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© UWW

by Herbert Frei 12.06

Olympus E 330

Olympus E 330 © UWW

UK-Gehäuse zur Olympus E-330

UK-Gehäuse zur Olympus E-330

UK-Gehäuse zur Olympus E-330

UK-Gehäuse zur Olympus E-330

UK-Gehäuse zur Olympus E-330

UK-Gehäuse zur Olympus E-330

© Herbert Frei

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Die E-330 von Olympus hat am Markt wie eine Bombe eingeschlagen. Die enorme Nachfrage nach dieser ungewöhnlichen D-SLR mit ihrem Live-Monitor hat auch die Gehäusehersteller beflügelt. Mittlerweile gibt es dafür nicht nur ein Original-Olympus-UW-Gehäuse, sondern auch Pendanten von Ikelite, 10Bars, Fantasea und GM-Foto. Herbert Frei hat sich das GM-Foto-Gehäuse ausgesucht und es bei unzähligen Tauchgängen auf Herz und Nieren getestet.

Konstruiert und konzeptioniert wird das GM-Foto-Gehäuse für die E-330 bei UK-Germany. Aber GM-Foto hat das Verkaufsrecht auf diesen Gehäusetyp. Anders als bei den Mitbewerbern gibt es beim GM-Foto-Gehäuse keinen optischen Sucher mehr. Die aus salzwasserbeständigem Alu hergestellte E-330 Schutzhülle bietet als Novum nur einen Schrägeinblick auf das Live-Bild des Monitors. Ob man das gut oder schlecht findet, hängt einerseits davon ab, wie man mental zu einem Live-Monitor steht, andererseits aber auch von der Art des Fotografierens. Wer gewohnt ist, im optischen Sucher sein Bild zu gestalten, wird an dieser Konzeption nur bedingt Gefallen finden. Hingegen dürften Aufsteiger aus dem Sortiment digitaler Kompaktkameras ihre helle Freude daran haben - und auch solche, die gern in Schwimmlage bodennahe Objekte ablichten wollen.

Unterwasser-TV

Neben der Panasonic-Lumix L1 ist die E-330 von Olympus die einzige D-SLR mit Live-View-Funktion. Ob diese Konzeption zukunftweisend sein wird, darüber gehen die Meinungen bei den Kameraexperten auseinander. Canon und Nikon halten sich noch vornehm zurück, ebenso Pentax und Sony. Der Durchbruch dieser Technologie wird dann erfolgen, wenn das Live-Bild brillant, farbecht und weitgehend zitterfrei betrachtet werden kann. Denn das ist immer noch eine Schwachstelle dieser AF-Betrachtung. Auf der anderen Seite profitieren Brillenträger und ältere UW-Fotografen vom großen Sucherbild, das sich im übrigen mit einer Aufhellfunktion so programmieren lässt, dass man auch in Höhlen und schattigen Stellen die Motive erkennen kann, sogar ohne Pilotlampeneinsatz. Ein weiterer Nachteil, der aber unter Wasser nicht so relevant sein dürfte wie an Land, ist die Betrachtungszeit des gemachten Bildes. Wenn man mit einem optischen Sucher fotografiert, sind Serienbilder kein Problem. Steht einem aber nur das Live-Bild zur Verfügung, muss man immer erst abwarten, bis die gespeicherte Aufnahme als Standbild wieder durch das Live-Bild abgelöst worden ist. Vorher kann man nicht anpeilen und natürlich auch nicht abdrücken. Das mag für schnelle Bildfolgen hinderlich sein, aber die kommen unter Wasser eh nicht in dem Maß vor wie in der Sport-oder Kinderfotografie. (weitere ausführliche Betrachtung der Olympus E-330in diesem Beitrag >>>
Das Design des GM-Foto-Gehäuses ist so ausgelegt, dass das Live-Bild in leichter Schräglage (ca. 30°) betrachtet werden kann. Möglich ist das nur, weil sich der Monitor in der Horizontalen schwenken lässt. Hierdurch ergibt sich eine kleine Eingewöhnungssituation, weil man das Sucherbild aus anderer Position betrachtet als es die Kamera aufnimmt. Zumindest im Nah-und Makrobereich zielt man anfangs öfter mal daneben, man gewöhnt sich aber an das andere Sehen recht schnell. Ungewohnt leicht und übersichtlich gestalten sich hochformatige Aufnahmen im Weitwinkel-und Fisheyebereich. Das große Sucherbild erleichtert die Bildgestaltung von Korallenwänden, UW-Landschaften und Taucheraufnahmen in ungewöhnlicher Art und Weise. Man ist fast versucht zu sagen, dass das mit einem großen optischen Sucher nicht wesentlich besser geht. Insofern ist der schräge Einblick mit dem tiefer gelegten Monitor eine akzeptable Lösung , die auch in begrenztem Maß streulichtsicher ist. Noch brillanter wird das Sucherbild, wenn man einen zusätzlichen Streulichtschutz anbringt. Die Halterung dafür ist jedenfalls vorhanden.
Aufgrund der schrägen Anordnung des Live-Monitors im Gehäuse ist ein optischer Suchereinblick nicht realisierbar, obwohl er ja als Alternative an der Kamera vorhanden ist und bei fast allen Mitbewerbern angeboten wird. Bei jenen ist dann aber das Live-Bild nur vertikal einsehbar. Der 45°-Einblick hat im Übrigen den Vorteil, dass man bodennahe bzw. am Boden lebende Objekte sehr gut anpeilen und ablichten kann, das sowohl horizontal als auch vertikal, wobei der vertikale Einblick natürlich etwas Übung und Geschick voraussetzt.
Mit im Blickfeld des Fotografen sitzt die Leuchtdiode für die Leckwarnung im Monitorfenster.
Montiert wird die E-330 auf einen Schlitten, der dann über Schienen ins schwarz ausgeflockte UW-Gehäuse eingeführt wird. Eine Technik, die sich langsam aber sicher bei vielen Gehäuseherstellern durchsetzt, weil sie effizient und präzise ist. Auch Leute mit zwei linken Händen und ausgeprägtem Silberblick, können kaum noch etwas falsch machen.
Die Auflösung der E-330 mit 7,5 Megapixel ist mehr als ausreichend. Man sollte die Kamera aber vorzugsweise mit ISO 100/21° betreiben, insbesondere im Nah-und Makrobereich. ISO 200/24° geht auch noch mit guter Bildqualität. Diese fällt dann bei ISO 400/27° etwas ab. Beim Einschalten lässt sich die Kamera 1,5 s lang Zeit, weil zuerst die Sensorreinigung vorgenommen wird. Unter Wasser ist es deshalb nicht sinnvoll die E-330 zum Zwecke des Stromsparens abzuschalten. Der Akku hält bei eingeschalteter Kamera 2-3 Tauchgänge, weil sich die E-330 bei längeren Bildpausen in den Stand-By-Modus zurückzieht.

GM-Foto-Gehäuse im Detail

Der quadratische Kasten kann seine Herkunft nicht verleugnen. So und nicht anders baut UK-Germany. Effizienz kommt vor Modetorheit. Unser Testmodell war mit zwei Blitzbuchsen ausgestattet, links für TTL, rechts für manuelles Arbeiten. Die im Inneren verlegte Elektronik gibt wenig Rätsel auf, weil der Gehäusehersteller zwei Synchronkabel mitliefert, die entsprechend ihrer Verwendung gesteckt werden. Ob man das so machen muss, ist eine andere Frage. Funktioniert hat es jedenfalls. Beim manuellen Blitze - empfehlenswert im Weitwinkel- und Fisheyebereich - muss die E-330 im Modus M betrieben werden, sonst kommt es zu Langzeitsynchronisationen, die man zumindest bei Nahaufnahmen nicht gebrauchen kann.
Der Digitaladapter von www.heinrichsweikamp.com ist gut zu gebrauchen, wenn man mit einem einzigen vorblitzfähigen Amphibienblitz fotografiert. Sehr indifferente Ergebnisse bekommt man beim Einsatz mit zwei amphibischen Blitzgeräten. Mal stimmt die Belichtung, oft aber nicht. Häufig kommt es zur maximalen Leistungsabgabe beider Blitzgeräte, so dass eine totale Überbelichtung das Bild verunstaltet. Bei allen Bildern außer Nah-und Makro sollten , wenn mit zwei Blitzeinheiten gearbeitet wird, manuelle Einstellungen an den Teillaststufen bevorzugt werden. Geringe Belichtungsschwankungen egalisiert man über die Blende. Bereits nach wenigen Tauchgängen kann man damit sehr virtuos arbeiten…auch als Einsteiger. Eine andere, nicht weniger sinnvolle Blitzlösung offeriert GM-Foto mit einem UW-Gehäuse bzw. Blitzrohr (von UK-Germany) für das Olympus-Systemblitzgerät FL-50. Damit sind Sie zumindest im Nah-und Makrobereich alle Sorgen hinsichtlich einer korrekten Blitzbelichtung los.
Das GM-Foto-Gehäuse hat zwei Handgriffe, die unserer Meinung etwa 0,5 cm weiter von der Gehäusewand entfernt angebracht sein könnte. Man würde sich dann das etwas hakelige Einfädeln der Spannverschlüsse ersparen. Vielleicht hat der Hersteller ein Einsehen mit Leuten, die weder ISO-Hände haben noch Normfinger besitzen. Und das UW-Gehäuse sollte grundsätzlich mit zwei T-Nutsteinen ausgeliefert werden - der rechte T-Nutstein aber auf dem Handgriff und nicht auf dem Gehäusedach!
 

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