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Haben Camcorder und Gehäuse endlich zusammengefunden und sind ein Paar geworden, stellt sich bald schon die Frage, welche Lichtanlage soll verwendet werden. Oder geht es gar ohne Zusatzlicht? Die Verwendung spezieller Filter oder die Nachbearbeitung am PC ist verlockend, meint man sich einige hundert bis tausend Euro sparen zu können. Doch ganz so einfach ist es nicht und um den kleinen Kameramaschinen letztlich leuchtende Farben zu entlocken ist der Einsatz von speziell dafür geeigneten Lampen nicht zu umgehen.

Eigentlich ist die Anschaffung von Camcorder, Gehäuse und Lichtanlage ein gemeinsamer Schritt, doch nicht immer sind alle dazu notwendigen Geldmittel vorhanden. Hat man die ersten Versuche ohne Licht hinter sich gebracht, wird man auch ohne besonders kritisch zu sein, feststellen, dass  monochrome Farben nach dem Lichtverlust im Rotbereich, also unterhalb 5 Metern Tauchtiefe, bei weitem nicht das Wiederspiegeln, was man im Schein der Taucherlampe oder auch mit bloßem Auge wahrnehmen konnte.
Gelegentlich wird die Meinung geäußert, dass bei der Nachbearbeitung am PC die fehlenden Farben ersetzen könnten. Doch das ist ein großer Irrtum. Was erst einmal monochrom Blau oder Grün eingefärbt ist, kann zu Lasten der gesamten Farbwiedergabe nicht mehr korrigiert werden. Nur dort, wo noch Farben im Bild unterschieden werden, können in Grenzen Korrekturen durchgeführt werden, kann man Blau mildern, Rot anheben oder Gelb dazumischen, aber nur so lange dabei nicht das gesamte Bild einen gravierenden Farbstich bekommt. Wer sich das zutraut, dazu gehört schon eine Portion Erfahrung in Sachen Farbfilterung, der kann einzelne Szenen so korrigieren. Ein ganzer, ohne Zusatzlicht gedrehten Film, ist mit Mitteln der Amateur- bzw. Semiprofitechnik nicht zu colorieren.
Soweit die Ausführungen zur Computertechnik, die im übrigen anspruchsvolle Hard- und Software voraussetzt, die bei genauer Betrachtung ebenso viel kostet, wie eine Lichtanlage.

Wie soll nun aber die Lichtanlage beschaffen sein? Die unterschiedlichsten Variationen bieten sich an: Lichtanlage am Gehäuse montiert, Lichtanlage oder Einzellampe am Gehäuse und ein begleitender Taucher setzt das zweite Licht oder gar kein Licht am Gehäuse und zwei bis drei Begleittaucher führen die Lampen. Zusätzlich kann man sich zwischen Tageslicht und dem seit Jahren üblichen Halogen - Kunstlicht entscheiden. Aber das ist noch nicht alles, Unterschiede gibt es bei den Akkuvarianten - sprich wie groß der Energievorrat sein muss, ob man einen Akkutank getrennt von der Lampe bevorzugt oder ob Lampenkopf und Akku eine Einheit bilden sollen. Zum Schluss stellt sich noch die Frage, sollen die Lampen einer Videolichtanlage auch zum Einsatz als Taucherhandlampe umrüstbar sein  oder ob mit steigenden Anforderungen die Lampe mitwachsen kann.
Hatten Sie sich das so schwierig vorgestellt? Eher nicht. Gut, dass wir also darüber sprechen.

Vielleicht drängt sich die Frage auf, ob nun eine Lampe mit tageslichtähnlicher Charakteristik oder die herkömmlichen Halogen - Leuchten die beste Wahl sind. Eindeutig kann man hier nicht antworten, denn beide haben ihre Vor -und Nachteile.

Vorteile tageslichtähnliche Videolampen:

Aufhellung in geringen Tauchtiefen, dort, wo das Tageslicht selbst noch starke Wirkung zeigt, ohne Farbverfälschung. Lange Brenndauer bei großer Helligkeit;

Nachteile tageslichtähnlicher Videolampen:

Vergleichsweise hoher Anschaffungspreis, kalte Farben beim Einsatz unterhalb der Tageslichtgrenze (5 Meter +), aufgrund der kleinen Brenner nur wenige für den Videoeinsatz taugliche Reflektoren erhältlich, vielfach für den Einsatz im Nahbereich zu hell;

Vorteile Kunstlicht - Videolampen

Warme Farben durch hohen Rotanteil (der ohnehin je nach Lichtweg im Wasser kompensiert wird),  viele geeignete Reflektoren - bzw. Brennertypen verfügbar, Anschaffungskosten;

Nachteile Kunstlicht - Videolampen:

Wirkungsgrad verglichen mit Daylightsystemen niedriger  (höherer Stromverbrauch bei geringerer Lichtabgabe),  größere (schwerere) Akkus

Vor- und Nachteile von Lampen mit integriertem Akku und getrenntem Akku (Tankanlage)

Vorteile Lampen mit integriertem Akku

Kleines Baumaß, in der Regel auch als Taucherhandlampe einsetzbar, günstigerer Preis;

Nachteile Lampen mit integriertem Akku

Komplette Lampe zum Ladevorgang notwendig, geringerer Energievorrat (Brenndauer) als bei Tankanlagen;

Vorteile Tankanlagen

Größerer Energievorrat, Gewicht der Akkus wirkt nicht auf das Gehäuse, können die Akkutanks am Jacket oder der Flasche befestigt werden, zum Ladevorgang nur Akku erforderlich - Tauchgänge können mit Reserveakkus "non stop" durchgeführt werden;

Nachteile Tankanlagen

Ab Leistungsstufen von 12V / 14,4 V 4Ah und mehr Gewicht und Größe bei Transport, beim Einsatz am Gehäuse Auftriebskörper erforderlich;

Orientieren wir uns zunächst an dem, was üblicherweise verkauft wird, so sind dies Lichtanlagen mit Halogenbrennern (also Kunstlicht), die am Kameragehäuse montiert werden. Verschiedene Hersteller haben sich auf diese Lösung spezialisiert. Führend ist hier seit über 20 Jahren die Firma MARINSOLAR aus München, Dieser Hersteller bietet für Gehäuse von Amphibico, Gates, Subal, Light & Motion und Sony sehr gut konzipierte Lichtanlagen mit Flügeln an, die in der horizontalen Achse die Ausrichtung der Leuchtenköpfe erlaubt (Anpassung an Nahaufnahmen oder Motive, die etwas weiter entfernt sind). Der Flügel verleiht während der Dreharbeiten zusätzliche Stabilität. MARINSOLAR bietet Lampen mit eingebautem Akku bzw. mit separatem Akku sowie passende Auftriebskörper. Beim Profilight, dem System mit getrenntem Akku, sind natürlich unterschiedliche Akkukapazitäten erhältlich, die auch einen 100 W Brenner weit über eine Stunde mit Energie versorgen. MARINSOLAR war übrigens der erste Hersteller, der statt mit 12 V mit 14,4 Volt Überspannung arbeitete und somit um etwa 30% helleres Licht produziert. Andere Anbieter folgten erst später diesem mittlerweile eingeführtem Beispiel. Engagierte Amateurfilmer und Profis sind die überwiegenden Kunden von MARINSOLAR.

Bei MULTITEC widmet man sich mittlerweile ausschließlich der Technologie von Lampen mit tageslichtähnlicher Charakteristik. Neben Lichtanlagen, die für die Amphibico - Gehäuse VH 1000 und VH 2000 und das Sea & Sea VX 2000 Gehäuse konzipiert sind, gibt es auch eine Minitankanlage speziell für die Gehäuse der kleinen Hochkant - Camcorder wie die PC 120 von Sony.

Die Firma WERNER LIGHTPOWER hat sich auf kleine Lichtanlagen spezialisiert, die ohne besonderes Druckgehäuse bis 40 Meter Tauchtiefe eingesetzt werden können. Kaltlichtstrahler werden mit einem eigens konstruierten Sockel wasserdicht verschweißt, der Bleiakku ist bereits in sich bis 5 bar Aussendruck dicht. Lediglich die Kabelanschlüsse, Kabel und notwenigen Stecker sind für den Taucheinsatz modifiziert. Insgesamt ist der Anschaffungspreis hier auffällig günstig, teurer wird es im Einzelfall, muss einer der modifizierten Brenner ausgetauscht werden. Für die Unterwassergehäuse von JVC hat WERNER LIGHTPOWER ein abgestimmtes System im Angebot.

Der bekannte Hersteller von hochwertigen Taucherhandlampen, MB SUB in Köln, hat eine kleine Tankanlage im Angebot, die unter Gehäuse für Camcorder der so genannten "Traveller" Reihe (Sony TR, Panasonic, Canon, JVC) und die Spitzenmodelle wie der VX 2000, passt. Lediglich die Bohrung für eine Stativschraube muss im Gehäuseboden vorhanden sein.

Rührig ist der Hersteller GUN -LUX, der laufend neue Variationen kleiner Tankanlagen vorstellt. Damit kann er Gehäuse bestücken, die Camcorder der "Traveller" Größe bzw. im Hochkantformat aufnehmen.

Auch die Firma KOWALSKI in Berlin stattet nicht nur Taucher mit Handlampen aus, es gibt auch dort eine Tankanlage, die vielfältige Wahlmöglichkeiten gerade bei den Leuchtenköpfen, bietet. Ein bekanntes Extra der KOWALSKI -Lampen ist die Aussenladung. Die Akkus werden also ohne das Lampenrohr öffnen zu müssen regeneriert.

Natürlich haben auch viele der Gehäusehersteller eigene Lichtlösungen parat. Alle entsprechenden Angebote sind für die Montage am Gehäuse gedacht und bieten zum Teil auch noch komfortable Schaltmöglichkeiten über Handgriffe oder Tasten, die nahe den Handgriffen angebracht sind und von den Fingern erreicht werden, ohne dass man das Gehäuse mit einer Hand loslassen muss (teilweise hat das MARINSOLAR bei seinen Produkten auch entsprechend gelöst).

Von diesen Gehäuseherstellern gibt es eigene Lichsysteme (Auswahl)

SEALUX
AMPHIBICO
LIGHT & MOTION
NIMAR und GUN LUX

Mit diesem Überblick wurde Licht in den Dschungel der Lampenangebote und verschiedenen Lichtsysteme gebracht. In einer weiteren Folge wird auf den richtigen Einsatz von Lichtanlagen und abgesetztem Licht eingegangen.

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