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© UWW / Herbert Frei

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Mit drei Bildern pro Sekunde ist die 5D ausreichend schnell. Der Pufferspeicher ist gut für 60 JPEG-Bilder oder 17 RAW-Dateien in Folge. Da die 5D für schnelle Transfers ausgelegt ist, kann man mit High-Speed CF - Speicherkarten deren Potential auskosten. Wir haben aber auch mit den relativ langsamen Microdrives keine negativen Erfahrungen gemacht. Den Puffer bringt man wirklich nur bei exzessivem Fotografieren und gleichzeitiger Speicherung von RAW und JPEG in geringster Komprimierung an sein Limit. Die Einschaltverzögerung liegt bei 0,2 s. Ein sehr guter Wert, der in der Praxis keine Wünsche offen lässt. Die Auslöseverzögerung könnte etwas kürzer sein, ist aber inklusive der AF-Zeit mit 0,3 s nicht wirklich schlecht. Schnell schwimmende Fische sind jedenfalls problemlos scharf zu bekommen. Wenn nicht, liegt es am Autofocus, der schon mal Probleme mit teilmonochromen Objekten hat.
Zufrieden kann man mit dem 2,5-Zoll Monitor und seinen 230 000 Pixel sein. Seine Brillanz ist sehr gut, die Farbwiedergabe auch unter Wasser bestechend, der Betrachtungswinkel von fast 170° mehr als ausreichend. Auch bei stark geneigtem Gehäuse kann man das Monitorbild gut erkennen und weitgehend sicher beurteilen, sofern kein direktes Sonnenlicht auf das Mäusekino einfällt. Die 31 Menüpunkte lassen sich mit dem hinteren Drehrad bequem in Folge anwählen. Grundsätzlich geht das schneller als wenn man sich durch diverse Untermenüs hindurcharbeiten muss. Man kann den Scrollablauf abkürzen, in den man mit der Jumptaste zum jeweiligen Anfang der Menüseiten springt.

Blitzen mit der 5D

Das ist ein Kapitel für sich, und leider kein einfaches. Die geringsten Probleme gibt es mit einem der systemkonformen Blitzgeräte der EX-Reihe. Canon-Systemblitzgeräte sind exakt auf die hauseigene E-TTL Blitzsteuerung abgestimmt, besser als jeder Amphibienblitz mit TTL - Konverter. Grund ist das E-TTL Protokoll, das noch kein Fremdhersteller vollständig entschlüsselte. Deshalb arbeiten Systemblitzgeräte der EX-Reihe mit jeder EOS-Kamera, was man von amphibischen Modellen mit E-TTL-Konverter nicht unbedingt behaupten kann. Grundsätzlich kann mit Systemblitzgeräten an der 5D nur mit TTL gearbeitet werden, wenn das UW - Gehäuse über eine 6-polige Blitzsteckdose verfügt.    
Unsere Versuche mit dem 540 EX im UK - Blitzrohr waren sehr erfolgreich. Mit geringer Minuskorrektur (0,3-1,0 Blenden) konnten die unterschiedlichsten Motive mit divergierenden Helligkeitsverläufen exakt belichtet werden. Leider gibt es keine zufriedenstellende Lösung, wie man an der 5D mit zwei Systemblitzgeräten gleichzeitig im TTL-Modus blitzen kann. Firmenseitig ist das nicht vorgesehen.
An Land wird der Zweit - Systemblitz per Funk oder IR-Signal ausgelöst, ..unter Wasser funktioniert das aber nicht. Auch Sklavenblitzfunktionen versagen, weil der Servoblitz die Vorblitzsignale nicht erkennt. Eine mögliche Lösung wäre ein Elektronikkonverter im UW - Gehäuse, der die Signale beider Systemblitzgeräte zu einem einzigen Signal verarbeitet und der 5D suggeriert, dass nur ein Blitz angeschlossen ist. Wir erwarten, dass ein entsprechender Elektronikbaustein von www.heinrichsweihkamp.de verfügbar sein wird.
Die von UK-GERMANY eingebaute Elektroniksteuerung hat bei Testversuchen mit einem vorblitzfähigen Subtronic-Mini recht gut funktioniert. Auch manuelles Blitzen war mit zwei Subtronic-Mini möglich. Trotzdem muss man sagen, dass die kameraseitige Konverterinstallation etwas mit einem Ausflug ins Legoland zu tun hat. Schaltungen, Stecker, Kabel und Verdrahtung liegen blank im Raum. Ein Salzwassertropfen von den Haaren auf das Jungend – Forscht - Projekt und der Traum von der sorglosen Blitzbelichtung löst sich in Wohlgefallen auf.    
Der in unserem Testgerät installierte TTL-Konverter war leider nicht auf der Höhe der Zeit, denn das Arbeiten bei ausgeschalteten Blitzgeräten mit der Zeit- und Blendenautomatik war nicht möglich. Die Verschlusszeit ging bei Av auf 1/200s und bei Tv auf Blende 22. Ursache war die Fremdspannungsquelle (kleine Knopfzelle) des TTL-Konverters, durch deren Potential die EOS 5D beeinflusst wurde. Der Belichtungsmesser der Kamera konnte sogar zu total konfusen Anzeigen verleitet werden, wenn man nur den Blitzschuh der TTL-Konverterelektronik mit der 5D verband. Dieser an die Nieren gehende Zustand ist nach unseren Recherchen mittlerweile behoben. Aber es zeigt auch die Richtigkeit der Aussage von Subtronic, wo man dafür plädiert, den TTL-Konverter in den Blitzgeräten selbst zu installieren und nicht getrennt im UW - Gehäuse unterzubringen, zumal das Kabelgewürge mit den futzeligen „Blitzschuh-Anschlüssen“ beim Installieren eine Stimmung verbreitet, wie ein längerer Aufenthalt im Elbtunnel.
Nachvollziehen kann man auch die Ansicht von Betroffenen, Nah- und Makroaufnahmen in erster Linie mit einem narrensicheren Canon Systemblitz (430 EX, 540 EX oder 580 EX) zu machen. Jedoch, UK-GERMANY hat löblicherweise beabsichtigt, das in die Jahre gekommene Systemblitzrohr dahingehend zu reformieren, als dass eine Pilotlampe mit LED auf die wichtigsten Bedienelemente vorgesehen ist und man die wichtigsten Eingriffe vornehmen kann. Zumindest ein ON/OFF Schalter sollte vorhanden sein. Dann fällt auch weg, was bis dato notwendig ist, dass man bei stimmungsvollen Bildern (Gegenlicht, UW-Landschaften etc.), wenn Blitzlicht auf dem Bild unerwünscht ist, das Blitzrohr nach hinten drehen muss. Dann flasht es nutzlos ins Blaue oder  Grüne.      

Das 5D-Gehäuse von UK-GERMANY

Eingebaut bzw. hineingeschoben wird die 5D nachdem man sie auf einen kleinen Schlitten mit Schwalbenschwanzführung geschraubt hat. Das ist lobenswert, weil die Montage hierdurch weitgehend narrensicher ist. Nach dem Aufstecken des internen Blitzkabels in den Blitzschuh, ...man muss sich entscheiden zwischen Systemblitz und TTL-Konverter-Anschluss, kann zumindest die innere Angelegenheit als beendet erklärt werden. Nun geht es an das Aufsetzen und Verschließen des Rückdeckels. Dieses Procedere bedingt leidvolle Züge. Links klemmt der Spannverschluss am Zoomrad, rechts widerstrebt er sich einzurasten. Dabei wäre alles so einfach, säße der rechte Handgriff 5 mm weiter außen.
Natürlich kann man bei entsprechender Übung und dem „gewusst wie“ den Rückdeckel sogar recht flott schließen. Gleiches gilt für den Ein/Ausschalter. Bis man als Unbedarfter dahinter kommt, wie der Eingriff zustande kommt, ist für manchen der Urlaub vorbei. Klar, es gibt einen gelben Punkt am Drehschalter, der die OFF - Stellung angibt. Er ist aber so angebraucht, dass man das UW-Gehäuse dreimal verdrehen muss, bis man ihn sieht. Einmal im Eingriff, funktioniert dieser aber tadellos, obwohl das wirklich kein leichter Part für den Konstrukteur ist. Trotz aller Häkchen kann man dem UW-Gehäuse eine praxisgerechte Robustheit nicht abstreiten. Wenn es korrekt verschlossen ist, passiert nichts mehr, trotz eines zurückhaltenden  O-Ring Querschnitts. Die Dichtung liegt hinter einer wasserabweisenden Kante in der Nut. Verdrillen oder Herausquellen des O-Rings ist in dieser Position kaum möglich.  
Grundsätzlich gibt es verarbeitungsseitig nichts zu klagen. Die Ausflockung ist perfekt, der Auslösehebel feinfühlig zu bedienen, man kann sogar mit Handschuhen die Schärfe speichern. Natürlich finden sich auch Eingriffe, die kein Mensch benötigt. Einer dieser nutzlosen Hebel (Jog-Dial) befindet sich auf dem Rückdeckel. Mit ihm kann man in der Lupenfunktion navigieren. Wie das jemand frei schwebend in 30 m Tiefe bewerkstelligen will und dabei Bild und Motiv im Blick halten , kann man sich nur so erklären: Vorsicht - Evolution übt noch!  Doch wie wir wissen, die Kundschaft verlangt es, also lieber die Funktion anbieten als in endlosen und kostenintensiven Gesprächen das „warum nicht“ zu erklären versuchen.
Zu den wichtigsten Übertragungen gehört das Drehrad auf die linke Moduseinstellung der 5D. Dass UK hier kein Fenster eingebaut hat, damit man das Belichtungsprogramm visuell kontrollieren kann, begründet der Hersteller damit, dass man an der Zeit - Blendenkombination sehen kann, welches Belichtungsprogramm eingestellt ist. Recht hat er, aber mit Sicht auf das Modusrad würden sich manche Anwender leichter tun, zumal man sich auch verlesen kann. An dieser Stelle sollte das UW-Gehäuse reformiert werden. Die 5D ist ja kein Discounter - Schnäppchen, sondern eine D-SLR, mit der man professionell oder für Wettbewerbe fotografiert. Sicherlich, man gewöhnt sich im Laufe der Zeit an alles. Aber noch besser ist es, wenn man sich an recht wenig oder gar nichts gewöhnen muss.
 

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