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Ultralight UW-Stativ © UWW

by UWW 12.10

Ultralight UW-Stativ © UWW

Ultralight UW-Stativ  - Arretierung Stativbeine -© UWW

Ultralight UW-Stativ - Auszug der Beine - © UWW

Ultralight UW-Stativ - Stativkopf - © UWW

Ultralight UW-Stativ  - Dorn am Stativbein - © UWW

Ultralight UW-Stativ - volle Arbeitshöhe - © UWW

Ultralight UW-Stativ - Kogelbein für weichen Boden - © UWW

Ultralight UW-Stativ - mit Kugelbeinen - © UWW

 

Ein Kamerastativ ist allen elektronischen Systemen, die dem Verwackelungsschutz dienen, auch heute noch haushoch überlegen. Und daran dürfte sich auch nichts ändern, obwohl zur Nachbearbeitung verwackelter Videoszenen Software – Plugins für höherwertige Schnittprogramme angeboten werden, die nach langer Rechenzeit des Computers durchaus erstaunliche Ergebnisse abliefern. Durchdachte Mechanik schlägt digitale Funktion, so umschreiben wir das UW-Stativ von Ultralight.

Zugegeben, man wird als Alien entlarvt, steigt man mit Kamera inklusive Stativ ins Wasser. Je nach den Gebräuchen des Landes, dessen Gewässer man so ausgestattet betaucht, wird man neugierig bewundert oder kategorisch als potentieller Naturschänder verteufelt. Dass ein Taucher unter Wasser irgendetwas berührt und sei es auch nur in der „dritten Person“, über ein Stativ, bemüht bestimmte Aktivisten auf den Plan, denen UW-Filmer und Fotografen als Feindbild bei der Tauchertaufe eingeflößt wurde.
Unser Rat, lassen Sie sich bei Ihrem überlegten Tun nicht beirren und beginnen Sie sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass Highend – Videoaufnahmen oder auch fotografierte Makros einen so hohen Qualitätszuwachs erfahren können, dass alles Gerede und Getuschel abperlt.

Am Markt gibt es im Gegensatz zu Stativen für den Einsatz über Wasser nur ein winziges Angebot brauchbarer Angebote für das Arbeiten unter Wasser. Den dominieren, wenn man das so überhaupt sagen kann, US – Produkte. Und weil die verkauften Stückzahlen nicht sonderlich hoch sind, resultieren Verkaufspreise, die zunächst nicht zum spontanen Hinzufügen in den Warenkorb animieren.

Das Ultralight Unterwasserstativ ist nahe am Wasser gebaut. Nicht, dass Sie meinen, es würde einem die Tränen in die Augen treiben, nein, der Firmensitz des Herstellers in Camarillo / Kalifornien (75 km nordwestlich von Los Angeles), ist nur ein paar Steinwürfe von der Pazifikküste entfernt. In den fast vor der Haustüre gelegenen Kelpwäldern erfahren deren Produkte ihre ersten Einsätze und beim im Mittel 15°C kühlen Wasser  trägt man Handschuhe. Und das merkt man am Design des Ultralight Stativs deutlich. Griffig sind die Sternschrauben, die die ausziehbaren Stativbeine arretieren und groß dimensioniert ist der Griff, der die Gelenke der Beine fixiert.
Vom Kugelkopf bis zur Spitze misst ein Stativbein 29 Zentimeter, ausziehbar bis auf 46 Zentimeter. Stellen wir das Stativ in einer stabilen Position auf, bei der eine höchstmögliche Position auf dem Schwenkkopf erreicht wird, befindet sich eine Kamera etwa 57 Zentimeter über dem Boden. Werden die Kugelfüße aufgesteckt kommen noch etwa 3 Zentimeter hinzu. Die Stativbeine lassen sich bis über 90° nach außen schwenken, was auch bedeutet, dass die theoretisch niedrigste Entfernung der Kameraplatte auf dem Schwenkkopf  bis zum Boden bei 14 Zentimetern liegt.
Seien Sie vorsichtig, die Spitzen an den Stativbeinen sind wirklich bissig, das müssen sie aber auch sein, um etwa auf Felsgrund sicheren Halt zu finden. Mit dem Stativ werden durchlöcherte Kunststoffbälle geliefert, mit denen die Spitzen nicht nur „entschärft“ werden können, sondern, und das hat uns wirklich verblüfft, den Einsatz des Ultralight auf weichem Gewässergrund möglich ist.
Funktionell einfach ist der Stativkopf gehalten. Er erlaubt das Schwenken in vertikaler und horizontaler Richtung. Allerdings sind die Achsen nicht gedämpft und wer bei laufender Aufnahme einen sauberen Schwenk machen möchte, muss das gut üben und eventuell mit der linken Hand den Kopf in der Drehung etwas „abfangen“. Die horizontale Achse wird mit einer Klemmschraube fixiert, die vertikale mit schraubenartiger Drehung am kurzen Schwenkarm. Dieser Technik bedienen sich schon lange einfache Fotostative für den Einsatz an Land.

Praxis

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob man das Stativ schon vor dem Abtauchen montiert oder nur von Fall zu Fall. Entscheiden Sie sich für die „Fall zu Fall“  - Lösung, denken Sie über eine geeignete Befestigung am Jacket nach, praktisch wäre eine stabile Netztasche. Über Wasser wiegt das aus eloxiertem Alu und Edelstahlteilen gefertigte Stativ 1040 Gramm, was sich unter Wasser aufgrund fehlender Hohlräume kaum reduziert. Und ein bisschen Gewicht muss auch sein, sonst leidet die Stabilität im Einsatz.
Wenn Sie erst kurz vor dem ersten Tauchgang mit dem Ultralight Stativ ihr Foto- oder Videoequipment zusammenbauen, könnte es eine böse Überraschung geben: Längst nicht alle UW-Gehäuse haben ein Stativgewinde oder es wird schon von der Zubehörschiene der Lichtanlage belegt. Deshalb befassen Sie sich rechtzeitig mit der Lösung von eventuellen Anschlussproblemen. SUBAL, mit SUBAL-Europe als Vertriebspartner von Ultralight, hat für deren Gehäuse eine Montageschiene mit Stativgewinde im Angebot, UK-GERMANY verfährt ähnlich.
Das Handling des Stativs unter Wasser ist selbst mit Handschuhen zufriedenstellend. Allerdings können wir uns grundsätzlich vorstellen, dass der Klemm – Mechanismus, der die Kugelgelenke der Stativbeine arretiert, herstellerseitig bei einem Update mit einer weiteren Feder ergänzt wird, die verhindert, dass bereits bei geringer Lockerung des Arretierdrucks alle Stativbeine kraftlos herabhängen.    
Schon angedeutet haben wir die überraschende Einsatzfähigkeit auf weichem, sedimentreichem Untergrund. Bei der im test verwendeten Videokamera mittlerer Größe gab es in unserem Testgewässer mit wirklich kritischem Bodenverhältnissen keine Probleme. Weder versank das Stativ, noch wurde Sediment aufgetrieben. Das konnte natürlich gefallen.
Grundsätzlich unterstützt das Ultralight Stativ Nah- und Makroaufnahmen. Allerdings muss aus Rücksicht auf die Natur immer wieder neu entschieden werden, ob das Ambiente einen schadlosen Einsatz zulässt. Das Arbeiten mit einem UW-Stativ verlängert auf jeden Fall die Aufenthaltszeit am gewählten Motiv. Das kommt mit Sicherheit der Bildgestaltung zugute, man muss sich aber auch im Klaren sein, dass pro Tauchgang weniger Szenen oder Bilder produziert werden, die allerdings von sichtbar höherer Qualität getragen werden.

Fazit

Man wird angesichts eines Verkaufspreises von etwa € 435,- überlegen, ob das Ultralight UW-Stativ die Foto- oder Videoausrüstung bald schon ergänzen sollte. Aus unserer Sicht überwiegen die Vorteile, die den Bild- und Video - Output qualitativ unterstützen. Und wer mit einer Fotokamera mit HD-Videofunktion wie Canons D5 Mk II abtaucht, gehört mit Sicherheit zur Zielgruppe.

Fakten

Hersteller: Ultralight  / USA
Typ: Ultralight UW-Stativ
Bestellnummer: UTRIPOD
Material: Seewasserfestes Alu, schwarz eloxiert, Edelstahl
Gewicht: 1040 Gramm
Abtrieb: 1000 Gramm
Länge: 40  - 58 Zentimeter
Preis: ca. € 435,-
Händler: www.subal-europe.com 
Tel: 08677/ 65897, Fax: 65982 eMail: europe@subal.com

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