 30 Jahren den ersten mobilen Kassettenplayer der Welt mittels zweitem Kopfhörerausgang mit der Herzdame jener Tage. Spaziergänge im Novembernebel bekamen so eine völlig neue Perspektive. Jetzt drehe ich ein silbernes Gerät, kaum größer als eine Streichholzschachtel und nur 25 g leicht zwischen den Fingern, finde drei Tasten, die alles steuern, eine mehrfarbige Leuchtdiode, die die aktuelle Funktion anzeigt und den Hinweis auf 128 MB internen Speicher und komme ins Sinnieren. Mein erster PC hatte eine für damalige Zeiten sensationell große Festplatte von 20 MB und stattliche 2 MB Arbeitsspeicher, das alles benötigte einen Platz von einem halben Kubikmeter. Der MP3 Player H2O Man von Snap Sights, im Vertrieb von TUSA verschwindet zwischen den Fingern, kann wasserdicht verpackt werden und leistet ein Vielfaches. Und das reizt ein neues Erlebnis auszuprobieren, das in den Tauchsportlehrbüchern (noch) nicht erwähnt wird: Musikgenuss beim Wassersport und Schnorcheln.

Um den Speicher des H2O Man mit seinen Lieblingssongs zu füllen, benötigt man auf jeden Fall einen PC oder MAC mit USB – Anschluss. Ohne diese stationäre Hardware, auf der sich MP3 Dateien befinden, die in den Speicher des H2O Man kopierbar sind, beschränkt sich langfristig das Hörerlebnis auf zwei Klassikmusikstücke, die vor Auslieferung im Player gespeichert wurden.
MP3 ist das Reizwort der Musikindustrie schlechthin, erlaubt dieses Format fette Musikdateien, wie sie auf CD`s zu finden sind auf handliche Datenpäckchen zu reduzieren, die bei immer noch guter Qualität via Internet oder eMail verteilt und dann auch im Speicher des H2O Man abgelegt werden können. Wer sich überhaupt den Kauf von CD`s sparen will, kann sich kostenlos MP3 Dateien auch aus dem Internet herunterladen, allerdings ist die fehlerfreie Qualität oder das abrupte Ende eines Songs auf den unbezahlten Beschaffungswegen nicht garantiert.
Besser ist die Abspeicherung von Songs im vorhandenen Musik – CD – Format als MP3 Files, läuft die entsprechende Software auf dem Rechner (hat man einen CD – oder einen DVD – Brenner, so bietet die dazu installierte Software die notwendigen Umwandlungstools). Weitere Werkzeuge der MP3 Bearbeitungssoftware erlauben das weiche Ein- und Ausblenden von Songs oder die Anpassung der Lautstärke der einzelnen Musikdateien.

Eiskalt erwischt. Der kleine Silberfisch fasziniert. Neuland für mich, dafür gibt es anerkennende Statements von meinen Kids, die  - zumindest aus dem Prospekt – wissen, mit was der alte Herr gerade herumspielt. Plug and Play verspricht das Gerät und Windows XP erkennt nach Anschluss an den USB – Port bereitwillig ein neues Laufwerk. Nur Win 98 oder MAC müsste mit der beiliegenden Software zur Zusammenarbeit überredet werden. 
Kopieren und Einfügen, so füllt man den Speicher des H2O Man. Wer systematisch vorgehen will, nummeriert die Dateien beginnend bei 01 bis hin zur maximalen Speicherauslastung. Im Durchschnitt passen 30 Songs in den Silberzwerg, jederzeit austauschbar via PC. Das Fieber den H2O Man auszuprobieren steigt in bedenkliche Höhe... Interpreten wie die „Söhne Mannheims“, die „Fantastischen vier“, Pink Floyd, Herbert Grönemeyer, Tote Hosen, Joe Cocker oder Falco lassen sich im festen Speichermedium nieder (da soll noch ein Kid behaupten, der Alte sei musikalisch ein Grufti...)

Der Trockentest im nächtlichen Garten mit Blick auf den Sternenhimmel fällt positiv aus. An einer Kordel, die die dünnen Drähte der Ohrhörer teilweise schützt, hängt das Silberteil. Die Ohrstöpsel könnten zwar etwas kleiner sein, doch sie lassen sich akzeptabel (in meinen Gehörgängen) platzieren und mit Blick auf den Großen Wagen bittet Joe Cocker um Entfesselung seines Herzen...
Das fetzt!
Die drei Tasten des H2O Man schalten ihn ein bzw. aus, wählen Songs davor oder danach und steuern die Lautstärke. Die Infodiode macht die aktuelle Funktion deutlich. Mehr braucht man nicht und mehr gibt es auch nicht. Bei etwa 30 Songs kann man sich auch ohne LCD – Anzeige im Speicher orientieren.

Abtauchen. Wirklich abtauchen? Das soll man mit dem H2O Man nicht, obwohl das strahlend gelbe Kunststoffgehäuse und die Ohrhörer dies aushalten würden. Klaglos. Aber man geht auf Nummer sicher bei TUSA und empfiehlt dies nicht um Verletzungen des Innenohrs vorzubeugen. Schwimmen, Surfen, Schnorcheln bis etwa 3 Meter Tiefe, diese Aktivitäten sind genehmigt und im wasserdichten H2O Man Gehäuse, das jetzt an einem dehnbaren Armband getragen wird, problemlos möglich.
Also jetzt die futuristischen Ohrenstöpsel einstecken, Maske auf und sich schnorchelnd  treiben lassen. Zu den Songs im MP3 Player entlang an Wasserpflanzenwäldern gleiten, plötzlich verkörpern versunkene Wurzeln oder treibende Algennester eine völlig neue Dimension, unterstreichen visuell die Wirkung der Musik. Und schon vergisst man auch die Kühle des Wassers im glasklaren See, die von einem Shorty nur begrenzt erwärmt wird. Selbst der kapitale Karpfen, der den Weg kreuzt, scheint an der Musik interessiert zu sein.
Ja, ohne Zweifel ist das Erlebnis des Musikgenuss an Orten, an denen dies bislang nicht möglich war, beeindruckend und man kann sich daran gewöhnen. Natürlich ist die Qualität der Unterwassermusik nicht mit der eines Konzertbesuchs vergleichbar, aber es hat was. Musikträume in traumhafter Umgebung. Was will man mehr? Schnell ist man verführt den Weiher ein zweites Mal in Ufernähe zu umrunden, damit man die zauberhaften Wasserpflanzenwälder im wabernden Schimmer der Sommersonne noch einmal mit Musik auf sich wirken lassen kann.
Ich bin kein Zweifler mehr, der H2O Man hat mich fasziniert und ich nehme ihn ernst!

Auf die Technik muss nicht weiter eingegangen werden – außer dass die eingebaute LiMH Batterie beim Einschub in einen USB – Port innerhalb einer Stunde geladen wird und dann Energie für 4 Stunden Musik am Ohr liefert.

Fazit

Entweder man mag Musik beim Schnorcheln und anderen Wassersportaktivitäten oder man möchte lieber auf die akustische Verbindung zur sonst so hektischen Umwelt verzichten. Jeder hat Recht, aber auch Zweifler an der erstaunlichen Wirkung von Lieblingssongs beim Sport kommen ins Grübeln. Der Kopf unter Wasser, der Blick in die faszinierende Welt der Fauna und Flora dort unten, dazu ein Song von Pink Floyd, das hat mehr, als man glauben möchte...

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