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by Michael Goldschmidt 7.2003 / 5.2010

Basisleiter Jürgen "Wössi" Wössner © UWW

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Tauchen

Als Basisleiter treffen wir 2010 Jürgen „Wössi“ Wössner, dessen taucherische Heimat viele Jahre der Bodensee war. Wössi war am 27. Mai 2010 genau ein Jahr vor Ort und leitet die Basis seit etwa März. Die Sub Aqua Basis ist traditionell gut ausgebaut und organisiert. Seit unserem letzten Aufenthalt wurde der open air Umkleidebereich beschattet und zwei große Spülbecken zusätzlich aufgemauert. Bis zu 200 Taucher werden mit Flaschen und Blei ausgerüstet, etwa 60 Gäste können vollständig ausstaffiert werden. Leihequipment gibt es von führenden Herstellern der Ausrüstungsszene. SSI hat mittlerweile die frühere PADI-Ausrichtung ersetzt, es wird aber auch nach CMAS – Richtlinien unterrichtet. Natürlich werden neben allen Ausbildungsstufen auch Nitroxkurse angeboten und Nitrox 32 ohne Aufpreis gefüllt. Wir begegnen vielen älteren Taucherinnen und Tauchern mit 60+, die die Vorzüge von entspannten Tauchgängen in einem Hausriff besonders schätzen und als Gäste schon viele Jahre auf dieser Sub Aqua Basis einkehren.
Mit Tauchbooten der Utopia - Flotte können Halb- und Ganztagestouren gemacht werden, bei man 20 Tauchspots erreicht. In welche Richtung es geht, entscheidet letztlich der Wind, so sind tagesaktuelle Änderungen der avisierten Ziele möglich. Die Fahrtzeiten liegen zwischen 10 und 35 Minuten.
Für erfahrene Taucher wird auch ein Trip zum Elphinstone Reef angeboten.
Das eigentliche Highlight ist das Hausriff in der Bucht Torfa Lasall, in der der Utopia Beach Club angesiedelt ist. Von Land aus kann das vielschichtige Riff in Tiefen von 3 bis 30 Metern betaucht werden, ohne ein Boot benutzen zu müssen. Das Riff teilt sich in ein auch in der Fauna und Flora unterschiedliches Nord- und Südriff, wobei das Südriff das häufiger betauchte Gebiet darstellt. Für die Nordvariante gibt es einen Landeinstieg, zu dem man fast mit dem Pickup der Basis gebracht werden kann, ein paar Meter weiter zu Fuß ist man dann schon im Wasser. Alternativ können auch in wenigen Minuten Fahrt mit einem Zodiac die Taucher an verschiedenen Stellen (unterschiedliche Rücktauchzeiten zum Ausstieg an Land) an den Riffaußenseiten abgesetzt werden. Nach maximal 120 Minuten erwartet man in der Basis die Rückmeldung der Hausrifftaucher, eine Zeitspanne, die auch mit den 12 l Alugeräten durchaus vorstellbar ist.
Uns hatte es das südliche Hausriff zunächst angetan, das nur wenige Schritte von der Basis entfernt ist.  Die Landschaften, Fauna und Flora sind abwechslungsreich.
Die Specials hier sind Grotten, Durchbrüche und Canyons, mit Hart- und Weichkorallen bewachsene Felswände und solitäre Blöcke, die im Schein der Taucherlampen ihre Farbenpracht enthüllen und das Riff in einen Zaubergarten verwandeln. Kleines und Großes findet man hier. Seepferdchen und kapitale Weißspitzenriffhaie, Delfine und Schildkröten zeigen sich von Fall zu Fall und Fotografen haben es schwer sich für eine Brennweite zu entscheiden, Landschaft oder Makro, am liebsten alles gleichzeitig! Je nach Saison sind Kalmare oder Delfine ständige Gäste im Riff. Meist zu treffen ist ein Barakudaschwarm, Adlerrochen, Fledermausfische, Seegrasgeisterpfeifenfische, Seepferdchen, Sargassokrötenfische, endemische Kronensamtfische, Flügelrossfische und nachts kapitale Spanische Tänzerinnen (bis 40 cm) oder Sofakissenschnecken.
Wir finden außerdem Glas-, Zacken- und Juwelbarsche, Thunfische, alle erdenklichen Falterfische, Drücker, Doktorfische, Süßlippen, Korallenfische, Clownfische, Rotfeuerfische (große und Zwergwuchsarten), Krokodilfische, Seezungen, Leopardenbutts und jede Menge faul auf dem Sand- oder auf Korallen ruhende Kofferfische. Das Spiel der Sonnenstrahlen, das sich den Weg durch die Spalten, Löcher und Durchbrüche im flacheren Bereich des Riffs bahnt ist ein weiteres Motiv in unzählbaren Variationen. Weiter unten, bei 27 Metern, beginnt am Außenriff die Welt der Weichkorallen, die sich bei leichter Strömung zu ihrer vollen „Blüte“ entfalten. Auch hier verschwenderische Farbenvielfalt, die bezaubert. Aber hier immer wieder der Blick auf den Tiefenmesser, offiziell begrenzte Tauchtiefe ist 30 Meter, Nitrox 32 lässt nur wenig mehr zu und so bleiben wir in diesem Maximalbereich und finden unsere Motive, obwohl natürlich hier und da auch noch unterhalb der Flossen weitere optische Kleinode locken würden. Und darunter kämen weitere - und so weiter, und so weiter – also ist es völlig in Ordnung eine vernünftige Trennungslinie zu ziehen.
Wer die besonderen Plätze des Riffs nicht lange selber suchen möchte, der lässt sich am besten von einem ägyptischen Guide wie Ayman oder Sharky bei ein, zwei Tauchgängen begleiten. Dann hat man als „normaler“ Taucher das Auge geschärft für die besonderen Spots und als Fotograf so einige Aufnahmen gespart, die man sonst auf dem Weg zu den besten Plätzen verschossen hätte
Nach dem Tauchgang erwarten die Gäste drei großzügige Becken zum Spülen der Ausrüstung, getrennt in Anzüge, Flossen, Jackets und Atemregler, Masken, Computer und Fotoequipment. Die Boys an der Basis sorgen immer dafür, dass das Wasser wirklich zum Spülen geeignet ist und nicht mit Salzanteilen überladen. In einem geräumigen Geräteraum werden die Ausrüstungen in Körben gelagert, Anzüge und Jackets hängen auf Bügeln zum Trocknen.
Zum Taucherplausch trifft man sich an Tischen vor der Basis.
Dolphin House
Ein besonderes Schnorchelerlebnis ist ein Tagesausflug zum Dolphin House. Mit einem Kleinbus wird man nach Süden gebracht (Fahrzeit 1 Std.) und setzt dann in Marsa Alam auf das Schiff über, das in einstündiger Fahrt unser Ziel ansteuert.
Eigentlich steht da mitten im Roten Meer kein Haus sondern es handelt sich um ein Riff, das in Form eines Dreiviertelkreises eine geschützte Lagune mit Sandboden (Tiefen 13 – 5 Meter) bildet und in der sich gerne eine große Zahl von Bottlenose - Tümmlern trifft, die die Schnorchler dort aus der Nähe beäugt. Die Garantie, die Delfine dort zu treffen liegt bei 95%. Man ist, nur unterbrochen von der Mittagspause (ausgezeichnetes Büffet!), etwa 3 Stunden im Wasser, Zeit genug also die Begegnung mit den Tieren abzuwarten. Es macht wenig Sinn ihnen hinterher zu schwimmen, sie sind viel zu schnell. Haben sie Interesse, dann kommen sie von selbst ganz nah heran und für einen kurzen Moment wird man Teil ihres Schwarms.
 
Fazit

Das Utopia Beach bei El Quseir ist ein Ziel für Taucher, die Wert auf ein ordentliches, abwechslungsreiches und leicht erreichbares Hausriff legen. Bestens betreut durch die Mitarbeiter der Sub Aqua Basis ist sogar echtes Non Limit Tauchen möglich (Nachttauchgänge bis 22:00 Uhr), was heute aber kaum noch gefragt ist. Mit dem Zodiac weiter entfernte Punkte des Außenriffs anzusteuern, sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Das Ambiente der Clubanlage lässt entspannen. Das Personal ist stets freundlich. Kulinarisch sollten die Ansprüche allerdings fest auf dem Boden bleiben.

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