UnterWasserWelt - das Onlinemagazin seit 1999


 

Werbung Fa. Marlin UW-Gehäuse

Anzeige Aqua Active Agency

Werbung Seacsub

Werbung Cressi

Werbung SDI TDI ERDI

Werbung Taucheruhren.de
© Werner Fiedler / UWW

by Werner Fiedler 10.08

Canon 450D © Canon

Canon 450D © Canon

Canon 450D © Canon

Beispiel: Ausstattung mit Amphibienblitz © Werner Fiedler / UWW

© Werner Fiedler / UWW

© Werner Fiedler / UWW

© Werner Fiedler / UWW

Winkelsucher, drehbar © Werner Fiedler / UWW

Handgriff © Werner Fiedler / UWW

linke Gehäuseseite © Werner Fiedler / UWW

© Werner Fiedler / UWW

Rückseite Bedienfeld © Werner Fiedler / UWW

Wandermuschel © Werner Fiedler / UWW

© Werner Fiedler / UWW

© Werner Fiedler / UWW

Seerose © Werner Fiedler / UWW

Gallertkugeltier © Werner Fiedler / UWW

Kurzcharakteristik

- Kleines, leichtes und strapazierfähiges Unterwassergehäuse
- Maßgeschneidert für die DSLR-Kamara Canon EOS 450D
- Portsortiment für alle sinnvoll einsetzbaren Wechselobjektive
- Zwei Sucheroptiken zur Auswahl

Empfehlung

- Für ein- und aufsteigende Spiegelreflex - Unterwasserfotografen
- Hersteller erfüllt auch Sonderwünsche

Wenn das besonders üppige Gepäck der Unterwasserfotografen bei Flugreisen zunehmend zum Kostenfaktor wird, dann gewinnt das Gewicht der Ausrüstung an Bedeutung. Unter diesem Aspekt punkten die Gehäuse von UK-GERMANY. Dem hier vorgestellten Modell ist in Kombination mit der ebenfalls leichten SLR-Kamera ein herausragender Platz in der Federgewichtsklasse sicher.

Die EOS 450D ist das aktuelle 12-Megapixel-Modell im unteren Preissegment des Canon-Spiegelreflexsystems. Die Kamera, die im Frühjahr 2008 auf den Markt kam, hat sich wegen ihres ausgezeichneten Preis - Leistungs - Verhältnisses rasch zu einem Renner unter der DSLR`s entwickelt. Ihr Leichtgewicht von nur 475 Gramm (ohne Objektiv) resultiert vor allem daraus, dass beim Kunststoff – Edelstahl - Gehäuse das erstgenannte Material die Oberhand hat. Damit trifft das äußerlich weniger edel wirkende Modell zwar kaum den Geschmack der Liebhaber von Metallbodies, aber solche Technik kostet eben auch mehr. Die auffallend kompakt gestaltete 450D ist für Einsteiger ins Spiegelreflexlager konzipiert und besitzt durch ihre beachtliche Ausstattung genügend Aufsteigerpotenzial. Zu ihren unbedingt erwähnenswerten Merkmalen zählen der fleißige Bildprozessor, die integrierte Hochfrequenz - Sensorreinigung, der 3-Zoll Monitor und der schnelle Autofokus, der wesentlich zur extrem kurzen Auslöseverzögerung von nur 0,17 Sekunden beiträgt. Selbst superflinke Fische entkommen dieser Pixelfalle also nicht.

Das kleine Schwarze

Die gedrungen gebaute Kamera erlaubt die Konstruktion eines ebensolchen Gehäuses. Da freut sich der Taucher, dass angesichts seines allgemein üppigen Gerödels wenigstens die Fotoausrüstung etwas handlicher ausfällt. Die stabile Hülle besitzt eine einfache Form und bekennt sich augenscheinlich dazu, aus Vollmaterial gefertigt zu sein. Das ist konsequent, wenn die Funktionalität über dem Design steht. Eine Harteloxierung sorgt für den zusätzlichen Schutz der Oberfläche und verleiht der seewasserbeständigen Aluminiumlegierung – in diesem Fall – ein schwarzes Aussehen. Mag solch düsteres Seidenmatt auch dem in der Branche zu beobachtenden Trend folgen, so sei zumindest daran erinnert, dass Modisches noch niemals praktisch sein musste. Die gleichfalls schwarze, innere textile Beflockung hingegen erfüllt ihren Zweck mit Bravour, sie schluckt Streulicht und gegebenenfalls Wassertropfen. Damit der Fotograf ein eher unwahrscheinliches Leck frühzeitig bemerkt, ist eine akustische Warnschaltung installiert.
Die frontale Bajonettfassung nimmt den zum jeweiligen Wechselobjektiv passenden Port auf. Getestet wurde das Kameragehäuse mit dem Planport für das Zoomobjektiv EF﷓S 18–55/3,5–5,6 IS, der sich auch für das 60-Millimeter-Makroobjektiv eignet. Alle Frontscheiben bestehen aus präzise geschliffenem Mineralglas. Zum Anpassen der Ports an verschiedene Wechselobjektive sind außerdem Verlängerungsringe verfügbar. Auf der Gehäuserückseite gibt ein großes Fenster aus Glas den Blick auf den Monitor frei, der auch die Kameraeinstellungen sehr gut lesbar anzeigt. Beim Sucher darf der Kunde zwischen der einfachen Standardoptik oder dem komfortablen 45° - Sportsucher wählen. Ersterer zeigt das Reflexbild verkleinert, letzterer ungefähr in natürlicher Größe. Der Sportsucher kann für Quer- bzw. Hochformataufnahmen um 360° gedreht werden und rastet dabei in den bevorzugten vier jeweils um 90° versetzten Positionen ein.
Der Deckel wird von zwei Schnellverschlüssen auf die Hauptdichtung gepresst. Das Gehäuse ist mit einem anatomisch geformten, gummierten Griff für die rechte Hand ausgestattet. Auf der Oberseite steht ein M8-Gewinde für die Befestigung von Zubehör (z. B. Pilotlampe) zu Verfügung. Ein T-Anschluss für den Blitzarm befindet sich links, der Platz für einen optionalen zweiten ist oben vorbereitet. Auch für die zugehörigen Blitzbuchsen gilt: Eine ist Standard, die zweite muss extra bestellt werden. Dabei darf zwischen S6-Buchsen für das E﷓TTL-Blitzen oder N3-Buchsen für den ausschließlich manuellen Blitzbetrieb gewählt werden.
Die unter Wasser benötigten Kamerafunktionen sind unkompliziert adaptiert. Der Hauptschalter allerdings kann von außen nicht betätigt werden. Die durchgeführten Wellen sind mit einem O-Ring abgedichtet. Die Tasten des Gehäuses drücken direkt auf die entsprechenden Bedienelemente der Kamera, nur die Menü-Taste ist aus konstruktiven Gründen innen mit einem Ausleger versehen.

Im Einsatz

Die mit einem Anschlag ausgestattete Montageplatte für die Kamera ist als Schlitten ausgeführt und lässt sich komplett herausziehen. Dies verspricht einen einfachen und raschen Einbau.  Bei unserem Testgehäuse konnte sich die Kamera trotz der fest angezogenen Stativschraube etwas bewegen. Das wurde mit dem Hersteller abgeklärt, es lag am Vorserienschlitten. Nun steht lt. UK-GERMANY der endgültige Kameraschlitten zur Verfügung, womit der 450D nun unverrückbar arretiert werden.
Sitzt der Synchronanschluss im Steckschuh und ist die Kamera eingeschaltet, kann das Gehäuse verschlossen werden. Dabei wird der Deckel von einem innen umlaufenden Bund geführt, der allerdings erst einmal „eingefädelt“ sein will. Dann lassen sich die beiden Verschlüsse leicht spannen, und ihre Sicherung rastet selbsttätig ein.

Praxis

Die Fotoausrüstung mit Blitz* hat einen leichten Abtrieb, der von den jeweils verwendeten Objektiven und Ports abhängt. Sie lässt sich einhändig gut führen, zumal auch die linke Hand meist unterstützend zufassen wird oder den Blitzarm packt. Die rechte Hand erreicht vom Griff aus bequem den Auslöser. Bei allen anderen Funktionsübertragungen lohnt sich die Überlegung, sie (anders als an Land) hauptsächlich mit der linken Hand zu betätigen. Hier muss jeder Fotograf sein individuelles Bedienkonzept finden. Handschuhe erschweren den Zugriff auf einige besonders eng angeordnete Tasten. Bei Querformataufnahmen ragt der vorteilhafte 45°-Sportsucher zwar zu etwa einem Drittel über das Monitorfenster, trotzdem kann das gesamte Display schräg von unten betrachtet werden. Gerade bei Motiven im Nahbereich spielt der angewinkelte Sucher seine Stärken aus. Auch attraktive Motivgestaltung gegen die Wasseroberfläche erleichtert dieses optische System, unterstützt von der erstaunlichen Fähigkeit der 450D zur Kontrastverarbeitung, durchaus bemerkenswert in ihrer Preisklasse.

Fazit

Das robuste Gehäuse von UK-GERMANY passt von seiner Ausstattung her gut zur Canon EOS 450D. Diese Kombination erlaubt den sicheren Einstieg in die Spiegelreflex - Unterwasserfotografie und – dank des langfristig verfügbaren Zubehörsortiments – den späteren, auch schrittweisen Ausbau des Systems.

Blitz*

Im Praxistest wurde ein Subtronic Nova von Subtronic, kompatibel zur E-TTL-Steuerung der Canon 450D eingesetzt. Es wird für Hersteller von Amphibienblitzen durch den ständigen Wechsel der Kommunikationscodes zwischen der TTL – Steuerung der Kamera und dem TTL-fähigem Blitz immer schwieriger, auf dem Laufenden zu bleiben. Das Entschlüsseln der Funktionscodes ist sehr aufwändig und zeitintensiv. Besonders Canon praktiziert einen häufigen Wechsel der Codes, was zu Kompatibilitätsproblemen mit anderen aktuellen oder zukünftig angebotenen  Kamerabodies führt. Mit dieser Maßnahme will Canon vor allem den Absatz der eigenen Blitzgeräte stützen.
Da die TTL-Blitzbelichtung unter Wasser anderen Gesetzmäßigkeiten folgen muss als an Land, gibt es eine Reihe von Motivsituationen, die besser mit manuellen Einstellungen der Blitzleistung erfolgen. Das Gros der professionell arbeitenden UW-Fotografen steuert die Blitzbelichtung manuell. Diese Fertigkeit sollte man sich gerade auch als Beginner in der engagierten UW-Fotografie stets zueigen machen. 
Bei der Auswahl der mechanischen Befestigung des Blitzgerätes, der Blitzarme also, ist darauf zu achten, dass nicht alle Fußstücke der verschiedenen Blitzarmsysteme an das T-Stück des UK-GERMANY Gehäuses passen. Entsprechende Infos geben der Hersteller bzw. Händler.

Fakten

Gehäuse von UK-GERMANY für Canon EOS 450D
Gehäusematerial: Seewasserbeständige Aluminiumlegierung
Oberfläche: Harteloxierung
Gehäuseverschlüsse: 2 gesicherte Spannverschlüsse
Handgriff: 1, rechts
Sucher: Spiegelreflexsucher, wahlweise mit Standardsucher oder 45°-Sportsucher
Kontrollfenster: 1
Funktionsübertragungen: 15
Zubehöranschlüsse:
- 1 T-Stück für Blitzarm (2. T-Stück optional)
- 1 M8-Gewinde oberseitig
Synchronkabelanschlüsse: 1 Blitzbuchse S6 oder N3 (2. Buchse optional)
Abmessungen (B´H´T): 199/263´147´18,6 mm
(ohne/mit Handgriff, mit 45°-Sucher, ohne Port)
Gewicht: 2,1 kg
(mit Handgriff und 45°-Sucher, ohne Port)
Auftrieb: geringer Abtrieb (abhängig vom Port und Zubehör)
Einsatztiefe: max. 70 m

Preise
Gehäuse mit Standard-Sucher, ohne Port: € 1740,–
Planport (PP 65) für Zoomobjektiv 18–55 mm und Makroobjektiv 60 mm: € 140,–
Zoomring für Zoomobjektiv 18–55 mm: € 70,–
Aufpreis für 45°-Sportsucher (statt Standard-Sucher): € 950,–

Informationen
www.uk-germany.com  (Unterwasser-Gehäuse)
www.canon.de  (Kamera EOS 450D)

Werbung AUDAX PRO

Werbung Bauer Kompressoren

Werbung ZARGES

Werbung Orca Diveclubs